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Moqui Marbles (Limonitkugeln, Hexenschüsseln)

A cache by Team N51E06 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 08/19/2017
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Moqui Marbles (Limonitkugeln, Hexenschüsseln)
 
Bei den Vorbereitungen zum Amrum-Urlaub sind wir in Lektüren und auch im Netz auf eine geologische Besonderheit gestoßen. Das hat uns natürlich neugierig gemacht und so begannen wir, uns näher damit zu beschäftigen und unser Reiseziel danach auszurichten; ... und siehe da, wir wurden nicht enttäuscht. Wir möchten euch mit diesem EarthCache die Moqui Marbles vorstellen, die hier im norddeutschen Raum auch auf der Insel Amrum zu finden sind und schon als eine ausgesprochen seltene geologische Besonderheit angesehen werden. Einheimische nennen sie auch Limonitkugeln, Hexenschüsseln oder Hexenpfännchen.


Namensherkunft:
Die Moqui Marbles wurden einst von Moqui Indianer im Südwesten von Utah gefunden und erhielten so ihren Namen, der soviel bedeutet wie "treuer Liebling". Sie sollten dem Träger Schutz und Glück bringen. Marble ist englisch und bedeutet im übertragenen Sinne "Murmel".


Was sind Moqui Marbles?
Auf den ersten Blick könnte sie der Laie wegen ihrer außergewöhnlichen Beschaffenheit der Oberfläche, Form und Farbe durchaus für außerirdisches Material, also Meteoriten halten. Doch die Moqui Marbles haben nichts mit den echten Himmelsboten gemeinsam. Man könnte in diesem Fall jedoch von Pseudo-Meteoriten sprechen. Moqui Marbles sind oolithische, runde und kugelförmige oder abgeflachte Sandsteine. Ihr Inneres besteht aus grünlichblauen und dunklen bis hin zu rotbraunen magnetischen Roteisenerzkörnern und ist von einer harten Legierung umgeben. Es sind Steine, die von vielen Liebhabern in weibliche (die Rundlichen und Glatten mit linksdrehenden Energieflüssen und einer glatteren, samtigen Oberfläche) und männliche Steine (die Abgeflachten mit Ringen drum herum und mit rechtsdrehenden Energieflüssen und mit einer etwas raueren Oberfläche) unterschieden werden. Moqui Marbles gibt es in unterschiedlichen Größen. Winzig kleine, die etwa 5 mm groß sind, und wiederum welche, die mühelos 10 cm groß werden. Weiterhin gibts welche, die zu zweit, zu dritt oder zu viert oder sogar zu mehreren zusammengewachsen sind, was jedoch äußerst selten ist! Genauso selten sind auch fast schwarze Moquis, die aus zwei Schalen bestehen. 

Kurz wissenschftlich erklärt sind Moqui-Marbles hell- dunkelbraune, manchmal schwarzbraune oolithische runde, kugelförmige oder abgeflacht kugelige, diagenetische gebildete Sandsteine mit eingelagerten fischrogenähnlichen Limonit-Kügelchen (Ooiden). Teilweise bildet das Gestein auf eisenhaltigen Gesteinen oder Mineralen Limonittapeten - dünne Überzüge, bei denen die ursprüngliche Kristallform bleibt erhalten (Perimorphose). Möglich ist auch die Bildung als Ausfällungsprodukt organischen Ursprungs im Meer- oder Frischwasserbereich.

