Einleitung
Von den Startkoordinaten aus dreht ihr eine kleine Runde über Skala und Burgwall. Ihr beginnt ganz unten im Durchbruchstal mit einigen Untersuchungen zum Gestein und geht dann über den Rundweg zum Hang hinauf und auf der anderen Seite wieder ins Tal. Viel Spaß wünscht Dr. Wash!
Das Gestein

Lauft von den Startkoordinaten ca. 50-100m nach NO. Ihr seht hier beeindruckende Gesteinsformationen. Aber um welches Gestein handelt es sich? Wir wissen, dass hier in der Lausitz vor allem Granodiorit und Grauwacke vorkommen. Um das Gestein zu bestimmen könnt ihr auf zwei Dinge achten: Die Korngröße- und Zusammensetzung und die Art der Verwitterung. Grauwacke würde durch Verwitterung zersplittern oder plattenartig auseinanderbrechen. Außerdem blutet das Gestein aus, das heißt Eisenminerale führen zu Verfärbungen die durch Wasser ausgespült werden. Die Korngröße ist sehr fein (kleiner als 2mm). Granodiorit (eine Form von Granit) verwittert anders. Man spricht von der "Wollsackverwitterung". Die Steine bekommen Risse, welche durch Frost und Wasser größer werden. Die Blöcke die sich dabei bilden werden mit der Zeit rund und erinnern an prall gefüllte Säcke. Die Korngröße ist gröber (2-5mm) und man erkennt deutlich Feldspat, Quarz und Glimmer.
Der Burgwall

Die Hänge oberhalb der Skala sind durch steinige Gehängelehme geprägt. Lehm ist eine Mischung aus Sand (Korngröße > 63 µm), Schluff (Korngröße > 2 µm) und Ton (Korngröße < 2 µm). Er entsteht entweder durch Verwitterung aus Fest- oder Lockergesteinen oder durch Ablagerung der genannten Bestandteile. Im Falle des Burgwalls ist die Verwitterung des anstehenden Gesteins (siehe oben) für die Ausbildung des Lehms verantwortlich. Lehm ist ein natürlicher Luftmörtel. Das Abbinden erfolgt physikalisch; Wasser verdunstet, Sandkörnchen werden verklebt. Die Mischung aus Lehm und Gestein macht den Boden hier sehr widerstandsfähig. Das, und die steilen Flanken der Skalen der Lausitz boten eine ideale Grundlage für Wallanlagen. In der Bronzezeit (ca. 700 v. Chr.) wurden solche Schanzen oft an den von Flüssen geschaffenen Tälern errichtet. Die Schanze ist hier noch gut erkennbar. Innerhalb der Wälle befindet sich heute ein Sportplatz und ein Gästehaus. Um Frage 3 beantworten zu können, müsst ihr euch zum Wegpunkt am Gipfelkreuz begeben. Ihr könnt über den Rundweg wieder zum Parkplatz zurückkehren, dann habt ihr alles gesehen.
Das Wasser

Das Klosterwasser wird als Salmonidengewässer klassifiziert. Das bedeutet, dass die Belastung mit Schwermetallen so gering ist, dass Lachse oder Forellen darin leben können. Es handelt sich um die höchste Wasserqualität. Der Fluss, welcher am Osthang des Tannenberges (372,7m über NN) bei Burkau entspringt und bei Kotten in die Schwarze Elster mündet, kann als Paradebeispiel für eine durch die verschiedenen Materialien des Untergrunds ausgebildeten Flusslauf und der damit verbundenen Talformen dienen. Im Süden finden sich Prall- und Gleithänge, welche man zum Beispiel im Lippe-Park sehr gut erkennen kann. Zwischen Neustädtel und Bocka sowie hier in Panschwitz-Kuckau durchbricht der Fluss das anstehende Gestein. Solche felsigen Durchbruchstäler werden in der Lausitz als "Skala" bezeichnet. In dieser Zone hat sich das Klosterwasser mit einem nur ca. 100m breiten Auenbereich tief in das Hügelland eingeschnitten. Wie tief, das sollt ihr herausfinden!
Fragen:
Frage 1 zum Gestein: Um welches Gestein handelt es sich hier? Begründe deine Einschätzung! Wie ist das Gestein aufgebaut? Wie fühlt es sich an? Wie verwittert das Gestein?
Frage 2 zum Burgwall: Lehm ist im feuchten Zustand formbar und behält seine Form beim Trocknen. Auf welchen Bestandteil würdest du diese Eigenschaft zurückführen?
Frage 3 zum Wasser: Wie tief hat sich das Wasser in die Landschaft eingeschnitten? Begib dich zum Wegpunkt und ermittle die Höhe über NN. Nutze hierfür ein GPS-Altimeter. Der Wasserlauf des Klosterwasser sei mit 165m über NN gegeben.
Frage 4: Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand mit eurem Cachernamen als Anwesenheitsbeweis hinzu! Fotos sind mit der Änderung der Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019 nicht mehr zwingend optional, sie dürfen eine Logbedingung sein!
Die Fragen können über mein Profil per Email oder das Message-Center beantwortet werden. Danach könnt Ihr sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmten sollte.
Hinweise zur Anfahrt:
Ihr erreicht die Koordinaten über den auf der Karte rot eingezeichneten Weg. Das ist ein Schotterweg, der zuerst an einer Mauer vorbei und dann am Klosterwasser entlang führt. Bitte fahrt nicht bis zur Schanze hoch, da steht eine Sperrscheibe. Ihr könnt im Umkreis der Cache-Koordinaten parken, da gibt es mehrere Möglichkeiten. Geht den blau eingezeichneten Weg dann zu Fuß. Bitte nicht über die Straße "An der Schanze" anreisen, da kann man nicht parken und muss durch ein Privatgrundstück durchlaufen.