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Historisches in Schiebock #9 Ehemalige Mühlen Mystery Cache

Hidden : 8/3/2019
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Teil 9 – Die ehemaligen Mühlen



Wie auch in anderen Orten gab es früher Wasserkraftnutzung durch Mühlen

Die Daten zu den Mühlen in Bischofswerda wurden aus den Beiträgen "Gewässer und Mühlen um Bischofswerda" übernommen. Die Beiträge wurden 1980 un 1988 in der Sächsischen Zeitung veröffentlicht und stammen von Roland Paeßler, Ortschronist und Heimatforscher aus Bühlau. Frau Schäfer, Ortshronistin von Bischofswerda, hat bei ihren Nachforschungen in den unterschiedlichsten Chroniken und Aufzeichnungen zur Stadt Bischofswerda weitere Erkenntnisse gewonnen, diese wurden mit eingearbeitet. Man muss den Wesenitzlauf der damaligen Zeit, der nicht mehr 100%tig nachvollziehbar ist, berücksichtigen. Man geht davon aus, dass beim Bau der Eisenbahnstrecken der Lauf verändert wurde.

1. Fischermühle (OT Belmsdorf)
Erste urkundliche Erwähnung: 1839

Friedrich August Mai ließ die Mühle um 1839 erbauen, 1848 ging sie an Johann Georg Körner und 1860 an Ernst Gotthelf Weber über. 1887 wurde sie durch Heinrich Wilhelm Fischer gekauft und vollständig erneuert. Um 1900 wurde eine Brotbäckerei an die Mühle angeschlossen. Die Mühle wird seitdem Fischermühle genannt.

Mit Schreiben vom 23. Juni 1913 bittet der Mühlenbesitzer Fischer die Königliche Amtshauptmannschaft Bautzen um "Genehmigung der Elektr. Kraftanlage in der Mühle Belmsdorf Nr. 41" zum Betreiben der Mahlmühle. Bereits am 30. Juni 1913 erhält Fischer die Genehmigung zum Betreiben eines 15 PS-Elektromotors:
"Zu der Aufstellung eines Elektromotors von 15 PS in dem Grundstücke 41 der Ortsliste zu Belmsdorf wird Ihnen hiermit Genehmigung unter dem Vorbehalte des jederzeitigen, einen Entschädigungsanspruch nicht begründeten Widerrufes … erteilt…"

Mit Protokoll vom 18. Oktober 1913 schätzt die Königliche Gewerbe-Inspektion ein:
"Die Besichtigung der Elektromotoranlage gab zu wesentlichen Anordnungen nicht Anlass." 1922 stellte Fischer an das Wasseramt den Antrag, anstelle des unterschlächtigen Wasserrades eine Francis-Turbine mit einer Leistung von 15 PS einzubauen. Dafür musste das Wehr umgebaut werden. Die Brotbäckerei wurde 1924 in ein besonderes Bäckereigebäude mit Dampfbacköfen verlegt.

Im Oktober 1925 äscherte ein Schadenfeuer das Mühlengebäude vollständig ein, das im folgenden Jahr, mit neuzeitlichen Maschinen ausgerüstet, wieder aus den Trümmern entstand und wohl der modernste Mühlenbetrieb des oberen Wesenitztales war.

Nach dem Tod von Heinrich Wilhelm Fischer ging die Mühle 1929 in den Besitz der Erben Otto Heinrich Fischer, Hedwig, verehelichte Beck und Martha Elisabeth verehelichte Schmelzer über.

Am 8. Februar 1932 wird das Unternehmen in "Fischer und Co. Mühle umbenannt. Die Besitzer sind Gustav Julius Beck ( 1895 – 1963) und Otto Heinrich Fischer (1894 – 1960).

Bis 1951 gehörte die Mühle zu je 50 Prozent den Familien Beck und Fischer. Zu dieser Zeit verkauften Beck's ihren Anteil an den Rat der Stadt Bischofswerda.

Um 1953 wurde der Mahlbetrieb stillgelegt, vier Jahre später ging die gesamte Mühle in den Besitz des Rates des Kreises Bischofswerda über und wurde dem VEB Back- und Fleischwaren Pulsnitz angeschlossen.

In den Jahren 1957 bis 1960 wurde der Mühlenkomplex zum Konditorei- und Backwarenbetrieb umgebaut und übernahm im Mai 1960 die Produktion. Dabei wurden auch alle Anlagen der alten Brotbäckerei entfernt. Der Betrieb versorgte die Kreise Bischofswerda, Bautzen, Kamenz und Sebnitz mit Frischbackwaren.

