Aus Rücksicht für die Anwohner diesen Cache nur tagsüber machen!
Voller Freude über diesen Virtuellen Cache wollen wir euch etwas in die Vergangenheit entführen.
In Owingen wurde vor langer Zeit Gips abgebaut und verarbeitet.
Die beiden Stationen liegen weit auseinander und können in beliebiger Reihenfolge gemacht werden.
Die Gipsgrube Owingen
liegt etwa 3,5 km von der Gipsmühle entfernt. Der Steinbruch umfasst ein Gebiet von 2,5 ha und galt auch nach dem Zweiten Weltkrieg als sehr ergiebig. Die Gesteinslage betrug zwischen 12 und 13 Metern. Sie lieferte den Stein, aus dem der Gips hergestellt wurde.
Gips früher und heute
In der Keuperzeit war Deutschland Festland. Infolge der großen Wärme verdampfte das Wasser in den vorhandenen Seebecken. Hierbei wurde auf dem Grund dieser Seen Gips abgelagert. Der Gips ist schwefelsaurer Kalk, der noch reichlich Wasser enthält. Er wird gebrannt, das Wasser entweicht, und das graugrünliche Gestein zerfällt zu Gipsmehl. Der gebrannte Gips nimmt Wasser begierig auf und wird nach kurzer Zeit steinhart. Dabei dehnt er sich etwas aus und eignet sich daher vorzüglich zum Befestigen von Haken und Nägeln im Mauerwerk oder als ärztlicher Gipsverband sowie Stuckverziehrungen und Gipsfiguren. Früher fand Gips hauptsächlich als Düngemittel Verwendung. Früher glaubte man, dass das gipshaltige Gestein im Boden die Tiere auf der Weide vor Seuchen bewahrt.
Der Gips ist ein Mineral, das sich aus Kalk, Schwefelsäure und Wasser zusammensetzt und wird deshalb auch als schwefelsaurer Kalk bezeichnet. Der Gips besitzt eine Reihe von Eigenschaften, die ihm die verschiedensten Verwendungsmöglichkeiten verschaffen. Im Bauwesen braucht ihn der Gipser, um die Häuser zu verputzen, um Gipsdielen herzustellen und kunstvolle Stukkaturen zu gestalten. Der Künstler formt aus ihm Figuren und Abgüsse aller Art. Der Chirurg verwendet ihn zur Herstellung von Verbänden. In der Technik dient er vielfach als Füll- und Farbstoff. Der Landwirt benützt ihn zum Düngen seiner Felder.
Auch in Owingen begann man zu Anfang des vorigen Jahrhunderts die reichen Gipsschätze zu heben, die in den Gipskeuperhügeln zu beiden Seiten des Eyachtales verborgen lagen, um sie der gipshungrigen Landwirtschaft zuzuführen. Das Gipswerk der Gebrüder Häusel in Owingen, das im Jahre 1806 angelegt wurde, hat sich bis heute (Stand/ Bericht von 1954) erhalten. Es ist das einzige Werk dieser Art nicht nur in Hohenzollern, sondern in ganz Süddeutschland, das in die alte und erste Blütezeit der Gipsgewinnung zurückreicht. Bis zum Jahre 1906 widmete es sich der Herstellung von Düngergips, dann stellte es sich auf Bau- und Putzgips um. Das Rohmaterial wird in der stattlichen Gipsgrube nordöstlich von Owingen durch Sprengung im Tagbau gewonnen und durch Lastkraftwagen zu dem Gipswerk gebracht, das in landschaftlich schöner Lage am Austritt des Mittels- und Lützelbaches in die Talaue der Eyach, unweit der alten Owinger Weilerkirche, liegt. Dort werden die größeren Gipssteine zunächst zerkleinert und dann in einem Spezialbrennverfahren 78—80 Stunden gebrannt. Der so gewonnene Baustoff kommt unter dem Namen „Häusels Zollergips" in den Handel und findet in weitem Umkreis guten Absatz, der sich im Jahr auf 2000—3000 Tonnen beläuft. Das Werk beschäftigt über ein Dutzend Arbeiter.
