Skip to content

Litharenit im Innerstetal EarthCache

Hidden : 2/2/2018
Difficulty:
4.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Zum beantworten der Fragen benötigt ihr eine Lupe und eventuell etwas Essigsäure oder Salzsäure !



Ihr befindet euch hier vor einem Aufschluß der laut Infotafel aus Grauwacke bestehen soll...
Nun möchte man natürlich erst einmal wissen: Was genau ist denn nun Grauwacke ?
Heutzutage wird da einfach mal gegoogelt und schon weiß man Bescheid !
Aber ist das wirklich so einfach ?
Da heißt es zum Beispiel:

In Deutschland wird der Begriff Grauwacke auch Stratigraphisch für Gesteine des Unterkarbons der Kulmfazies verwendet.
Weiteres ist die Grauwacke eine Gruppe alter (paläozoischer) Trümmersedimente, die sich vorwiegend in alten Rumpfgebirgen und als schmaler Streifen nördlich der Zentralalpen finden (Grauwackenzone).
Der Begriff stammt aus den Bergbaugebieten im Harz und ist seit mindesten 1780 belegt.
Wacke ist hierbei ein veralteter Name für Wackersteine.
Die relativ weichen, meist dunklen Gesteine stellen eine Klasse von Sandsteinen dar, die aus Quarz, Feldspat (meist Plagioklas), Kiesel- bzw. Tonschiefern und Gesteinsbruchstücken in einer tonigen Grundmasse (Matrix) bestehen.
Der Matrixanteil des Gesteins beträgt dabei mehr als 15 %, besteht meist aus Tonmineralen, Chloriten und Glimmern und verursacht die meist dunkel(grün)graue Färbung.

Entstehung
Grauwacken sind marine, klastische Sedimente die durch Instabilitäten in ihrer Lagerung zu fließen beginnen.
Dieser Transport und Sedimentationsprozess wird als Flysch, Trübestrom oder "Turbidity Current" bezeichnet.
Kommt der Strom zum erliegen werden größere Gesteinsfragmente zuunterst gelagert während kleinere Fragmente langsam absinken.
Dies erzeugt eine gradierte Schichtung im Vertikalschnitt.

Verschiedene Arten von Wacken

Grauwacken lassen sich unterscheiden in Quarzwacken (dominierender Quarzgehalt), Feldspatwacken (Quarz, Feldspat und geringen Mengen an Gesteinsbruchstücken) und lithische Wacken mit einem entsprechend hohen Anteil an Gesteinsbruchstücken.
Sie sind mittel- bis feinkörnig, teilweise auch grobkörnig, stark verfestigt, schlecht sortiert und gerundet, oft gradiert und kleinskalig laminiert.
Sie entstehen aus der Abtragung von Gebirgen, haben ein oft ausgedehntes Liefergebiet und wurden nur über kurze Entfernungen transportiert.
Grauwacken sind in den karbonischen Serien des Harzes, des Bergischen Landes und des Rheinischen Schiefergebirges weit verbreitet.

Interessant ist zum Beispiel die Seite von chemie.de - dort heißt es:
„Grauwacke sind Psammite deren Zusammensetzung (die enthaltenen Minerale) und Struktur (die Anordnung der Minerale) ihr spezielles Bildungsmilieu oder Fazies aufzeigt.
Nach Vinx (2005) ist Grauwacke lediglich eine Geländebenennung.
Die korrekte Bezeichnung einer Grauwacke ist Litharenit.



Aha - statt schlauer sind wir jetzt eigentlich nur noch verwirrt...
Grauwacke sind Psammite...
und die korrekte Bezeichnung ist: Litharenit...
Und was ist das nun wieder ?


Zuerst einmal zu den Psammiten

Psammit ist die Bezeichnung einer ganz bestimmten Art von Sedimenten.
Man unterscheidet hier Psephite, Psammite und Pelite

Die Unterschiede sind:



Psephite
Gesteinsbrocken mit einem Durchmesser von etwa einem Zentimeter oder größer werden als Kies oder Schotter bezeichnet.
Sie können verschiedene Mineralien beinhalten und jedem beliebigen Gesteinstyp angehören.
Wird Kies transportiert, so prallen die einzelnen Steinchen aufeinander oder auf den Untergrund und scharfe Kanten werden abgeschliffen.
Dadurch werden die Steine auf ihrem Weg mehr und mehr gerundet.


