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Historisches in Schiebock #7 Das Kinowesen Letterbox Hybrid

Hidden : 8/25/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

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Geocache Description:


Teil 7 – Die Entwicklung des Kinowesen



Wie auch in anderen Städten wurde auch hier am Anfang des 20. Jahrhunderts das erste Kinomatographentheater eröffnet.


Hintergrund Entstehung
In Bischofswerda gab es an drei Standorten mehrere Kinos (Hier wird nur auf die belegbaren verwiesen - Es könnten aber auch mehr gewesen sein).
Für die Leute der damaligen Zeit war es etwas besonderes ein Kinomatographentheater zu besuchen, meist war so ein Kino nur ein kleiner Raum mit einigen Stühlen. Hier befand sich eine Leinwand und ein Bildprojektor, welche vom Eigentümer kommentiert wurden.
Nach und nach wurden die Vorstellungsräume größer und zum Teil mit Klaviermusik begleitet.
Die Filme wurden nicht zentral ausgegeben, sondern mussten von jedem Besitzer selbst versorgt werden. Für jeden dieser Filme musste eine Genehmigung vom Stadtrat eingeholt werden, dieser entschied ob der Film ausgestahlt werden darf oder nicht. Zum Beispiel bei dem holländischen Film "Die weiße Sklavin" wurde entschieden, dass dieser nicht von schulpflichtigen Kindern angesehen werden durfte.


1. Lichtspiele Bahnhofstraße/K.-Liebknecht-Straße

Weltkino [1910-19??]
Das Hotel König Albert - heute das Polizeipräsidium.
Am 2.November eröffnete Herr Starke, der Gastwirt des Hotels, ein Kinomatographentheater. Ein halbes Jahr später wurde das Kino von Wilhelm Schöpke käuflich erworben und gab ihm Namen Welt-Kino.
Vorgeführt wurden Dramen (z.B. "Wir wollen sterben"), Komödien und Humoresken (z.B. "Zwei Seelen, ein Gedanke"), Naturaufnahmen (z.B. "Löwenjagd"), Tonbilder (z.B. "Die liebliche Rose") und Kinderfilme.
Johannes Schneider und Fanni Pöckl führten die Vorstellungen im König Albert von 1912 bis 1919 weiter.

Kammer-Lichtspiele [1924-1950]
Bevor 1924 die Kammer-Lichtspiele eröffnet wurde, gab es an diesem Platz schon das eben erwähnte Welt-Kino. Vermutlich wurden die Kammer-Lichtspiele in dem großen Konzert- und Ballsaal des Hotel König Albert eingerichtet.

Volkslichtspiele, zuerst Kreislichtspiele [1952?-2012]
Das Gebäude ist ein Teil des ehemaligen Hotels (heutiges Polizeipräsidium). Hierzu wurde der große Ballsaal zu einem Kino umgebaut.
In Bischofswerda kannte ihn so gut wie jeder – den kleinen Mann mit viel Kunstverstand und Sensibilität, der für „sein“ Kino lebte, obwohl es ihm nie wirklich gehörte. 1966 kam Wolfgang Ihle zu den Volkslichtspielen, ab 1970 war er dort hauptberuflich angestellt, wurde Theaterleiter. Nach der Wende pachtete er das Kino. Für rund 770 000 Euro investierte er in Technik und Ausstattung, schaffte in den 90er-Jahren beispielsweise die knapp 300 Sessel an, die 2017 beim Ausverkauf im Filmtheater für wenig Geld verhökert wurden. Bis zum Jahr 2004 hatte er das Kino geführt. Als er zunächst die Pacht und dann gar nicht mehr zahlen konnte, gab er auf. Kein Einzelschicksal. In jenem Jahr gingen deutschlandweit 200 Kinos pleite.
„Ich hab’ meins versucht“, sagte er vor einem Jahr im Gespräch mit der SZ. „Was mir an der Schließung leid tut, wir waren ein ideales Kinder- und Jugendkino.“ 40 Prozent Kinder und Jugendliche unter den Besuchern, das war selbst in Dresden und Berlin bekannt und führte dazu, dass das Kino in Bischofswerda fast jeden Kinder- und Jugendfilm als eines der ersten zeigen durfte. Wolfgang Ihle kannte so gut wie jeden Kinofilm, und er war glücklich, wenn er auch für Erwachsene einen Bundesstart nach Bischofswerda holen konnte. In der Branche war das nicht selbstverständlich.
Im Jahr 2012 wurde das Kino geschlossen. Wolfgang Ihle gehörte zu jenen Bischofswerdaer Bürgern, die es retten wollten, beispielsweise durch die Gründung eines Vereins. Das Vorhaben scheiterte vor allem an den hohen Investitionskosten. Bis heute steht das Gebäude leer.


