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Burgberg đŸ—» Erlangen đŸ»

A cache by zwergla23 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/17/2017
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


EC-Symbol Burgberg Erlangen EC-Symbol

 

Dtl.-Flagge[DE]

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Der „Berg“(„Aboriginals“ sagen auch „Berch“)

 

Der Burgberg ist ein AuslÀufer des FrÀnkischen Albvorlandes und mit 332 Meter Höhe ca. 50m höher als die Kernstadt Erlangen. Trotz des Namens und mehrfachen ErwÀhnungen im 15. Jahrhundert, konnte die Existenz einer Burg bislang nicht nachgewiesen werden. Ganz im Gegensatz zu seiner geologischen Bedeutung, die sich auch heute noch beobachten lÀsst.

 

Geologische Einordnung des FrÀnkischen Albvorlandes

Das frĂ€nkische Schichtstufenland ist unter den Landschaften der Erde als Schichtstufenlandschaft eine Besonderheit. Der charakteristische landschaftliche Formenschatz wird durch den mehrfachen Wechsel unterschiedlich harter Gesteine und ihre durchgehend gleiche Neigung geformt. Das frĂ€nkische Schichtstufenland ist Bestandteil der sĂŒddeutschen Schichtstufenlandschaft und seit ĂŒber hundert Jahren Bestandteil geologischer Forschungen und Inhalt von Schul- und LehrbĂŒchern.

Schemaprofil des Schichtstufenlandes am Nordende der Frankenalb (Profilschnitt)

Als Teil eines der Krustensegmente Mitteleuropas nimmt die sĂŒddeutsche Scholle den grĂ¶ĂŸten Teil SĂŒddeutschlands nördlich der Alpen ein. Das Deckgebirge Nordbayerns ist ein Teil der sĂŒddeutschen Scholle. Der Ostrand der Scholle ist nahe dem ostbayrischen Grundgebirge stark zerbrochen. Die gesamte Scholle ist schwach nach SĂŒdosten geneigt, was dazu fĂŒhrt das aufgrund der Erosion im Nordwesten die Ă€ltesten und im SĂŒdosten die jĂŒngsten Schichten an der ErdoberflĂ€che zu finden sind. Die Ausbildung der charakteristischen Schichtstufenlandschaft wurde durch die Gesteinsunterschiede verursacht.

Die Keuperzeit

In Deutschland ist die geologische Formation der „Trias“ (vor 252 bis 201 Millionen Jahren) weiter verbreitet als jede andere Formation. Der Name dieser Formation leitet sich aus der Dreiteilung in Buntsandstein – Muschelkalk – Keuper ab.

Buntsandstein

(252 – 245 Millionen): Überwiegend festlĂ€ndisch gebildete Sedimentgesteine aus den namensgebenden bunten (meist roten) Sandsteinen und bunten Tonsteinen.

Muschelkalk

(245 – 240 Millionen): Er besteht fast ausschließlich aus Flachmeer-Ablagerungen mit hohem Gehalt an kalkschaligen Organismenresten

Flußdeltas aus dem Norden und SandschĂŒttungen aus SĂŒdosten in der Keuperzeit (ca. ~220 Mio. alt)

Keuper

(240 – 201 Millionen): Der Name stammt vom frĂ€nkischen „Kipper" oder "Keuper" fĂŒr weiche, bröckelig zerfallende Schichten.

PalÀogeografie in Deutschland zur Zeit des Keupers

 

WĂ€hrend der Trias war das Klima im frĂ€nkischen Raum ĂŒberwiegend trocken und wĂŒstenhaft. Gegen Ende der Keuper-Zeit wurde es langsam feuchter.

Der Erlanger Burgberg sowie dessen Umgebung lagen zu dieser Zeit am östlichen Rand eines Flachmeers, das im Osten an das Böhmisch-Vindelizische Hochland grenzte. Aus dieser Richtung schĂŒtteten FlĂŒsse große Mengen an Sand in das flache Becken. Dieser Teil des Keupers wird daher als „Sandsteinkeuper“ bezeichnet. Am Burgberg hier in Erlangen könnt ihr eine spezielle SandschĂŒttung entdecken, den Burgsandstein.

Aus Sand wird (Burg-)Sandstein

Am Erlanger Burgberg könnt ihr an den Bergflanken, im Kirchner Garten und rund um die Keller den Burgsandstein entdecken. Es handelt sich hierbei um fein- bis mittelkörnig ausgebildeten Sandstein, der neben ĂŒberwiegenden Quarzkörnern einen gewissen Anteil des Minerals Feldspat enthĂ€lt und deswegen als "Arkose" (beschreibt eine Klasse von Sandsteinen, die sich durch einen hohen Gehalt an Feldspat auszeichnet) bezeichnet wird.

Durch das typisch trockene Entstehungsklima enthalten die Gesteine Eisenoxid, was zu einer meist rötlichen bis rotbraunen FĂ€rbung fĂŒhrt. An weiteren SchauplĂ€tzen geologischer Untersuchungen wurden auch verkieselte Hölzer und SaurierfĂ€hrten im Burgsandstein gefunden.

