Prinzregentenplatz Augsburg

Der Augsburger Prinzregentenplatz ist nach dem Prinzen Luitpold (1821-1912) benannt. Im Sommer ist der Platz ein idealer Treffpunkt für die Mittagspause, auch wenn außenherum recht viel Verkehr herrscht. Bänke um den Prinzregentenbrunnen laden zum Verweilen ein. Der Platz ist mit Blumenanlagen und Rasen geschmückt. In die Prinzregentenstraße bietet er freie Sicht, während Richtung AOK beschnittene hohe Büsche und eine Reihe von Bäumen stehen.
Der Prinzregentenplatz wurde schon mit der Aufstellung des Prinzregentenbrunnens angelegt - also ab 1901. Lange Zeit blieb er jedoch größtenteils unbebaut. Erst um 1930 errichtete man rund um den Platz die ersten Gebäude, die ihn auch heute noch prägen. Damals wurde auch der Name Prinzregentenplatz in das Augsburger Adressverzeichnis aufgenommen.
Von 1929-1931 entstand am Prinzregentenplatz das Gebäude der AOK und im Dezember 1937 der Bau des FinanzamtsAugsburgStadt mit dem Hauptzollamt. Über das wuchtige und pompöse AOK -Gebäude regten sich viele Augsburger auf. Sie empörten sich über den verschwenderischen Umgang mit ihren Krankenkassenbeiträgen und nannten das Gebäude "Krankenkassenpalast". Von 1933 an war das Rückgebäude, in dem Büroräume der Gestapo untergebracht waren (Prinzregentenstraße 11) eine gefürchtete Augsburger Adresse.
Am 25. April 1937 startete vom Prinzregentenplatz der Ballon Augusta IV.
Das heutige LandratsamtAugsburg (mit dem Schulamt) wurde ab Mai 1938 erstellt und anschließend zunächst als Reichsbahndirektion, dann bis 1971 als Bundesbahndirektion genutzt. Über dem Eingang des umgewidmeten Gebäudes befindet sich immer noch der Reichsadler, dem nur das Hakenkreuz herausgemeißelt wurde.