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Der Wasserturm zu Jügesheim Virtual Cache

Hidden : 8/24/2017
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   virtual (virtual)

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Geocache Description:




Als wir davon erfuhren, dass wir einen virtuellen Cache legen dürfen, war für uns sofort klar, dass wir diesen nur an einem ganz besonderen Baudenkmal in Rodgau legen wollen, nämlich dem Wahrzeichen unseres Heimatortes Jügesheim: unserem geliebten "Wassertorm"! Der Wasserturm in Jügesheim ist etwas ganz Besonderes, denn er ist einer von acht topographischen Punkten 1. Ordnung (wie z.B. auch der Feldberg und die Zugspitze) und dient der kartographischen Vermessung der Bundesrepublik Deutschland.





Der Turm ist mit 43,5 Metern Gesamthöhe das von weitem sichtbare Wahrzeichen des Rodgauer Stadtteils Jügesheim und steht als Industriedenkmal unter Schutz. Er ragt am östlichen Ortsteilausgang aus einem dichten Kiefernwäldchen hervor, nur wenige Meter von der Bundesstraße 45 entfernt.

 

Funktionsbeschreibung des Wasserturms:

Der aus dem Jahre 1936/38 stammende Wasserturm diente bis zum Jahre 1978 der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Dabei wurde der Turm als sogenannter Gegenbehälter betrieben. Bei solchen Behältern befindet sich das zu versorgende Ortsnetz zwischen dem Wasserwerk und dem Wasserturm. Durch die Pumpen im Wasserwerk Jügesheim im Alten Weg wurde ein Druck aufgebaut, der einige Meter höher lag, als der Wasserspiegel des Turms. Dadurch wurde der Turm in Zeiten geringen Wasserverbrauchs - z.B. nachts - gefüllt, während er in Zeiten hohen Wasserverbrauchs oder bei kurzfristigem Ausfall der Pumpen, selbst Wasser in das Netz abgeben konnte.



Planung und Bauausführung:

Im Zuge des Wasserleitungsbaus im östlichen Kreis Offenbach wurde ab 1933 ein ganzes Netz von Gruppenwasserwerken und drei Wassertürmen als Druck- und Vorratsbehälter geplant. Ein Darmstädter Architekturbüro entwarf die Baupläne und erstellte die gewagte Statik, die zunächst von vielen Fachleuten als undurchführbar eingestuft wurde. Trotzdem erhielt das Büro 1935 den Bauauftrag und begann 1936 mit der Errichtung des Turms. Der Grundstein befindet sich im Fuß des rechten Tragpfeilers.

Über dem Hochbehälter befindet sich die Turmstube. Sie ist durch eine schmale Treppe mit 170 Stufen begehbar, die mitten durch den Wasserbehälter führt. Gekrönt wird die Turmstube von einer runden, nach oben etwa sieben Meter spitz zulaufenden Dachhaube. Diese schwierige Dachstuhlkonstruktion wurde von der ortsansässigen Zimmerei Henkel ausgeführt und schließlich mit Naturschiefer eingedeckt. Der Hochbehälter fasst 400 m³ Wasser bei einer Löschwasserreserve von 40 m³ und wurde bis zur Stilllegung nachts durch das gleichzeitig erbaute Gruppenwasserwerk Jügesheim über eine Steigleitung aufgefüllt.





Geschichte:

Am 15. Mai 1938 wurde der Wasserturm im Rahmen eines großen Festes, bei dem acht Fanfarenbläser in den offenen Fensterbögen standen, seiner Bestimmung übergeben. Die zu dieser Zeit gleichgeschaltete Presse beschrieb ihn als einmaliges, gigantisches Bauwerk
. Tatsächlich ist der Turm ein Unikat. Eine auch nur annähernd ähnliche Konstruktion aus gemauerten Klinkern gibt es nirgends sonst.