Die Gipsmühle Owingen
Schon 1806 stand am Mittelsbach eine Gipsmühle. Eine zweite stand im Dorf an der Stelle, wo sich heute die Volksbank befindet. Bis 1906 wurde nur Düngergips produziert, welcher als Kalkdünger auf den Äckern verstreut wurde. Danach wurde dann der erste Baugips hergestellt. Im Ersten Weltkrieg war die Gipsmühle still gelegt und wurde unmittelbar danach mit neuen Motoren ausgestattet. In den folgenden Jahren wurde der Betrieb weiter modernisiert und durch die Anschaffung von Kraftfahrzeugen das Absatzgebiet erweitert (Hechingen, Balingen, Sigmaringen). Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Gipsmühle erneut still gelegt (1933-1946). Als die Produktion wieder aufgenommen wurde, konnte man Gips nur gegen Abgabe von Holz erwerben, da die Kohlevorkommen knapp waren. Die Nachfrage stieg, weshalb ab 1948 bis in den Großraum Stuttgart geliefert wurde.
Wie jede Gipsmühle hatte auch diese hier ein durch Wasserkraft getriebenes Stampfwerk. Schwere Balken, die unten meist eisenbeschlagen waren, wurden durch das Räderwerk abwechselnd und in rascher Folge etwa 50 cm in die Höhe gehoben. Die fallenden Balken zertrümmerten die Gipssteine. Mit Schaufeln schöpften Arbeiter die zerkleinerten Steine immer wieder unter die senkrecht fallenden Balken, bis die Steine in eine staubartige Masse verwandelt waren, die anschließend noch gesiebt wurden.
Landwirte kauften das Gipsmehl und streuten ihn als Kalkdünger auf die Kleeäcker. Die Erfindung der wertvolleren künstlichen Düngemittel brachte den Betrieb der Gipsmühlen zum vollständigen Erliegen.
Der gebrannte Gips findet heute als Baustoff eine vielseitige Verwendung: die Gipslager stellen daher auch in der Neuzeit noch einen ansehnlichen Wert dar (Stand/ Bericht von 1954). Aktuell fällt bei der Rauchgasentschwefelung der Abgase z. B. von Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen oder Großmotoren soviel REA-Gips an, dass diese Lager im Moment nicht gebraucht werden (Stand 2018).
Der Zahn der Zeit und die Natur haben von der früheren Geschäftigkeit nicht viel übrig gelassen. Der Turm der Gipsmühle beinhaltet keine alten Werkzeuge oder Maschinen mehr. In der Gipsgrube steht noch eine alte Mahl- und Brechmaschine und ein kleines betoniertes "Häuschen" an einem vermutlichen Rundweg durch das Gelände, was im Dschungel des Sommers kaum zu erkennen ist.
(Quelle: Wikipedia, Hohenzollerischer Geschichtsverein und "Owingen - Geschichte und Geschichten unserer Gemeinde")
Um diesen Cache loggen zu können müssen die Koordinaten besucht und die folgenden vier Fragen beantwortet werden. Alle Fragen können von den öffentlichen Wegen aus beantwortet werden.
Bei der ehemaligen Gipsmühle steht ein Turm:
1) Steht der Turm vor oder hinter dem Haus, wenn man vom Parkplatz her kommt
2) gegenüber vom Turm steht ein Pfosten mit einem gelben Wanderzeichen. Welche Form hat es?
Gipsgrube: hier kann am Straßenrand geparkt werden
3) Was steht in großen Buchstaben auf der Lehne der Bank?
4) Wann wurde die Bank aufgestellt?
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Virtual Reward - 2017/2018
This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between August 24, 2017 and August 24, 2018. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards on the Geocaching Blog.