1966 erfolgte eine Änderung der Verantwortlichkeit, indem der Betrieb dem Rat des Bezirkes Dresden unterstellt wurde, eine weitere im Jahre 1968 mit der Eingliederung in das VE Backwarenkombinat Dresden.

Von 1971 bis 1974 wurden an das Mühlengebäude ein Lager, ein Heizhaus sowie eine 132 m lange Produktionshalle für eine halbautomatische Rühr- und Schnittkuchenlinie angebaut, die erste ihrer Art in der DDR, deren Übergabe am 31. Oktober 1974 erfolgte. Der Mechanisierungsgrad stieg von 30 auf 85 Prozent. Im Zwei¬Schicht-System konnten täglich 120.000 Rührkuchen und 60.000 Stück Schnittkuchen produziert werden, die auch für die Belieferung der Kreise Dresden, Görlitz und Pirna bestimmt waren.

Zwischen dem 20. 0ktober und dem 15. Dezember 1979 verließen täglich 4500 Stollen den modernen Netzbandofen. Zwei Drittel der Stollen gingen in die Kreise Bischofswerda, Kamenz, Bautzen und Sebnitz, der Rest wird als "Original Christstollen aus Dresden" nach Dresden und Berlin geliefert.

Im Juli 1990 erfolgte die Privatisierung des Betriebes, in dessen Ergebnis die Lausitzer Bäckereien GmbH hervorging, Gesellschafter wurde die Treuhand.

Im Mai 1992 kaufte ein gewisser Schüßer aus Berlin das Objekt. Seitdem war die leerstehenden Produktionsräume dem Vandalismus ausgesetzt. Es zeigt sich bis heute ein Bild der Verwüstung.

2. Mahl- und Schneidemühle (OT Belmsdorf)
Erste Erwähnung: 1586

Auf diese Mühle sind wir bereits im Cache HiS #4 OT Belmsdorf eingegangen.

3. Hauckwitzmühle Bischofswerda
Erste urkundliche Erwähnung: 1423

Im Jahr 1400 verkauften die Herren von Hauckwitz die Mühle und das Rittergut an die Stadt Bischofswerda, 1423 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt und ging in bischöflichen Besitz über.
1569 kaufte der Rat der Stadt die Mühle für 850 Gulden und verpachtete sie an Gregor Knacksuß. In den Jahren 1581 und 1681 wurde sie neu aufgebaut.
Vermutlich wurde sie später für andere Funktionen weiter genutzt. In dem ehemaligem Mühlgraben wurde das erste Freibad von Bischofswerda eingerichtet.

4. Galckmühle Bischofswerda
Erste Erwähnung: 1410

1410 hat der Besitzer Peter Galck geheißen. Noch im gleichen Jahr ließ der Bischof einen Teich anlegen, welcher sich bis zur Mühle staute, sodass sie nicht mehr arbeiten konnte. 1498 legte der Erbe Mathes Müller Beschwerde beim Rat der Stadt ein, welcher den Bischof zu Schadensersatz verurteilte. Kurz darauf kaufte er die Mühle.
1819 war die Mühle noch in einer Karte verzeichnet.

5. Stadtmühle Bischofswerda
Erste urkundliche Erwähnung: 1423

1428 gehörte die Mühle dem Stift Meißen, der Bischof Johann der V. verkaufte sie noch im gleichem Jahr an Hans Küchenmeister. Später bekam der Stift Meißen die Mühle zurück.
Bischof Johann der VI. von Salhausen verkaufte sie um 1491 an die Stadt Bischofswerda.
In der Karte von 1783 ist die Mühle neben dem Badertor eingezeichnet. Beim großen Stadtbrand 1813 brannte sie vollständig nieder, kurz darauf folgte der Wiederaufbau.
1820 verkaufte der Rat der Stadt die Mühle an Herrn Weinert, zwei Jahre später kaufte sie der Tuchfabrikant Herrmann und Söhne und richtete eine Wollspinnerei darin ein. Seit dem war der Mühlenbetrieb eingestellt und der Wasserantrieb wurde für die Textilmaschinen genutzt.