Der Wasserturm versorgte die Stadtteile Dudenhofen, Jügesheim, Hainhausen und Weiskirchen mit Trinkwasser bis 1979. Stärkere Pumpen in den drei städtischen Wasserwerken bei Hainhausen und Jügesheim machten den Turm als Wasserspeicher überflüssig, sodass er trocken gefahren und stillgelegt wurde. Danach geriet er zunächst in Vergessenheit. Als Mitte der 1980er Jahre der Abriss drohte, übernahm 1988 die Stadt Rodgau den Turm vom Wasserzweckverband im Tausch mit dem Hainhäuser Wasserwerk und der Zahlung einer symbolischen Mark und ließ ihn für eine halbe Million DM renovieren. Das Mauerwerk wurde neu verfugt und das Dach neu eingedeckt. Der Turm wird seither vom Verein Freunde des Wasserturms genutzt und erhalten. So wurden die verloren gegangenen Drachenbrunnen rechts und links des Eingangs rekonstruiert und der Wappenstein über der Tür restauriert.

Im Turmzimmer hat man um 1980 einen Nistkasten für Turmfalken angelegt, den diese gerne angenommen haben. Die leeren Tanks dienen Fledermäusen als Winterquartier. Seit 1991 wird der Jügesheimer Wasserturm nachts durch drei Scheinwerfer angestrahlt.


Kurioses:

In den 1950er Jahren war es notwendig geworden, die eiserne Wendeltreppe, die durch den Betonwasserbehälter in das Giebelzimmer führte, zu erneuern, da sie durchzurosten drohte. Man entschied sich für eine Betontreppe, legte die Schalung an und goss die Treppe in einem Stück. Am nächsten Morgen befanden sich deutlich sichtbare Fußspuren eines jungen Menschen in dem jetzt abgebundenen Beton, die nach oben führten. Wohlgemerkt: nach oben, nicht wieder zurück! Aber es befand sich niemand im Turmzimmer und man befürchtete, der Mensch sei in eine der Tanköffnungen gefallen und ertrunken. So schnell es ging ließ man das Wasser vollständig ab, aber es fand sich keine Leiche. Nun untersuchte man die Fußspuren genauer und entdeckte, dass der nächtliche Besucher sehr wohl wieder hinabgestiegen war, rückwärts genau in seinen eigenen Fußabdrücken, die er beim Hinaufgehen hinterlassen hatte. Der Ulk war insofern folgenschwer, als Jügesheim so lange kein Wasser hatte, bis der Behälter wieder einigermaßen gefüllt war. Es kam übrigens nie heraus, wer der Übeltäter war.


Quellen: Wikipedia "Wasserturm Rodgau-Jügesheim" und Freunde des Wasserturms 1986 e.V. (www.wassertorm.de)



Und nun zu Deinen Aufgaben:

um diesen Virtual Cache online loggen zu dürfen, erfülle bitte die folgenden Aufgaben und benutze dann diese Antwortadresse:
Breitecm.Hoehecm.Jahreszahl@gmail.com

1. Messe mit einem Maßband oder Zollstock die Breite des Betonfundaments (in vollen gerundeten cm) am nordöstlichen Tragpfeiler des Turms (siehe Referenzpunkt).



2. Messe die Höhe des Grundsteins (in vollen gerundeten cm) im rechten (von der Eingangstür aus gesehen) Tragpfeiler des Turms.



3. An einer der Drachenstelen findet ihr auf einer Plakette eine schöne Liebeserklärung. In welchem Jahr begegnete sich das dort erwähnte Paar zum ersten Mal?

4. Mache ein Foto von Dir und dem Wasserturm und lade es mit Deinem Logeintrag hoch.



Sende die vor Ort ermittelten Antworten per Email mit Deinem Geocaching Nicknamen im Betreff an die Emailadresse, die sich aus den drei Antworten ergibt: Breitecm.Hoehecm.Jahreszahl@gmail.com (sieht dann so aus: BreiteXX.HoeheXX.XXXX@gmail.com). Die "XX" natürlich noch durch die entsprechenden Ziffern ersetzen. Wenn Deine Antworten richtig sind, erhältst Du automatisch eine Antwortmail mit Logfreigabe.
Da es sich ja um einen virtuellen Cache handelt, appellieren wir an Eure Cacherehre und bitten Euch, das bei Eurem Besuch vor Ort geschossene Foto mit Euch und dem Wasserturm mit Eurem Logeintrag hochzuladen, damit belegt ist, dass Ihr den Wasserturm wirklich besucht habt.

Die Plotinos aus Giesem wünschen Euch viel Spaß am Wahrzeichen Jügesheims!





This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between August 24, 2017 and August 24, 2018. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards on the Geocaching Blog.

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