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Stolpersteine in Opladen Multi-Cache

Hidden : 2/22/2018
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Als gebürtigem Opladener ist es mir ein Bedürfnis euch zu zeigen, dass die Schande der Judenvernichtung auch an Opladen nicht vorüber ging. Gleichzeitig bin ich von dem Projekt "Stolpersteine" von Gunter Demnig sehr begeistert, denn durch diese Idee bleiben die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürger im Stadtbild präsent.

Zu diesen zehn Stolpersteinen in Opladen möchte ich euch hiermit führen.

Die Parksituation in Opladen ist leider oft angespannt. Deshalb empfehle ich das GBO-Parkhaus in der Günther-Weisenborn-Straße 21, 51379 Leverkusen-Opladen. Es ist Mo. bis So. von 6 Uhr bis 22 Uhr geöffnet (Ausfahrt ist jederzeit möglich). Jede angefangene Std. kostet 1€ (Tagesmaximum 10€). Von hier könnt ihr bequem die Runde zu Fuß starten. Es sind insgesamt ca. 5 km zu laufen. Das dürfte in 2 Std. zu schaffen sein. Für Rolli -Fahrer ist auch alles gut zugänglich. Einzig beim Finale wird Hilfe benötigt werden, um an die Dose zu gelangen.


Station 1: Karl Ohm / N 51° 04.008 / E 006° 59.799

Von Karl Ohm ist mir nur bekannt, was Gunter Demnig auf dem Stein verewigt hat: Geboren 1890, saß in Gestapohaft, wurde 1937 ins KZ Buchenwald überführt. Sein Schicksal ist ungeklärt !

A= Welchen Parkausweis benötigt man in dieser Straße? (Zahlenwert des Buchstabens)


Station 2: Paula Schulte / N 51° 03.A3A / E 006° 59.(A-1)15

Von Paula Schulte weiß ich ebenfalls nur dies: Geboren 04.02.1886, wurde nach Riga deportiert und gilt als verschollen !

B= Durchfahrtshöhe, letzte Ziffer !


Station 3: Platz der Synagoge / N 51° 04.B1B / E 007° 00.B7A

Von der Synagoge in Opladen ist nach der Reichspogromnacht am 10. November 1938 nichts mehr übrig geblieben. Die Synagoge war am 5./6. September 1879 eingeweiht worden. Ein 1966 errichteter Gedenkstein von Werner Foltin erinnert an die schrecklichen Vorgänge. Am 9. November 1988 wurde der Platz in "Platz der Synagoge" umbenannt. Die 6.60 * 11 Meter große Synagoge, ein einfaches schmuckloses Gebäude aus Backsteinen, kostete 1325 Reichstaler. Außerdem besaß sie noch einen 170 qm großen Versammlungs- und Hofraum. Lebten 1933 in Leverkusen und Opladen 157 Juden, waren 1939 nur noch 39 gemeldet. Innerhalb von sechs Jahren waren 38 ins benachbarte Köln und 27 in andere deutsche Großstädte gezogen, wo sie sich irrigerweise sicherer fühlten. 37 Juden emigrierten ins Ausland. Von 39 Juden, die 1939 noch in Leverkusen und Opladen gemeldet waren, kamen 29 in ein Vernichtungslager, fünf wählten den Freitod.
(Text Leverkusen.com)

(Hier sucht ihr KEINEN Stolperstein)
C= Wie viele Namen sind auf einem Gedenkstein des jüdischen Friedhofes genannt?
D= Wie dick ist der Gedenkstein hier am Platz der Synagoge? (Aufgerundet auf volle cm)
E=C-D


Station 4: Albert Joseph / N 51° 04.BB4 / E 007° 00.((C*4)+A+D)

Albert Joseph war mit Bertha Stiel verheiratet. Sie hatten eine Tochter namens Gertrud und lebten in der Kölner Straße xx. In der Kölner Straße 67 hatte er ein Bekleidungsgeschäft. Nachdem mit der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten die Boykottmaßnahmen immer massiver wurden, musste Albert Joseph 1938 sein Geschäft aufgeben. Seine Frau Bertha wanderte nach Palästina aus. 1940 floh Albert Joseph mit seiner Tochter über Belgien nach Frankreich, wo er 1942 verhaftet worden sein muss. 1943 wurde er nach Majdanek deportiert. Sein Todesdatum ist unbekannt. Das Schicksal von Gertrud Joseph ist nicht geklärt.
(Text Gabriele John, Stadtarchiv)

F= Weiße Schrift auf blauem Grund. Seit wann gibt es das "Original"? (Iterierte Quersumme der Jahreszahl)


Station 5: Die Schwestern Benjamin / N 51° 03.((C*21)+4) / E 007° 00.2(E+F)