 
Entstehung:
Über die genaue Entstehung streiten sich Geologen und Wissenschaftler noch heute. Einige sind der Meinung, die Steine hätten sich in flachen Meeren gebildet. Das im Wasser gelöste Eisen fiel dabei während der Ablagerung von Sand und Tonpartikeln (das Innere der Steine) als Eisenhydroxid aus (der Mantel). In ruhigen Gewässern gab es eine gleichmäßigere Absetzung der Tonpartikel sowie des Limonits. In unruhigen Gewässern legte sich das Eisenhydroxid schalenartig um die Partikel, wodurch die Steine immer schwerer wurden, zum Meeresboden gesunken sind und im Meeresgrund eingebettet wurden. Durch die turbulenten Strömungen und das schalenförmig abgelagerte Eisenoxid, so wird vermutet, sind die weiblichen und männlichen Steine entstanden. Andere wiederum vermuten, die Moqui Marbles seien kosmische Überreste von Kometeneinschlägen, da sie ähnliche Schwingungen wie Meteoriten, Tektite und Moldavite aufweisen. Andere wiederum sind der Meinung, die Steine würden, sogar paarweise, von der Erde geboren, wobei sie auf ihrem Weg vom Magma bis ans Tageslicht die Erdkruste und das Gestein durchbrechen. Ein anderer Erklärungsversuch besagt, sie seien bei Vulkanausbrüchen hinausgeschleudert worden. Die genau Entstehung ist also weiterhin unbekannt und bleibt für Wissenschaftler und Geologen noch lange Zeit ein Fall für sich. Ihr Alter scheint jedoch unbestreitbar zu sein: 251 Millionen bis etwa 161 Millionen Jahre sollen sie alt sein und somit fingen sie bereits im Erdmittelalter (Jura) an sich zu bilden.


Zusammensetzung:
Moqui Marbles bestehen hauptsächlich aus Eisen, Mangan, Titan, Palladium und Hämatit und besitzen eine Mohshärte von etwa 5,5. Anderen Meinungen nach sollen sie sogar eine erstaunliche Mohshärte von 7,4 besitzen, was bisher jedoch nicht belegt werden konnte. Die einzelnen Bestandteile der Steine weisen nämlich eine viel geringere Härte auf. Unter Umständen bestehen die Moquis auch aus einem Teil Olivin, was eine Teilerklärung für ihre Härte wäre, wenn sie wirklich eine solch hohe Mohshärte aufweisen. Die chemische Zusammensetzung lautet FeO-OH oder Fe2-O3. Das Eisenoxid ist rhombisch, der Quarz im Inneren ist trigonal.

 
Fundorte:
Die nennenswerten Fundorte dieser Steine namens Moqui Marbles beschränken sich auf wenige Gebiete in Arizona, Utah und Neu Mexiko in Nordamerika. Doch auch in anderen Ländern, wie z.B. Deutschland, der Insel Amrum, gibt es diese sandgefüllten Eisenooide, die hier bekannter sind unter dem Namen Limonitkugeln oder Hexenpfännchen. Neben Deutschland gibt es auch noch Gebiete in Frankreich, wo man die seltsamen Steine finden kann.

 
Von der Theorie zur Praxis:
Wie oben bereits erwähnt, haben wir hier im norddeutschen Raum auf Amrum die einmalige Gelegenheit, Moqui Marbles zu suchen und zu finden. Wenn du schon vor Ort bist, solltest du dir die geologsich wertvolle Exkursion nicht entgehen lassen. Den Besuchern werden besonders die auffälligen am Strand befindlichen "Kugeln" nicht entgehen. Der Limonitstein ist sehr anfällig für Verwitterungen und kann daher auch nicht durch das eiszeitliche Geschiebe herantransportiert worden sein, denn er wäre in dieser Form nicht erhalten geblieben und stellt deshalb eine lokale Bildung dar. Das heißt, daß er im Bereich des heutigen Amrums gebildet worden sein muß. Auch dadurch, dass die Genese des Gesteins ziemlich kompliziert ist, bleibt hier immer etwas Rätselhaftes zurück. In machen Steinen lässt sich auch Glimmer finden, der in der Sonne silbern schimmert. Durch die Verwitterung brechen manche Steine auf. Der Wind und das Wasser waschen den weichen Sandstein heraus. Manche Steine sehen dann aus wie kleine Schüsselchen, da die harte Limonitkruste erhalten bleibt.


