Höferburg
Geschichte:
Urkundliche Nachrichten, die Aufschlüsse über den Zeitpunkt der Errichtung oder die Initiatoren der Burggründung geben könnten, fehlen. Bei der Bezeichnung "Höferburg" handelt es sich um einen Notnamen, der sich von dem im Wisserbachtal gelegenen Höferhof herleitet. Als Gründer der Burg kommen wahrscheinlich die Edelherren von Arenberg in Betracht, die als Vögte der Abtei Werden a.d. Ruhr im Raum Friesenhagen agierten. Des weiteren könnte es sich um die Stammburg der mit den Arbenbergern verwandten Edelfreien von Kappenstein handeln, die im zweiten Jahrzehnt des 13. Jhs. in Merten an der Sieg begütert waren. Infolge der Erbteilung im Hause Arenberg Mitte der 1230er Jahre und der Gründung der Burgen Schönstein und Wildenburg könnte die Höferburg aufgegeben worden sein. (Jens Friedhoff)
Bauentwicklung:
Die bauliche Abfolge der Burg ist lediglich im Zuge einer noch ausstehenden archäologischen Untersuchung der Anlage zu klären. Anlagetypus und Baubefund (Reste von Fischgrätmauerwerk) legen eine Datierung ins Hochmittelalter nahe. (Jens Friedhoff)
Baubeschreibung:
Die etwa 120 m lange und durchschnittlich 20-30 m breite, zweiteilige Burg wird von dem nach Süden leicht ansteigenden Gelände durch einen doppelten Abschnittsgraben getrennt. Auf dem nach N anschließenden Plateau von 48 x 28 m befand sich die Vorburg. Die von bis zu 12 m hohen Wällen umgebene Hauptburg nimmt eine unregelmäßig ovale Fläche von 18-20 m Durchmesser ein. Reste von in Fischgrätmauerwerk aufgeführten Mörtelmauerwerk. (Jens Friedhoff)
Hauptdaten
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weitere Namen:
Alte Burg, Helmertsburg
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Staat:
Bundesrepublik Deutschland
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Bundesland:
Rheinland-Pfalz
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Region:
Siegerland
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Kreis:
Altenkirchen
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Stadt / Gemeinde:
Friesenhagen
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Gemarkung / Ortsteil:
Höferburg
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Typ:
Burg
Sonstiges
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Klassifizierung:
Burgstall
Bodendenkmal
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Funktion Rechtsstellung:
Dynastensitz
Herrschaftsmittelpunkt
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Kurzansprache:
Vermutliche Dynastenburg der Herren von Arenberg, im 13. Jh. Aufgegeben.
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Höhenlage:
Gipfel-Bergkuppe
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Lagebeschreibung:
Südwestlich von Friesenhagen über dem Wisserbachtal.
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Datierung-Beginn:
1.H.13.Jh.
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Datierung-Ende:
1.H.13.Jh.
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Erhaltung - Heutiger Zustand:
Geringe Reste
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Erhaltung - Kommentar:
Von der zweiteiligen Anlage blieben das Grabensystem, die bis zu 12 m hohen Wälle und im Bereich der Hauptburg verstürzte Ringmauerzüge erhalten
Mit freundlicher Genehmigung
der Ebidat-Die Burgdatenbank (www.ebidat.eu) und Dr. Jens Friedhoff
Der Cache (Petling) befindet sich außerhalb der Ruine, da sich dort des öfteren Kinder zum "turnen" treffen und der Cache dort zur leichten Beute werden könnte.
Auf dem Weg dorthin und auch vor Ort befinden sich eine Menge Hochsitze, eigentlich kein Problem aber in der Jagdsaison sollte man mit etwas mehr Vorsicht durch den Wald laufen
Viel Spass wünscht Team Deheem
Edit 01.2018: Ich bin dem Hinweis bezüglich ein paar Referenzpunkten nachgekommen, zusätzlich habe ich Fotos der ehemaligen Burg inkl. Infos eingstellt. Wenn man vor Ort ist und im Burghof steht, sieht man um sich herum riesige Buchen auf den ehemaligen Burgmauern stehen. Das sollte ein wenig helfen um sich vor Ort/im Kopf ein Bild zu machen.