Die 1871 gegründete Gablenzer Schützengesellschaft Chemnitz-Ost fand in Gablenz keine geeignete Möglichkeit zur Erweiterung der Raumlichkeiten. Der Verein erwarb deshalb im Jahre 1908 das Grundstück in Niederhermersdorf und stellte im Jahr 1909 den Antrag auf Baugenehmigung. Ende 1909 erteilte die Königliche Amtshauptmannschaft die Schankerlaubnis.
Der damalige Wirt Alfred Spänisch kam öfters in Konflikt mit dem Niederhermersdorfer Polizei-Oberwachtmeister Otto Görth, da er zahlreiche Tanzveranstaltungen abhielt ohne über die notwendige Tanzkonzession zu verfügen.
Im Jahre 1934 wurde der Name des Vereins- und Gasthauses in "Schützenhaus" geändert. Mit dem Zusammschluss von Ober- und Niederhermersdorf zur Gemeinde Adelsberg im gleichen Jahre änderte sich auch die Anschrift von Niederhermersdorf, Ortslistennummer 46D in Adelsberg, Augustusburger Straße 1.
Im Krieg waren im Schützenhaus Ostarbeiter untergebracht, welche in den nahen Gablenzer Fabriken eingesetzt waren. Nach Ende des Krieges waren Schützenvereine durch die Siegermächte verboten. Die Gaststätte wurde jedoch weiterbetrieben als "Volkshaus Adelsberg", allerdings ohne wirklichen Gaststättenbetrieb. Ab 1951 erfolgte die Eröffnung des Hauses als Jugendherberge.