Hallescher Stadtrundgang XXL
Dieser Multi lädt euch zu einem großen Stadtrundgang durch Halle (Saale) ein. Der Multi umfasst 10 Stationen, die auf alle Stadtbezirke verteilt sind und euch die schönsten und markantesten Orte der Stadt zeigen. Dabei könnten die Stationen unterschiedlicher nicht sein. So ist vom Trubel auf dem Marktplatz bis zur Ruhe in der Dölauer Heide alles dabei.
Die Schwierigkeit bezieht sich allein auf die großen Entfernungen zwischen den Stationen und den damit verbundenen Zeitaufwand. Daher ist es sinnvoll den Multi in mehreren Etappen zu absolvieren. Die Aufgaben an den einzelnen Stationen wurden einfach gehalten und sollten daher keine Probleme verursachen. Die Reihenfolge der Stationen könnt ihr frei wählen. Ihr solltet nur den Hufeisensee (Station 10) als letztes besuchen, da sich dort in der Nähe dann auch der Cache befindet.
Stadtbezirk MITTE
Station 1: Roter Turm (N 51° 28.967 E 011° 58.160)
Der Rote Turm ist Teil des Wahrzeichens der Stadt Halle (Saale). Dieses bildet er gemeinsam mit den vier Türmen der Marktkirche Unser Lieben Frauen. Halle wird wegen der markanten Silhouette dieser beiden Bauten auch oft als Stadt der Fünf Türme bezeichnet. Sein Bau durch die Mariengemeinde begann im Jahr 1418 und wurde am 24. Juli 1506 vollendet. Der Tag der Fertigstellung ist urkundlich belegt. Der Turm brannte am 16. April 1945 durch Artilleriebeschuss aus und verlor seinen charakteristischen Turmhelm. Bis auf die Turmumbauung wurde er wiederhergestellt.
Der Rote Turm wurde auf dem Marktplatz errichtet und steht damit fast genau im Zentrum der Stadt. Es handelt sich um einen im spätgotischen Baustil geschaffenen, freistehenden Uhr- und Glockenturm. Die rechteckige Grundfläche seines unteren quaderförmigen Baukörpers misst circa 10 mal 15 Meter. Der Turm ragt insgesamt knapp über 84 Meter in die Höhe, und ist damit das höchste Bauwerk des Mittelalters in Halle. Die Turmspitze des kupfernen Helmdaches ziert ein mit „246 Stacheln“ versehener vergoldeter Kugelknauf von 3,60 Meter Umfang.
Im Roten Turm vollendete man zur Eröffnung der 42. hallischen Händel-Festspiele am 5. Juni 1999 die Installation eines neuen Carillons, bestehend aus 76 Kirchenglocken mit einem Gesamtgewicht von 54.980 kg. Bezogen auf die Anzahl der Glocken trägt der Turm das größte Carillon Europas und das zweitgrößte Carillon weltweit in seinem Baukörper.
Hier steht ihr vor dem Wahrzeichen der Stadt. Am Turm steht ein Schaukasten, der weitere Informationen für euch bereithält.
(A) Schaut euch die linke Seite des Schaukastens an! Nehmt vom letzten Stichpunkt das letzte Wort. Die Buchstabenanzahl des Wortes = A
Station 2: Franckesche Stiftungen (N 51° 28.687 E 011° 58.245)
Die Franckeschen Stiftungen zu Halle (früher Glauchasche Anstalten) beherbergen eine Vielzahl kultureller, wissenschaftlicher, pädagogischer und sozialer Einrichtungen. Sie wurden 1698 durch den Theologen und Pädagogen August Hermann Francke gegründet. Franckes pietistisch geprägte Schulen und soziale Initiativen erlangten internationale Bedeutung. Die historischen Gebäude stehen heute als weltweit einzigartiges Beispiel sozialer und pädagogischer Zweckarchitektur auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO-Weltkulturerbe. Mittlerweile haben sich über 50 verschiedene Einrichtungen auf dem Stiftungsgelände etabliert, darunter vier Schulen, Institute der Martin-Luther-Universität, die Kulturstiftung des Bundes und das Deutsche Jugendinstitut.