2. Lichtspiele am Mühlteich

Kino-Salon [1913-1916]
Die Direktion Preusche eröffnete am Mühlteich Nr.1 den Kino-Salon. Der Raum fasste 400 Personen und war massiv und modern ausgestattet.
Dargeboten wurden Dramen (z.B. „Unverwirklichte Träume“), Humoresken (z.B. „Fritzchens Bild“), Naturaufnahmen („Kuriositäten des Ozeans“) und Kinderfilme.

Bischofswerdaer Lichtspiele [1916-1925]
Hermann Gnauck meldete die Bischofswerdaer Lichtspiele als neues Kinomatographentheater am Mühlteich Nr. 1 an, daraus lässt sich schließen, dass zuvor der Kino-Salon geschlossen wurde. Neun Jahre später wurde das Kino allerdings wieder abgemeldet.

Olympia-Lichtspiele [1925-19??]
Am selben Tag wurde das Kino von Kurt John, aus Pulsnitz stammend, übernommen und in Olympia-Lichtspiele umbenannt. Der Inhaber hoffte unter neuem Namen die Besucher weiterhin mit gutem Programm zu unterhalten.
Die weitere Entwicklung der Lichtspiele ist nicht bekannt.
Heute befindet sich eine Fahrschule in dem Gebäude


3. Lichtspiele Altmarkt

Sonnenlichtspiele [1921]
Zu diesem Kino ist nichts bekannt, nur das es im Jahre 1921 am Altmarkt 25 dieses Kino gegeben hat. (Im Gebäude des ehem. Hotel Goldener Engel)
Heute steht das Gebäude leer, es gab Pläne für einen Umbau, diese wurden vorerst auf Eis gelegt




Nun zum Cache:


Wie auch beim Vorgänger aus Dresden müsst ihr an den ehemaligen Kinos Maß nehmen, daher ist ein geeignetes Messinstrument mitzubringen.
Was gemessen werden soll steht in den Wegpunkten - siehe auch Mess-Spoiler.
Der ermittelte Wert in Dezimeter ist auf- oder abzurunden, sodass keine Nachkommestelle vorhanden ist.

Hier zwei Beispiele: Ihr messt 123cm oder 1,23m = 12dm | 87cm oder 0,87m = 9dm

N51° 07.((A+B+C)*E+F-D) E014° 11.(D*D)



Hinweise:

  • Der Stempel bleibt - wie bei einer Letterbox üblich - im Cache
  • In den jeweiligen Wegpunkten findet ihr die Frage, was vor Ort ermittelt werden soll, Mess-Spoiler beachten
  • Dem ein oder anderen wird das Finale bekannt vorkommen ;)
  • Bitte Maßband oder Zollstock mitbringen!
  • Der Zeitaufwand vom 1. Wegpunkt bis zum Finale zu Fuß beträgt 30 bis 45 Minuten
  • Diese Runde kann ganzjährig absolviert werden
  • Diese Tour ist nicht rollstuhltauglich, da das Finale abseits der Wege liegt
  • Am Finale bitte auf Muggel achten und nicht Nachts suchen
  • Bitte keine spoilernden Logs oder Bilder, es sollen alle ihren Spaß haben

Caches dieser Serie:







Geschichtliche Quellen

Stadtarchiv BIW - mit einer Belegarbeit von K. Strobel und S. Vieluf
Kino-Wiki
Beitrag aus der Sächsischen Zeitung

Additional Hints (Decrypt)

Fpunhg zny nz Znfg anpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)