Um diesen EarthCache zu loggen:
egebe dich vom empfohlenen Parkplatz aus zu den Listingkoordinaten des Ortsteils Steenodde (übersetzt: Steinspitze). Von dort aus beginnend kannst du nun hoch in Richtung NordWest die Bereiche an der Wattseite nach den Hexenschüsseln absuchen. Wir sind annähernd bei den gelisteten Koordinaten fündig geworden; ... die exakten Stellen werden allerdings als Ehrenkodex gehalten und bleiben unter Sammlern streng gehütet. Ein Tipp sei allerdings erlaubt, denn wenn du in der Nähe von Häufungen anderer Gesteine sucht, erhöhen sich die Chancen. Bitte achte bei deiner Wanderung darauf, dass am Kliff eine geschützte Zone beginnt und unbedingt Rücksicht genommen werden muss. Der Bereich ist aber auch ausgeschildert und darf nicht betreten werden. Also, alle vorgegebenen und öffentlichen Wege müssen für diesen EarthCache nicht verlassen werden.

 
Aufgaben zu diesem EarthCache:
1.)
Du solltet möglichst einen frisch aufgebrochenen Stein finden, ihn wie folgt untersuchen und dann die Erkenntnisse daraus mitteilen:
a)
Was war festzustellen, als du mit dem Fingernagel im Inneren des Steins gekratzt hast? und
b)
Wenn du schon am Wasser bist, teste doch gleich den inneren feinen Farbsand; ... ist er wasserfest?
 
2.)
Auf welche ungewöhnliche Art bildet die Natur die vorgestellten Moqui Marbles oder Hexenschüsseln aus Eisenoxid mit einer Sandfüllung?
 
3.)
Was geschieht während des Prozesses in dem sich Moqui-Marbles oder Limonitkugeln in flachen Meeren bilden?
Gebe in wenigen Sätzen eine Erklärung dafür.


Deine Antworten aus den 3 Aufgaben mit den Erkenntnissen der einzelnen Punkte schicke uns bitte per Mail und danach darfst du den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prüfen. Found it- Logs, die - auch auf Nachfrage hin - ohne Antworten zu den Aufgaben kommen, werden natürlich kommentarlos gelöscht. Es ist zwar keine Logbedingung, aber wenn du möchtest, mache ein Foto von dir und einer evtl. gefundenen Moqui Marble; ... das würden wir natürlich nicht als Spoiler werten.
 
Bitte beachte unbedingt:
An Stränden und in Naturschutzgebieten dürfen Sand, Fossilien und Steine nur in geringen Mengen für private, nicht-kommerzielle Zwecke gesammelt werden. Achte ferner unbedingt auf die stets wechselnden Gezeiten und über diese solltest du dich vorher immer informieren.

 
Viel Vergnügen bei diesem EarthCache für die ganze Familie; ...

Team N51E06




Quellen für Texte und Bilder:
auszugsweise Wikipedia, Amrum.de, Tourist-Info Amrum, Strandsteine.de, geo-aktuell.de, Mineralienatlas, Meteoriten-Panorama.de, steinkern.de, eigene Beobachtungen und Erkundigungen mit Bildern vor Ort.



Info til vores danske cacher venner:
Vi har en oversættelse til danske omkvæd, ellers notering ville have været for lang og forvirrende. Men Hvis du ønsker en version på dit eget sprog, så lad os vide dette, og vi vil kontakte dig i denne henseende i kontakt med dig, eller du tager til en anden tjeneste til at fuldføre. Tak for din forståelse,

Bernd fra hold N51E06



Nederlands-Version:
Info voor onze Nederlandse cachervrienden:
Helaas moeten we afzien van een vertaling in het nederlands. Zouden we dit toch doen, wordt de lijst (Listing) veel te lang en verwarrend. Mocht u desondanks een versie in het nederlands wensen, vertel het ons, en wij nemen contact met jullie op. Of jullie maken gebruik van een andere dienst, of andere hulp. Zoals bv."https://translate.google"

Hartelijk dank voor uw begrip,
Bernd van Team N51E06


English-Version:
"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service.

Thank you very much for your kind understanding."
Bernd of team n51e06



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