Bildungsbedingungen des Burgsandsteins

Der hier beschriebene Burgsandstein wurde vor etwa 210 Millionen Jahren zur Zeit des mittleren Keupers abgelagert. Vergleichbar mit den heutigen WĂŒstengebieten war das Böhmisch-Vindelizische Hochland durch starke Verwitterung und Erosion geprĂ€gt, da die Vegetation nur spĂ€rlich oder gar nicht ausgebildet war. Die periodisch anschwellenden FlĂŒsse beförderten die großen Mengen Sand und Geröll, die sich aus dem Gesteinsschutt bildeten, ins Tiefland. Dort lagerten sie sich in sandigen Flussebenen ab.

 

Die Körner wurden durch zunehmende Überlagerung und AusfĂ€llung von KieselsĂ€ure oder Karbonat verbacken und es entstand Sandstein. Die unterschiedlich starke Verfestigung des Sandsteins fĂŒhrt zu unterschiedlich starker Verwitterung. Dabei werden die weicheren Partien schneller abgetragen, wĂ€hrend hĂ€rtere Teile, wie die Reste der SteinbrĂŒche, als HĂŒgel und Felsen herausprĂ€pariert werden.

Alte SteinbrĂŒche am Burgberg und deren frĂŒhere bautechnische Bedeutung

 

Den Burgsandstein, den ihr hier entdecken könnt, wurde bereits um 1400 in SteinbrĂŒchen abgebaut. Der gesamte Berg baut sich aus mehreren Schichten des Oberen Burgsandsteins auf, die durch Lettenhorizonte (Letten=schluffiger bis sandiger Boden) voneinander getrennt sind.

Einblick in die Sandsteingeologie

Diese geologische Gegebenheit war von großer praktischer Bedeutung fĂŒr die Stadt Erlangen. Forschungen stĂŒtzen die Annahme, dass seit der Verwendung von Steinen fĂŒr den Hausbau im hohen Mittelalter, am Burgberg Quader gebrochen wurden. Der frĂŒheste Hinweis, der noch erhalten ist, wurde auf das Jahr 1619 datiert. Dabei wurde fĂŒr den Bau der Neustadt „Christian-Erlang“ (ab1686) und dem Wiederaufbau der Altstadt nach dem großen Stadtbrand (ab 1706) hauptsĂ€chlich Steine des Burgbergs verwendet. Mit dem Bau zahlreicher UniversitĂ€tsgebĂ€ude erfuhr die Steingewinnung am Burgberg ab Mitte des 19. Jahrhunderts einen letzten Aufschwung. Die Stadt weitete sich auch im Zuge der GrĂŒnderjahre immer weiter aus. Der Abbruch der Burgsandsteine wurde im 20. Jahrhundert eingestellt. Heute können aber, vor allem im Westteil des Berges, noch 31 SteinbrĂŒche nachgewiesen werden.

Erlangen - Steinbruch der Firma Basler und Kunstmann auf dem Burgberg (1912)

alter Steinbruch im Kirchner Garten

Wenn Geologie zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt wird - Die Felsenkeller

smiley wirtschaftlich meets Wirtschaft(lich) smiley

 

Der Burgberg gewann in den letzten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts weiter an Bedeutung, als die Erlanger Brauer damit begannen, Keller an der SĂŒdseite in den Berg zu treiben. (Dank der hiesigen Geologie konnten die Bierkeller in den Sandstein getrieben werden, da dieser leicht zu bearbeiten war.) Im Laufe der folgenden 150 Jahre entstanden 16 Felsenkeller mit einer StollenlĂ€nge von ca. 20 km. Der Henninger-Keller fĂŒhrte mit einer LĂ€nge von 861 Meter sogar durch den gesamten Berg bis zur Nordseite. Die meisten Stollen jedoch sind ca. 70 bis 100 Meter tief. Da die Stollen jedoch unbeaufsichtigt erweitert wurden und neben tieferen Grabungen auch QuergĂ€nge errichtet wurden, stĂŒrzte aufgrund mangelhafter Statik ein Teil der Stollen nach dem 2. Weltkrieg ein.

Lageplan der Erlanger Felsenkeller von 1925

Erich Keller

 

 

Durch die hervorragenden klimatischen Eigenschaften des Berginneren war es den Bierbrauern von nun an möglich, das frĂŒher nur im Winter gebraute Bier ganzjĂ€hrig zu lagern. Damit konnte das Bier auch im Sommer kĂŒhl gelagert und das ganze Jahr ĂŒber frisches Bier geliefert werden. Erlangen stieg damit im 19. Jahrhundert zu einer der fĂŒhrenden BierexportstĂ€dte Deutschlands auf. Bis zur Erfindung der KĂ€ltemaschine durch Linde (1876) dienten die Keller zur KĂŒhlung des Bieres: In die Eisgruben wurde im Winter Eis gelegt, das durch die VerdĂŒnstung fĂŒr kĂŒhle Temperaturen sorgte.