Helene, Antonie und Emma Benjamin stammten aus Aschendorf an der Ems (heute Papenburg). Die unverheirateten Schwestern kamen zusammen mit ihrer verwitweten Mutter Julie um 1909 nach Opladen und eröffneten ein Manufakturwarengeschäft in der Kölner Str. xx. Inhaberin war die älteste Schwester Helene, die das Haus 1918 kaufte und um 1925 umbauen ließ. Antonie und Emma Benjamin arbeiteten im Geschäft. Ältere Opladener erinnern sich, dass die Mutter häufig neben der Kasse saß und erwähnen die Freundlichkeit und Großzügigkeit der Schwestern. Bis 1933 hatten die vier Frauen ein gutes Auskommen. Weil ab 1933 immer weniger Kunden kamen, musste Helene Benjamin das Geschäft 1936 schließen. Nach dem Tod der Mutter im November 1936 zogen die drei Schwestern nach Köln in das „Judenhaus“ Ehrenfeldgürtel 134. Nach dem Tod ihres Mannes zog Antonies Zwillingsschwester Anna Hartog zu ihren Schwestern. Am 22.10.1941 wurden die vier Schwestern vom Bahnhof Deutz-Tief ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Dort lebten sie in der Zimmerstraße 24 zusammen mit sieben anderen Personen in zwei Zimmern. Am 5. Mai 1942 wurden die Schwestern in das Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno) „ausgesiedelt“ und dort kurz nach ihrer Ankunft ermordet.
(Text Gabriele John, Stadtarchiv)

G= Wieviele kleine Pflastersteine liegen unter den Stolpersteinen?


Station 6: Peter Neuenheuser / N 51° 03.A(G+1)A / E 007° 00.((C*4)+D)

Der Direktor des Aloysianums (ab 1913), der früheren erzbischöflichen Schule für Jungen, legte sich mehrfach mit den Nazis an, verbat seinen Schülern die Teilnahme an Veranstaltungen der NSDAP. Am 31. Dezember 1937 wurde er als geistlicher Direktor des Aloysianums abgesetzt und von den Nationalsozialisten wegen „angeblicher Bedrohung“ vorübergehend in Schutzhaft genommen. Opladen durfte er nicht mehr betreten. Seinen Willen brach das NS-Regime aber nie. Während Mitbürger auf dem Birkenberg Bücher verbrannten oder die Synagoge ansteckten, kämpfte Peter Neuenheuser bis zur Schließung des Aloysianums im März 1938 gegen die Machthaber an. Er starb 1940.
(Text Iris Baumann, Landrat-Lucas-Gymnasium)

H= in welchem Jahr der achtzehnhundertzwanziger Jahre, begann die industrielle Entwicklung in Opladen (Nur die letzte Ziffer)


Station 7: Die Familie Salomon / N 51° 03.AFF/ E 007° 00.HH0

Der Opladener Siegmund Salomon heiratete 1910/11 Sophia Herz und bekam mit ihr drei Kinder: Bertha, Else und Günter. Sie lebten in der Kölner Straße xx und besaßen eine kleine Metzgerei mit vielen Stammkunden aus Opladen und Umgebung. Siegmund Salomon engagierte sich auch in der jüdischen Gemeinde und fungierte dort als Vorsteher der Synagoge. Als die Nazis begannen, auch in Opladen jüdische Familien zu diskriminieren und deren Geschäfte zu sabotieren, blieb auch die Familie Salomon nicht verschont. An manchen Tagen belagerten SA Soldaten das Geschäft und fotografierte die Kunden, um sie davon abzuhalten, in einem jüdischen Geschäft zu kaufen. Kunden, die verbeamtet waren, glich man anhand der entstandenen Fotos ab und prangerte sie in der Zeitung an. Um diesem Verhalten der Soldaten etwas entgegen zusetzen, zog Siegmund Salomon seine Uniform an, denn er hatte im I. Weltkrieg gekämpft und sich das Eiserne Kreuz verdient. Verwirrt zogen die SA Soldaten ab. Aber nur vorübergehend.Der jüngste Sohn der Salomons, Günter, erlebte in der Schule den Antisemitismus. Er wurde aus dem Klassenverband ausgeschlossen, indem er gegen seinen Willen umgesetzt wurde. Dieses Verhalten der Lehrkräfte machte aus ihm einen Schulabbrecher. Während die beiden Töchter fliehen konnten, mussten sich Siegmund, Sophia und Günter am 26. Oktober 1941 auf dem städtischen Schlachthof in Düsseldorf Derendorf mit vielen anderen Juden versammeln. Am Morgen des 27. Oktobers begannen Soldaten die Familien unter widrigsten Umständen in Züge zu verladen und in das Ghetto nach Litzmannstadt (Lodz) zu bringen. Im September 1942 wurde die Familie in das Vernichtungslager Kulmhof gebracht und dort ermordet. Else überlebte als einzige den Holocaust.
(Text Iris Baumann, Landrat-Lucas-Gymansium)

K= Wie viele Klingelknöpfe befinden sich im betreffenden Hauseingang?
Nachtrag vom 11.03.2020: Da hier halbjährlich neue Klingeln wachsen => K=8


Finale: / N 51° 03.F(K-1)G / E 007° 00.(E*G*H)

Das Finale hat einen etwas größeren Abstand von der letzten Station, ist aber auch keine Weltreise. (ca. 1000m) Es liegt am südlichen Rande Opladens.
Bitte verhaltet euch hier der Umgebung entsprechend. Achtet ebenso auf Tretminen.


Bitte eigenen Stift mitbringen.


Einen sehr lieben Dank an La_Viajera für den Beta-Test am 24.02.2018

Wer möchte, kann noch diesen Banner in sein Profil einbinden: Banner GC7HPEG

Text im Profil:

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Additional Hints (Decrypt)

Fgngvba 3: "P" irefgrpxg fvpu nhs qre Vasbgnsry. Süe "Q" oraögvtg vue rva Znßonaq bqre Yvarny (zva. 30pz) Svany: RIY

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)