Die Umsetzung eines neuen mehrgliedrigen Schulsystems, getragen von der pietistischen Frömmigkeit und praktischer Nächstenliebe August Hermann Franckes in Verbindung mit wissenschaftlichen Institutionen und zum Erhalt beitragender Wirtschaftsbetriebe begründeten den Ruf des halleschen Waisenhauses in ganz Europa. Die Reformpläne des Halleschen Pietismus wurden durch Lehrer, Ärzte und Missionare in die Welt getragen. Ihre Spuren findet man heute noch in vielen europäischen Ländern, aber auch in Indien und den USA. Die erste protestantische Mission, die Diakonie, die Realschule in Deutschland, Millionen deutschsprachiger Bibeln und eine Vielzahl der gängigen evangelischen Kirchenlieder haben ihren Ausgangspunkt in den Franckeschen Stiftungen. Wegen der großen Nachfrage und des ausgezeichneten Rufes wuchs der Bedarf an größeren Schulgebäuden in den Stiftungen. Im Herbst 1906 wurde daher ein neues Schulgebäude für die Lateinische Hauptschule (Latina) errichtet. Die Jahresstatistik von 1911 verzeichnete insgesamt 3056 Schüler in den verschiedenen Schulen der Franckeschen Stiftungen. 1920 konnte für die neue Oberrealschule ein weiteres Schulgebäude bezogen werden.
Hier steht ihr vor dem historischen Waisenhaus, welches gleichzeitig Franckes Wohnhaus war.
(B) Zählt alle Stufen des oberen und unteren Treppenlaufs (nur auf einer Seite!). Die Anzahl an Stufen = B
Stadtbezirk NORD
Station 3: Wasserturm Nord (N 51° 29.565 E 011° 58.890)
Der Wasserturm Nord hat eine Höhe von 54 Metern. Der markante, das Stadtbild der Stadt mit prägende Wasserturm entstand in den Jahren 1897 bis 1899 unter Stadtbaurat Ewald Genzmer nach einem Entwurf des Stadtbauinspektors Heinrich Walbe im Zuge einer Stadterweiterung nach Norden.
Der aus rotem Werkstein und gelben Klinkern errichtete Turm ist architektonisch aufwändig gestaltet und verziert. Der Schaft des runden Turms verjüngt sich nach oben und wird von einem ausladenden Turmobergeschoss bekrönt. Der in Eisenfachwerk ausgeführte Turmkopf ist mit Schiefer gedeckt und wird seinerseits von einer Laterne gekrönt. Die sandsteinernen Meeresungeheuer am Fuß des Bauwerks stammen von den Bildhauern Fr. Guth und Fr. Mänicke.
Erst nach der Inbetriebnahme des Fernwassernetzes zwischen dem Ostharz und der Elbaue 1965 wurde der Turm funktionslos. 1992 bis 1999 wurde das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk saniert. Er ist neben dem Wasserturm Süd und dem Wasserturm am Hauptbahnhof eines der markantesten technischen Bauwerke der Stadt.
Hier steht ihr vor dem Westeingang des Wasserturms.
(C) Über dem Eingangsportal findet ihr eine Gravur auf rotem Werkstein. In dieser Platte wurde ein einzelner Buchstabe eingraviert. Der Buchstabenwert des Buchstabens = C
Station 4: Burg Giebichenstein (N 51° 30.202 E 011° 57.160)
Giebichenstein gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten der Stadt Halle. Die gleichnamige Burg findet in einer Urkunde des Königs Otto I. im Jahr 961 erstmals Erwähnung. Von dieser „Alten Burg“ ist nichts erhalten geblieben, ließen doch die Besitzer, die Magdeburger Erzbischöfe, im 12. Jahrhundert auf dem Porphyrfelsen einen repräsentativen Neubau errichten.