Mit der KĂŒhlmaschine war jedoch der Niedergang der Erlanger Braukunst eingelĂ€utet. Die Keller hatten als Bierlager ausgedient und wurden Mitte des 20. Jahrhunderts noch zur Champignon-Zucht verwendet.

Nach einem Beschluss des Magistrats im Jahr 1755 wurde der traditionelle Pfingstmarkt an die Keller am Burgberg verlegt. Dieser Brauch wurde bis heute beibehalten und es entwickelte sich die Erlanger Bergkirchweih, welche heute eines der grĂ¶ĂŸten bayerischen Volksfeste ist.

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Die Aufgaben zu diesem Earthcache:

 

 

An den Listingkoordinaten befindet ihr euch an einem der noch sichtbaren und zugĂ€nglichen SteinbrĂŒche, die trotz Vegetation noch erkennbar sind. Zum Steinbruch und dem am Fuße liegenden einzelnen Sandstein könnt ihr folgende Fragen beantworten:

alter Steinbruch an den Listingkoordinaten

1. Am alten Steinbruch befindet sich ein großer einzelner Stein. Entscheide anhand der Informationen aus dem Listing, ob dieser Stein geologisch zum alten Steinbruch und Burgsandstein gehört oder ob dieser Stein eine andere Herkunft besitzt. Können auf dem Stein verschiedene Bestandteile entdeckt werden und um welche könnte es sich dabei handeln? Seit wann befindet sich der Stein an dieser Stelle? (Schaut euch den Stein genau an und ihr könnt den Zeitpunkt exakt bestimmen)

2. Wenn wir die Steilwand des alten Steinbruches betrachten, so sehen wir, dass die Natur an vielen Stellen eine Art Schutzschicht (Biokruste, meist Flechten, Moose und Algen) ĂŒber den Gesteinsschichten bildet. Welche Spuren der Verwitterung an den Steinschichten kann man hier trotzdem erkennen? (Beschreibt diese mit eigenen Worten)

An den Kellern und Teil 2 der Fragen

An den Kellern (Wegpunkt 1) könnt ihr euch stĂ€rken und die EindrĂŒcke des Burgberges genießen. Rund um die Keller kann man noch Teile des Burgsandsteins entdecken, die fĂŒr bautechnische Zwecke verwendet wurden. Weiterhin kann man hier sogar Geologie spĂŒren. Ohne zusĂ€tzliche KĂŒhlung herrscht in den Kellern ganzjĂ€hrig eine Temperatur von ca. 8°C und der kĂŒhle Luftzug vor den Kellern ist vor allem an heißen Sommertagen ein beliebtes PlĂ€tzchen zur AbkĂŒhlung bei Besuchern.

3. Untersuche die Sandsteinblöcke an und um die Keller hinsichtlich ihrer Bestandteile. Welche GrĂ¶ĂŸe und Farbe besitzen die Bestandteile und können Gemeinsamkeiten zu den Beobachtungen am alten Steinbruch festgestellt werden? Welchen Schriftzug, der die leicht zu bearbeitenden Sandsteinblöcke ziert, könnt Ihr hier an einem der Blöcke an den Kellern erkennen? [Wegpunkt 1 - Felsenkeller]

Um diesen Earthcache zu loggen, musst du:

Die Fragen 1-3 zum Thema „Alte SteinbrĂŒche“ (Listingkoordinaten) und „Felsenkeller“ (Wegpunkt 1) vor deinem Log beantworten und ĂŒber das Kontaktformular oder das Nachrichtencenter an uns senden.

Ihr dĂŒrft daraufhin sofort loggen! Sollte es Unklarheiten geben oder Antworten falsch sein, werden wir uns melden.

4. FĂŒgt euren Log ein Foto von eurem Besuch am Burgberg hinzu. Vielleicht könnt ihr auch kurz beschreiben, wie sich der Luftzug vor den Kellern heute fĂŒr euch angefĂŒhlt hat. Wir wĂŒrden uns sehr darĂŒber freuen.

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Wer noch den Referenzpunkt „Burgbergtunnel“ besuchen möchte, kann sich vor Ort die alte und neue Röhre des Tunnels anschauen.

Burgbergtunnel von SĂŒden - hier noch eingleisig.. (1881)

Alte und neue Röhre der Eisenbahnstrecke

Quellen: http://www.erlangen-marketing.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/Burgberg.html; http://franken-wiki.de/index.php/Burgberg_Erlangen, http://www.hansgruener.de/docs_d/kanal/erlangen_burgberg_historie1.htm, http://www.querbeet-freizeit.de/html/burgberg_17.html, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erlangen_Burgberg_Schneckenbergla_003.JPG, https://www.berch.info/die-felsenkeller.html; http://www.georegion-franken.de/intro/intro.htm; https://www.lfu.bayern.de/geologie/geologie_bayerns/tektonik/scholle/index.htm; Infotafeln im Skulpturengarten am Burgberg; https://www.lfu.bayern.de/geologie/geotope_schoensten/11/index.htm

Additional Hints (Decrypt)

Sentr 3: 3 Jbegr

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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