Die Lappwaldbahn betreibt Güterverkehr auf der im Jahre 2000 von derDeutschen Bahn AG gepachteten, 30 Kilometer langen Strecke Haldensleben–Weferlingen, die sich von Haldensleben am Mittellandkanal in westlicher Richtung durch ein abwechslungsreiches Hügelland bis nach Weferlingen am Lappwald hinzieht. Diese wurde in den Jahren 1906/07 von der Kleinbahn-AG Neuhaldensleben–Weferlingen eröffnet und kam über mehrere Firmenwechsel zur Deutschen Bahn AG. Von ihr war der Personenverkehr im Jahre 1999 eingestellt worden.
Ferner hat die Lappwaldbahn die drei Kilometer lange AnschlussbahnWeferlingen–Grasleben von den Quarzwerken Grasleben im Jahr 2001 gepachtet, die von der Preußischen Staatsbahn am 1. September 1895 in Betrieb genommen worden, aber durch die Grenzziehung 1945 jahrzehntelang unterbrochen worden war.
Schließlich wurde 2006 die anschließende, 18 Kilometer lange StreckeHelmstedt–Grasleben von DB Netz übernommen.
Weiterhin führt sie den Betrieb auf den Strecken Haldensleben–Emden undSüplingen–Dönstedt für die Norddeutsche Naturstein Rail GmbH (NN Rail) durch.
In den Jahren 2013 und 2014 konnte die LWB ein Basaltwerk und ein Quarzsandwerk in Walbeck durch die Wiederinbetriebnahme derAnschlussgleise als Kunden gewinnen. [6]
Am 1. Dezember 2015 erwarb die LWS Lappwaldbahn Service GmbH die zur Übernahme ausgeschriebene[7] 43,6 Kilometer lange Bahnstrecke Ibbenbüren–Tecklenburg–Lengerich–Bad Iburg–Versmold und die 7,1 Kilometer lange Zweigstrecke Brochterbeck–Hafen Saerbeck von der Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE). Das Unternehmen beabsichtigt die Sanierung der zurzeit abschnittsweise gesperrten Gleise in zwei Bauabschnitten im Zeitraum 2016 bis 2021. Bis Ende 2017 ist die Aufnahme des Tourismusverkehrs zwischen Ibbenbüren und Versmold sowie des Güterverkehrs zum Hafen Ibbenbüren-Dörenthe geplant.
Insgesamt weist das Schienennetz nunmehr eine Gesamtlänge von 102 Streckenkilometern auf.