#2 „Die Hörneltanne“
Im Jahr 1655 wurde durch Caspar von Schönberg der Ort Niederneuschönberg gegründet. Die ersten Siedler waren böhmische Exulanten, die aufgrund ihres Glaubens zu Tausenden ihre Heimat verlassen mussten.
Schönberg war seiner Zeit weit voraus, deshalb waren die Frondienste der Siedler sehr gering. Sie bestanden meist nur aus zwei „Hautagen“ für den Mann und zwei „Rechentagen“ für die Frau. Das dabei auf den Flöhawiesen geerntete Heu wurde dann auf dem „Heuweg“ nach Pfaffroda gebracht.
Mit meinen Caches sollen besondere Orte an diesem Weg gezeigt werden.
An der Kreuzung Heuweg, Klötzerweg und Schlagweg stand einst eine riesige Tanne, die Hörneltanne. Früher führte dort die alte sächsische Poststraße vorbei und die Postillione stießen dort in ihr Horn. Von einem dieser Herren soll das Horn auf einen Ast der Tanne gelangt sein und wuchs mit in die Höhe, bis es unerreichbar war. Doch dann wurde die riesige Tanne, die weit über die Wipfel der anderen Bäume hinausragte, vor langen Jahren Opfer eines Sturmes. Eine Tafel weist auf ihren Standort hin. Man versuchte immer wieder, an diesem Platz eine neue Tanne zu pflanzen, leider gelang das nicht. Nun hat man das wieder versucht und eine kleine Tanne steht „hinter Gittern“.