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14 đŸŒČ Alle Jahre wieder ... Mystery Cache

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Ernschdla: Alle Jahre wieder ... wird es Ostern.
Damit ab ins Archiv. - Der Christbaum ist ja seit spĂ€testens MariĂ€ Lichtmeß auch aufgerĂ€umt. [;)]

Herzlichen Dank fĂŒr die netten Nachfragen und Logs!
Vielleicht bis nÀchstes Jahr,
Toni

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Difficulty:
4.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Wichtelgedicht



 oder: jedes Jahr dasselbe

Eben war noch Sommerurlaub und schon droht die Vorweihnachtszeit. Und damit geht es wieder ans schenken.

Red Herring

„Schlimmer noch, vierundzwanzig Mal schenken und das bis zum finalen showdown!“, dachte sich Erwin, als ihm dieses Jahr die Aufgabe zufiel, den Adventskalender aus vierundzwanzig handgeknĂŒpften BiojutesĂ€ckchen zu fĂŒllen, der dem liebreizenden Einzelkind am ersten Dezember zu kredenzen war.

„Petra hatte es letztes Jahr noch einfach,“ erinnerte sich der zwangsverpflichtete Konsument, „da ging die Kleine noch in die achte Klasse!“ Beinahe noch kindlich war sie zufrieden mit kleinen Buntstiften, Daumenkino, ab und zu was SĂŒĂŸem und einem Pixi-Buch vom Flohmarkt, das sie an ihre frĂŒhe Kindheit erinnerte. Aber in diesem Jahr? Schon die Klamotten, welche die Kleine seit dem letzten Sommer trug, widerten ihn an. Enge Beinkleider mit Löchern, welche die giraffösen ExtremitĂ€ten noch betonten, der Bauchnabel musste grundsĂ€tzlich öffentlich sichtbar sein, mangelnde Oberweite wurden mit Einlagen hingeschummelt, die immer wieder der Waschmaschine zum Opfer fielen und vom Gesicht bröckelte das alte Makeup der Freundin derart, dass sich jeder Maurer dafĂŒr geschĂ€mt hĂ€tte.

Egal. Die SĂ€ckchen waren zu fĂŒllen! Von seinem eigenen Stil konnte er sich selbstverstĂ€ndlich absorbieren. Seine Idee war schlicht genial. Da gab es doch bei diesem Drogeriemarkt die Regalreihe mit den kleinen Proben. Naja, nicht richtige Proben, sondern eben nur Miniaturen von Großpackungen. Sollten doch perfekt in die Beutelchen passen. Ein PĂ€ckchen Duraplast lag neben dem Haarfestiger, Babycreme, Intensivreinigung fĂŒr das junge Gesicht neben einem FingernagelhĂ€rter. Vom Concealer legte Erwin drei in den Einkaufskorb; die waren fĂŒr ihn selbst. Petra bemĂ€ngelte schon lĂ€nger, dass seine Augen recht mĂŒde wirkten. Mit der Adventskalenderausrede wĂŒrde war es auch fĂŒr ihn möglich dieses Zaubermittelchen zu erwerben, ohne an der Kasse schrĂ€g angesehen zu werden. Perfekt! Beim Rest wurde Erwin wahllos. Verschiedene bunte Duschgels, Shampoos, Makeups und Lippenbalsam wanderten in den Korb. Ohne Probleme kam er mit allem durch die Kasse. Beinahe meinte er, sowas wie Anerkennung in den Augen der Angestellten bemerken zu können.

Auf dem Heimweg wollte Erwin unbedingt noch in die Moritzkirche. Eine Kollegin hatte ihm begeistert von John Pawson Neugestaltung erzĂ€hlt. Weit kam er nicht. Eine Andacht ĂŒber „The power of Love“ hinderte ihn. „Das ist jetzt katholisch?“, wunderte er sich und schlich wieder raus. Vor der Kirche hatte sich mittlerweile eine Gruppe von MĂŒttern mit ihren Sprösslingen versammelt. In Kunstschaffell gekleidet und mit Blockflöten bewaffnet, versuchten sie sich an einem „Kommet ihr Hirten“, um fĂŒr das Tierheim zu sammeln. „SĂŒĂŸ aber unglaublich schrĂ€g!“ schĂŒttelte es Erwin. „Egal, ist ja fĂŒr einen guten Zweck.“ Uns so endete die Einkaufstour mit einer Spende. Erwin war völlig mit sich und den Ergebnissen zufrieden.