Psammite
Bruchstücke, die kleiner als 2 mm und von blossem Auge noch erkennbar sind, gelten als Sandkörner.
Falls die Sandzusammensetzung eines Geteins fast ausschließlich aus Quarzkörnern besteht, nennt man es Quarzsandstein oder Quarzit.
Falls noch Feldspatkristalle im Sand zu finden sind, ein Hinweis, dass die Distanz zum Liefergebirge nicht all zu groß ist, spricht man von einer Arkose.
Eine weitere Art Sandstein, die Grauwacke, besteht aus einem Durcheinander von Quarz, Feldspat und Glimmer.
Das Liefergebiet ist in diesem Fall nahe.



Pelite
Die allerfeinsten Sedimente (Lehm) bestehen hauptsächlich aus Mineralien, die erst im Verlauf der Verwitterung gebildet wurden.
Diese Tonminerale sind chemisch den Glimmern ähnlich (Schichtsilikate), doch ihre Kristalle sind mikroskopisch klein, mit einem Durchmesser von wenigen tausendstel Millimeter. Sedimente, die aus solchen Mineralien aufgebaut sind, nennt man Tone.



Und nun zum Litharenit

Bei Litharenit handelt es sich im weitesten Sinne um Sandstein, bei dem der Anteil an Gesteinsbruchstücken über 25% der Sandpartikel ausmacht, wobei Gesteinsbruchstücke gegenüber Feldspatkörnern überwiegen.
Er besitzt einen geringen oder keinen Matrixgehalt (Matrix).
Matrix bedeutet Grundmasse, also das, was das Gestein in der Hauptsache ausmacht, wenn man es genauer anschaut.
Und genau das machen wir natürlich auch, um später die Fragen zum EC lösen zu können.

Je nach Dominanz bestimmter Gesteinsbruchstücke lassen sich Litharenite weiter differenzieren:
Besteht das Gestein hauptsächlich aus Tonsteinfragmenten, spricht man von Phyllareniten.
Überwiegen Kalkbruchstücke, bezeichnet man das Gestein als Kalkarenit.

Und wie finde ich da den Unterschied heraus ?
Eigentlich ganz einfach:
Kalk ist eher gräulich, Ton eher braun-schwarz.
Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, nehmt ein Handstück mit nach Hause und träufelt etwas Essigsäure darauf : Wenn es anfängt zu blubbern, dann ist es Kalkstein.

So, genug der Information, nun geht es ans beantworten der Fragen, damit ihr diesen EC als gefunden loggen dürft.

Beantwortet bitte vorab folgende Fragen (über das MessageCenter,an unser Profil oder direkt an teamchritho@go4more.de :
Die Fragen lassen sich mit Hilfe des Listings und gesunder Neugier vor Ort ohne weitere Recherchen beantworten !
Ihr kennt jetzt den Unterschied zwischen Psephiten, Psammiten und Peliten.
Sucht euch ein schönes Handstück aus dem Geröllschutt (ihr braucht nicht direkt an die Wand gehen - Unfallgefahr!)
Seht euer Fundstück genau an und ordnet es zu: Wohin würdet ihr euer Fundstück zuordnen - Psephite, Psammite oder Pelite ?

Welche Art von Litharenit liegt hier vor :
Phyllarenit oder Kalkarenit ? - Begründet eure Antwort

Wenn ihr euer Handstück mit einer Lupe betrachtet: Wie sieht die Oberfläche des Handstücks aus, was habt ihr alles entdecken können ?


Ihr dürft loggen sobald ihr die Antworten abgeschickt habt ohne auf eine Antwort zu warten.
Wir melden uns aber auf jeden Fall bei euch, in der Regel innerhalb von maximal zwei Tagen (es sei denn wir sind auch mal ein paar Tage im Urlaub). Logs ohne Beantwortung der Fragen werden nach einer Erinnerung nach einer Kulanzzeit gelöscht.





Quellen:
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg
Vinx - Gesteinsbestimmung im Gelände
www.chemie.de/lexikon/Grauwacke
TU Clausthal
Oberharzer Bergwerksmuseum
Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung

Additional Hints (No hints available.)