Vorgeschichte:
Anfang der 90er-Jahre standen japanische Mediziner vor einem Rätsel. Sie entdeckten bei einer Patientin, dass trotz der eindeutigen Symptome eines Herzinfarkts – Herzrasen, Enge in der Brust, die Herzkranzgefäße nicht verengt waren – das ist aber Bedingung für die Diagnose Herzinfarkt. Stattdessen war der Herzmuskel seltsam ballonartig verformt und der Ausgang so stark verengt, dass nicht mehr genug Blut in den Körper gepumpt werden konnte.
Die Mediziner erinnerte das an eine traditionelle Tintenfisch-Falle – ein bauchiges Gefäß aus Ton – genannt Takotsubo. Kurzerhand gaben sie dem Phänomen diesen Namen. In nachfolgenden Gesprächen mit der Patientin stellte sich heraus, dass sich unmittelbar zuvor ihr Mann von ihr getrennt hat. Heute weiß man, dass tatsächlich negativer Stress die Ursache für solche Takotsubo-Infarkte ist. Daher auch der Name „Broken Heart Syndrom“.

Die Symptome sind identisch. Die Diagnose kann nur durch eine Herz-Katheter-Untersuchung gestellt werden. Bei einem „klassischen“ Infarkt ist eine der drei Herzkranz-Arterien verengt beziehungsweise verschlossen. Bei einem Takotsubo-Syndrom hingegen nicht.
Die Infarkt-Beschwerden werden dadurch ausgelöst, dass das Herz ganz schwach schlägt und der Herzmuskel eine eigentümliche Form hat. Die Herzspitze ist ausgebeult wie ein Ballon.
Die Ursache sind Stresshormone, die bei psychischem oder physischem Stress freigesetzt werden. Oft handelt es sich dabei um negativ empfundenen Stress, beispielsweise ein dramatischer Einschnitt im Leben wie ein Todesfall in der Familie, ein Raubüberfall oder die Trennung vom Partner. Das sprichwörtliche „etwas bricht mir das Herz“ hat also medizinisch gesehen durchaus seine Richtigkeit.
Meine Geschichte:
Dieser Geocache ist in Gedenken an meine große Liebe MD entstanden, die mir drei Mal mein Herz gebrochen hat, weil er es nicht geschafft hat, seinen eigenen Worten Taten folgen zu lassen. Es gibt sie, die Menschen, die einen ohne zu zögern anlügen und betrügen, um beides zu bekommen - das Herz des Menschen, den sie lieben und ein nicht-Leben mit dem Menschen, der ihnen ihre Komfortzone erhält.
Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass die Klinik hier in der Nähe eine gute kardiologische Abteilung hat, lege ich symbolisch mein gebrochenes Herz hier ab, in der Hoffnung, dass ihm eines Tages geholfen wird.
Trotz des Verlustes, des Schmerzes und all der Tränen würde ich mich immer wieder für ein Leben in Ehrlichkeit entscheiden, denn nur das kann einen auf Dauer glücklich machen!
Prognose:
Die Prognose für Takotsubo ist nach einer bedrohlichen Akutphase recht gut. Innerhalb von Tagen bis zu wenigen Wochen erholt sich das Herz vollkommen, wenn man seinem Körper und seinem Herzen regelmäßig Ruhephasen und Entspannung gönnt, achtsam mit ihm umgeht oder vielleicht eine neue Liebe findet…
Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.
Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959