 

(Christ)Kind

 

Erwin war ein vielbeschĂ€ftigter Ingenieur. Konstruieren, planen, organisieren und erledigen beruhigte ihn. So war es fĂŒr ihn naheliegend, sich schonzehn Tage spĂ€ter um die Geschenke fĂŒr Frau und Tochter zu kĂŒmmern. Resturlaub musste eh noch abgefeiert werden. Bis zur entscheidenden KW war noch genug Zeit, um gekauftes nochmal umzutauschen oder zusĂ€tzliches zu erwerben. Die Grundlage musste stimmen, das wĂŒrde ihn beruhigen. Dann konnte kommen, was da wolle.

Es fĂŒhlte sich an wie ein kleiner Sieg ĂŒber die Zeit, als er mitten unter der Woche erneut in die Stadt aufbrach. TatsĂ€chlich war nicht viel los in der Stadt. Nur die ĂŒbliche Menge an Kunden und Touristen bevölkerte die Straßen und GeschĂ€fte.

Im Unterschied zu seinem letzten Einkaufstag war Weihnachten nun vollstĂ€ndig ausgebrochen; kein Schaufenster ohne Sterne, Tannenzweige und Kunstschnee. Und jedes GeschĂ€ft buhlte mit Weihnachtsliedern um die Kundschaft. In der Eisdiele wurden Lebkuchen mit „Stille Nacht“ verkauft, durch „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ ging Brot wohl besser ĂŒber die Theke und selbst beim PizzabĂ€cker am Kö klingelte „Rudolph the rednosed reindeer“ mit seinem Schlitten. Erwins Besuch in der Buchhandlung dauerte nur von „Ihr Kinderlein kommet“ bis „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“. Der neue Historienroman von Ken Follett fĂŒr die stillen Tage war schnell gefunden. „Ob es dazu eine neue Pfeife gibt?“, sinnierte Erwin vor dem Schaufenster des MĂ€nnerladens. Der Beschluss, mit Petra in den nĂ€chsten Tagen „zufĂ€llig“ hier vorbei zu kommen, war schnell gefasst.

Beinahe hĂ€tte er ein schlechtes Gewissen bekommen, da er bisher nur an sich gedacht hatte. Aber auch hier half ihm sein zuvor zurechtgelegter Plan. Es war klar, dass er nur auf dem Handwerkermarkt etwas Passendes finden wĂŒrde. Mit einer Schafswurstsemmel und einem HeidelbeerglĂŒhwein ging es die StĂ€nde entlang. Bei den Wollsocken musste Erwin lĂ€cheln; die Werbung des schwedischen Möbelherstellers bekam er seit Wochen nicht mehr aus dem Kopf. Damit fielen irgendwie auch alle Filzwaren weg. Die Holzbrettchen gefielen ihm seit Jahren. Aber davon stapelten sich schon viele in den KĂŒchenschrĂ€nken. LedertĂ€schchen und Taschen schienen eher auf einen Mittelaltermarkt zu gehören. Die feinen Seifen konnten missverstanden werden.

So blieb am Ende nur der Silberschmied. „Ein klassisches Geschenk, warum nicht?“ Erwins Wahl fiel nach kurzer Suche auf einen schmalen Armreif mit keltisch anmutenden Verzierungen; fĂŒr Petra. FĂŒr die Kleine gab es zwei Ohrstecker mit Ă€hnlichem Design. Beides nicht eben billig aber schön. Auf dem Heimweg durfte er den Gutschein fĂŒr das Ohrlochstechen nicht vergessen. Sonst wĂ€ren die Stecker ja sinnlos.

Erwin war zufrieden. Genau so war es geplant. Ob seine Geschenke gefielen? Bestimmt! Ein GlĂŒhwein durfte es noch sein.

Nord + A // Ost – B

Additional Hints (Decrypt)

ireurvßhatfibyy svany: 61/119/135 …

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)