Nach der bekannten Sage von Ludwig dem Springer soll der Thüringer Landgraf im Gefängnis dieser Burg eingekerkert gewesen sein. Während die im 15. Jahrhundert erbaute Unterburg in wesentlichen Teilen erhalten blieb, ist die Oberburg Giebichenstein seit dem Dreißigjährigen Krieg Ruine.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts besaß das „verfallene Schloss“ (Eichendorff) auf dem Felsen an der Saale große Anziehungskraft für zahlreiche Dichter der Romantik, die hier und in den angrenzenden Gärten Anregungen für ihre poetischen Werke fanden.
Die Oberburg Giebichenstein gelangte 1906 in städtischen Besitz. In den 1960er Jahren legten umfangreiche Grabungsarbeiten die Fundamente der einstigen Bebauung offen. Sichtbar wurden Größe und Standort von Palast, Wohnturm und Burgkirche, die für einen fürstlichen Residenz- und Verwaltungssitz unerlässlich waren. Das Gelände konnte 1966 als Architekturmuseum der Öffentlichkeit übergeben werden. Nach erneuten Rekonstruktionsarbeiten in den 1990er Jahren ist es wieder möglich, Torturm und Gewölbekeller zu besichtigen.
Hier steht ihr auf der Giebichensteinbrücke. Betrachtet die Mauer und ihr werdet Informationen finden.
(D) Wie lautet das letzte Wort in der zweiten Zeile? Der Buchstabenwert des 3. Buchstabens = D
Stadtbezirk WEST
Station 5: Kolkturm (N 51° 30.107 E 011° 54.625)
Der Kolkturm steht auf dem nach ihm benannten Kolkturmberg (133 m ü. NN). Das 15,5 Meter hohe Bauwerk wurde 1976 errichtet und 1997 restauriert. Seine exponierte Lage ermöglicht auf seiner Spitze einen Ausblick auf die Stadt Halle und bis in den Saalekreis und das Mansfelder Land hinein. Am Fuße des Kolkturms befindet sich eine jungsteinzeitliche Steinkiste.
Der Kolkturm ist bereits der dritte Aussichtsturm auf dem Kolkturmberg bzw. in unmittelbarer Nähe. 1880 errichtete die hallesche Kolkgesellschaft eine hölzerne Konstruktion, die 1921 nach schwerer Beschädigung durch Vandalismus abgerissen wurde. In den 1930er Jahren wurde auf dem nahen Schwarzen Berg ein zweiter Holzturm gebaut. Nach rund 30 Jahren Standzeit musste dieser wegen Baufälligkeit ebenfalls abgerissen werden. An der Stelle des ersten Turmes wurde schließlich durch das städtische Reichsbahnausbesserungswerk eine Konstruktion errichtet, die bis in die Sechzigerjahre bestiegen werden konnte. Der jetzige Turm stammt von 1976, errichtet anlässlich des 90. Geburtstags von Ernst Thälmann. Daran erinnert eine Tafel links neben der ersten Stufe.
Hier steht ihr am Fuße des Kolkturms. Für die Beantwortung der Frage müsst ihr den Turm nicht besteigen, aber ich kann euch den Aufstieg nur empfehlen.
(E) Links neben dem Treppenaufgang könnt ihr eine schwarze Tafel entdecken. Wie lautet das erste Wort auf der Tafel? Die Buchstabenanzahl des Wortes = E
Station 6: Halloren- und Salinemuseum (N 51° 28.938 E 011° 57.565)
Die Geschichte der Stadt Halle war über Jahrhunderte eng mit der Salzgewinnung verbunden. Eine Voraussetzung dafür bot eine geologische Besonderheit, die sogenannte „hallesche Marktplatzverwerfung“, die schon in vorgeschichtlicher Zeit und verstärkt seit dem Mittelalter die Förderung von hoch konzentrierter Sole sowie die Anlage von zwei Salzwerken ermöglichte. Die Siedesalzgewinnung dokumentiert das auf dem Gelände der ehemals Königlich Preußischen, später pfännerschaftlichen Saline gelegene Technische Halloren- und Salinemuseum. Hier hat sich ein industriegeschichtlich herausragendes Ensemble mit Salinenarchitektur des 18. bis 20. Jahrhunderts erhalten, das zu den ältesten Denkmalen dieser Art in Deutschland zählt. Nach Einstellung der Salzproduktion im Jahre 1964 wurde zunächst im Uhrenhaus (1967) der Ausstellungsbereich zur Geschichte der halleschen Salinen und zu den Tätigkeiten sowie den Bräuchen der Halloren, der Salzarbeiter, eingerichtet. Sie organisierten sich in einer Brüderschaft, der „Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle“, welche als eine der ältesten Berufsvereinigungen Deutschlands noch heute existiert. Im Jahre 1969 entstanden im Siedehaus VI die technischen Voraussetzungen, um mit Hilfe von Siede- und Trockenpfanne, Förderband und Abfülleinrichtung die traditionelle Form der Salzgewinnung und -verarbeitung den Besuchern nahezubringen. Beim Schausieden ist die der Arbeitsweise des 19. Jahrhunderts entsprechende Anlage zur Salzproduktion unmittelbar zu erleben.