6. Brettmühle Bischofswerda
Erste Erwähnung: 1566

Nach der historischen Beschreibung der Stadt Bischofswerda, aus dem Jahre 1713, ist die Mühle 1566 erbaut worden. Die Brettmühle war eins der wenigen Häusern, welches nicht dem Stadtbrand von 1813 zum Opfer fiel.
1814 kaufte die Stadt Bischofswerda die Mühle. Acht Jahre Später kaufte der Tuchfabrikant Herrmann und Söhne das gesamte Gelände an der Stolpener Straße samt Mühle.
1837 war sie noch in Betrieb, 1850 entstand an ihrem Standort ein Lagerhaus und 1873 das Herrmannstift.
1992 wurden hier Reste des Wehrs gefunden.

7. Walkmühle Bischofswerda
Erste Erwähnung: 1420

1670 wurde die Walkmühle von der Stadt neu erbaut und dem Tuchmacherhandwerk überlassen. 1817 wurde die vor einigen Jahren neu erbaute Mahl- und Walkmühle verkauft, 1874 erfolgte wieder ein Besitzerwechsel, dieses Mal stand sie zur Versteigerung. 1895 hatte der Pächter der Mühle Friedrich Herrmann Roch, der letzte Müller der Stadt Bischofswerda, das Gewerbe "Müllerei und Bäckerei" abgemeldet. 1899 will der Stadtrat die Mühleneinrichtung verkaufen. Ein Jahr später ging das Wahrzeichen "Alte Walke" in Flammen auf.

8. Wiesenmühle Bischofswerda
Erste Erwähnung: 1771

1771 wurde sie als Kommunaleigentum des Amtes Stolpen erwähnt. 1791 war Carl Gottlob Maxen Eigentümer der Mühle. Sie wurde 1865 von Tuchmachern gekauft, die oberhalb der Wiesenmühle eine Weberei erbauten. 1873/74 stand das Areal schon wieder zum Verkauf und wurde von Meier als Möbelfabrik umgebaut und genutzt. Die Mühle selbst wurde vermutlich eine zeit lang als Schneidemühle weitergenutzt.

9. Hentschelmühle (OT Weickersdorf)
Erste Erwähnung: 1687

1687 verkaufte der Rat der Stadt die Walkmühle an die Tuchmacherinnung. Um 1800 betrieb Christian Gottlob Friedrich als Besitzer oder Pächter die Mühle.
1829 kaufte die Tuchmacherinnung den Besitz von Gnauck. 1875 kaufte August Hermann Nitzsche das Grundstück mit allen Gebäuden. Noch im gleichen Jahr kaufte Friedrich Adolph Hentschel den Besitz, er baute sie von eine Walk- in eine Mahlmühle um.
Nach dem Tod von Hentschel ging der Besitz 1893 an seine Frau Auguste Wilhelmine über. 1900 wurde eine Bäckerei angebaut. 1906 ging die Mühle und Bäckerei an Arthur Richard Hentschel über.
Um 1948 wurde die Bäckerei, 1956 wurde die Mühle stillgelegt. 1987 zog die letzte Bewohnerin Thea Hentschel aus, seid dem steht sie als Geisterruine in der Landschaft. 2002 übergab eine Erbengemeinschaft den Besitz an die Stadt Bischofswerda.




Nun zum Cache:


Ihr findet hier ein Sudoku, leider sind nicht alle notwendigen Felder ausgefüllt.
Begebt euch zu den Wegpunkten und setzt die fehlenden Werte ein.
Dann erhaltet ihr die Ziffern und könnt das Finale berechnen:

N51° (A).(B)(C)(D)
E014 (E+F).(G)(H)(J)



Hinweise:

  • In den jeweiligen Wegpunkten findet ihr die Frage, was vor Ort ermittelt werden soll
  • Am besten lassen sich die Wegpunkte mit dem Fahrrad abfahren
  • Diese Runde kann ganzjährig absolviert werden, das Finale ist bei einer Schneedecke schwer zu finden
  • Alle Punkte können mit dem Rollstuhl erreicht werden, allerdings liegen diese ein gutes Stück auseinander - am Finale benötigt ihr in jedem Fall Unterstützung
  • Bitte keine spoilernden Logs oder Bilder, es sollen alle ihren Spaß haben
  • Am Finale bitte auf Muggel achten - diese könnten aus dem Nichts kommen





Caches dieser Serie:







Geschichtliche Quelle:

Ortschronist von Belmsdorf
Das Mühlenbuch von Werner Roscher
Das Mühlenbuch von Frank Nürnberger
(Beide Bücher haben einen Großteil ihrer Informationen aus dem unveröffetlichtem Werk des Günther Rapp)

Additional Hints (Decrypt)

[FN - siehe Spoilerbild]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)