In der Nähe vom Museum sind fünf typische Bräuche der Halloren abgebildet.
(F) Welcher Brauch wird auf der 2. Tafel von links dargestellt? Die Anzahl an Buchstaben = F
Stadtbezirk SÜD
Station 7: Leuna-Chemie-Stadion (N 51° 27.978 E 011° 57.715)
Das Leuna-Chemie-Stadion wurde auf dem Grund des alten Kurt-Wabbel-Stadions erbaut, das im Sommer 2010 abgerissen wurde. Die unter Denkmalschutz stehende Außenmauer und die Torbögen, die sich bereits am 1936 errichteten Kurt-Wabbel-Stadion befanden sowie die Arbeiterstandbilder, die 1951 von der Thingstätte in den Brandbergen ans Stadion umgesetzt wurden, blieben aber erhalten.
Am 4. September 2010 begannen die Bauarbeiten mit dem ersten Spatenstich durch Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD), dem Finanzminister des Landes Jens Bullerjahn (SPD) sowie dem Bauminister Karl-Heinz Daehre (CDU). Die Kosten von etwa 17 Mio. Euro teilten sich die Stadt mit rund 11 Mio. Euro und das Land Sachsen-Anhalt mit etwa 6 Mio. Euro. Das neu erbaute Stadion bietet 15.057 überdachte Plätze (8850 Steh-, 6155 Sitz-, acht Logen, 320 Business-Sitze und 30 Behindertenplätze sowie 22 Plätze für die Begleitpersonen). Die Flutlichtanlage und eine Photovoltaikanlage der Stadtwerke Halle sind in das Stadiondach integriert. Unter die zwei Meter abgesenkte Spielfläche aus Naturrasen wurde eine Rasenheizung, die die Wärme aus dem halleschen Fernwärmenetz bezieht, verlegt. Der Neubau bekam beim Richtfest am 8. April 2011 offiziell den Sponsornamen Erdgas Sportpark nach dem Energieversorgungsunternehmen VNG – Verbundnetz Gas.
Zur sportlichen Einweihung wurde Erstligist Hamburger SV eingeladen, der das Eröffnungsspiel am 20. September 2011 mit 4:1 (1:1) gegen den HFC gewinnen konnte. Das erste Tor im neuen Stadion schoss der Hamburger Sören Bertram, der 2013 zum HFC wechseln sollte.
Am 9. Oktober 2020 wurde für den ein Jahr zuvor bei einem rechtsterroristischen Anschlag ermordeten HFC-Fan Kevin S. an dessen Stammplatz eine Gedenktafel enthüllt.
Im Juni 2021 wurde die Infraleuna GmbH, ein Infrastrukturunternehmen, neuer Namensgeber des Stadions. In Zukunft wird es Leuna-Chemie-Stadion heißen.
Hier steht ihr vor der Spielstätte des HFC.
(G) Hier findet ihr an der Mauer eine Tafel. Wie oft kommt der Buchstabe ,,I“ (I wie Igel) vor? = G
Station 8: Wasserturm Süd (N 51° 27.982 E 011° 58.631)
Der Wasserturm Süd wurde 1927 bis 1928 von Oskar Muy (Konstruktion) und Wilhelm Jost (Architektur) im heutigen Stadtviertel „Lutherplatz“ errichtet und gilt als bedeutendes Beispiel für die funktional-expressive Backsteinarchitektur der 1920er Jahre.
Er wurde für die in südliche Richtung wachsenden Wohn- und Industrieansiedlungen der Stadt benötigt und ersetzte einen älteren Vorgängerbau. Der Turm ist 45,65 Meter hoch und verfügt über einen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern, der nach dem Intze-Prinzip konstruiert wurde (Intze-1-Behälter). Der Turm ist Bestandteil eines Gebäudekomplexes, in den neben Werkstätten auch ein Wasser-Erdbehälter sowie das Schalthaus Turmstraße integriert sind.
Bis zum unteren Rand des Wasserbehälters führt eine an der Innenwand umlaufend angebrachte Treppe. Der Wasserbehälter selbst besitzt eine Aussparung in der Mitte, durch die eine Wendeltreppe bis in den über dem Wasserbehälter liegenden Kuppelraum führt, der als Aussichtsplattform angelegt ist und am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden kann. Die Außenwand des Kuppelraumes ist gegenüber der Turmmauer zurückgesetzt und gibt so Raum für einen Umgang. Der Turm hat einen zehneckigen Grundriss. Er ist neben dem Wasserturm Nord und dem Wasserturm am Hauptbahnhof eines der markantesten technischen Bauwerke der Stadt.
Der Wasserturm ist noch heute in Betrieb. Er steuert über seinen Behälterstand das Klappenbauwerk Oppin und regelt so die Trinkwassereinspeisung vom Hochbehälter Hammelberg in das Versorgungssystem der Stadt Halle. Gleichzeitig sorgt der Hochbehälter für einen konstanten Druckausgleich und verhindert Druckstöße im Netz. Das Umspannwerk wurde seit 1998 nur noch als Schalthaus betrieben und 2010 ganz außer Betrieb genommen, heute beheimatet es das Historische Technikzentrum der Stadtwerke Halle.
Hier steht ihr vor dem Wasserturm Süd.
(H) Über dem Eingang steht ein Spruch. Nehmt aus der ersten Zeile das vorletzte Wort. Der Buchstabenwert des letzten Buchstabens dieses Wortes = H
Stadtbezirk OST
Station 9: Hauptbahnhof (N 51° 28.705 E 011° 59.177)
Halle (Saale) Hauptbahnhof ist der wichtigste Personenbahnhof der Stadt Halle (Saale) im südlichen Sachsen-Anhalt. Er liegt im Osten der Innenstadt und gehört zur Bahnhofskategorie 2. Als Station für den Schienenfern- und Regionalverkehr ist der hallesche Hauptbahnhof gleichzeitig der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Bundeslandes. Daneben ist er in das Netz der S-Bahn Mitteldeutschland eingebunden.
Täglich steigen bis zu 30.000 Fahrgäste am Bahnhof ein, aus oder um (Stand: 2015). Rund 600 Züge des Personenfern- und -Nahverkehrs sowie der S-Bahn halten am Bahnhof.
Mitte 1840 baute die Magdeburg-Leipziger Eisenbahn – initiiert vom damaligen Stadtrat Matthäus Ludwig Wucherer, der sich für eine Strecke von Magdeburg nach Leipzig über Halle aussprach – die erste Station in Halle, die 1845 bis 1847 durch den Anschluss der Thüringer Bahn nochmals umgebaut wurde. Die Besonderheit an der Strecke zwischen Magdeburg und Leipzig liegt darin, dass sie die erste grenzüberschreitende Eisenbahnverbindung (von Preußen durch Anhalt-Köthen nach Sachsen) war und als zweite deutsche Ferneisenbahn gilt.
Durch weitere Streckenanschlüsse wurde der Bahnhof bald zu klein, konnte aber durch Einigungsprobleme der verschiedenen Bahngesellschaften über ein Gesamtkonzept nicht erweitert werden. Erst am 8. Oktober 1890, nach der Verstaatlichung einer Gesellschaft und nach 5-jähriger Bauzeit wurde der neue Personenbahnhof eröffnet.
Die Bahnhofshalle wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend von der Zerstörung verschont, lediglich der Speisesaal 1. und 2. Klasse erhielt einen leichten Bombentreffer.
1967 wurde die S-Bahn eröffnet und dafür ein neuer Bahnsteig an der Westseite hinzugefügt. Die Bahnhofshalle wurde 1967/68 ganz im Sinne der damaligen Architektur und Ideologie von Aluminium-Wellblech-Verkleidungen umhüllt, was dem Bahnhof das typische sozialistisch-moderne Aussehen verlieh. Bereits 1984 wurden diese Verkleidungen aber wieder entfernt. Die Kuppelhalle, Vorhalle sowie der Speisesaal-Ost wurden saniert. Im Jahr 2002 wurde der Bahnhof wie viele andere in deutschen Städten umfangreich saniert, umgebaut und mit Einkaufsmöglichkeiten ausgestattet.
Hier steht ihr auf dem Bahnhofsvorplatz. Sucht nun nach einem roten Wegweiser!
(I) Wie weit ist von hier das Schokoladenmuseum entfernt? Lasst von der Kilometerangabe das Komma weg und nehmt die zweistellige Zahl als I.
Station 10: Hufeisensee (N 51° 28.212 E 012° 01.419)
Der Hufeisensee, ein Tagebaurestloch, ist der größte See im Stadtgebiet von Halle (Saale). Er liegt im östlichen Teil zwischen den Ortsteilen Büschdorf und Kanena. In der Gegend wurde 1832 erstmals Braunkohle abgebaut. 1926 fand man größere Vorkommen und es entstand der Tagebau zwischen den beiden Ortsteilen. Nachdem die Braunkohlevorkommen 1942 abgebaut waren, wurde bis zur Stilllegung des Tagebaus in den 1960er Jahren Kies gefördert.
Der See, früher auch als Hufeisenteich benannt, verdankt seinen Namen der Form, welche an ein Hufeisen erinnert. Er erstreckt sich etwa 1200 Meter in Nord-Süd- und 1300 Meter in Ost-West-Richtung. Er ist bis zu 400 Meter breit und der See hat eine Fläche von 70 Hektar. Die Tiefe beträgt circa 9 Meter und 28 Meter an der tiefsten Stelle und die Sichtweite im See erreicht bis zu 6 Meter. Er ist einer der größten und mit seinen 28 Metern auch einer der tiefsten Seen im Umkreis von Halle.
Im Sommer bietet die große Wasserfläche neben Wasserski- und Tauchmöglichkeit auch vielen Badegästen Erholung. Die Anzahl der Fischarten im Gewässer ist in den letzten Jahren gestiegen, im Jahr 2005 entdeckten Taucher auch eine Garnelenart. Die schwarmbildenden Schwebegarnelen (Hemimysis anomala) wurden erstmals in einem mitteldeutschen Binnensee entdeckt, Biologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bezeichneten das Auftauchen als eine biologische Sensation. Ebenfalls für zahlreiche Wasservögel ist der See mit seiner Umgebung geeigneter Lebensraum.
Hier befindet ihr euch an einem Aussichtspunkt.
(J) Wie viele Fahrradständer stehen hier? Die Anzahl = J (Die beiden höheren Bügel direkt neben den Bänken zählen nicht mit dazu! Diese waren ursprünglich die Halterung für Mülleimer.)
FINAL-Koordinaten:
N 51° 28. A*B-H-J-G
E 012° 01. (C+D+E+F+J)*(I-G)
Den Cache findet ihr dann in der Nähe vom Hufeisensee.
Prüfe deine Lösung
Viel Spaß beim XXL-Stadtrundgang durch Halle!
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Turm_(Halle)
https://de.wikipedia.org/wiki/Franckesche_Stiftungen
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_Nord_(Halle)
http://www.halle.de/de/Kultur/Freizeit/?RecID=396
https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6lauer_Heide
http://www.halle.de/de/Kultur/Freizeit/?RecID=366
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas_Sportpark
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_S%C3%BCd_(Halle)
https://de.wikipedia.org/wiki/Halle_(Saale)_Hauptbahnhof
https://de.wikipedia.org/wiki/Hufeisensee