Zur Wiege der Ruhrindustrie
Tour in Osterfeld
Diese Tour führt dich auf eine Zeitreise durch die Geschichte Osterfelds. Du entdeckst einen Stadtbezirk mit langer Geschichte, die geprägt wurde von Eisenbahn und Bergbau. Einen Ort, der sich „Wiege der Ruhrindustrie“ nennen darf. Du findest Spuren der Vergangenheit und des Aufbruchs in die Zukunft. Und du wirst sehen, welche Dinge es in Osterfeld zum ersten Mal gab. An den Stationen der Tour musst du jeweils eine kleine Frage beantworten, um die Koordinaten der nächsten Station zu erhalten. Manchmal können dir auch die Bilder in der Cachebeschreibung bei den Aufgaben helfen. Alle Hinweise brauchst du am Ende des Rundgangs, um die Dose zu finden. In der Dose liegt ein Logbuch, in das du dich eintragen kannst. Außerdem gibt es einige Wegpunkte mit interessanten Orten abseits der Route, die du dir ansehen kannst, wenn du möchtest.
Die Tour ist etwa 10 km lang. Vom Final zurück zum Start sind es nochmal etwa 4 km. Du kommst vom Endpunkt aber auch schnell wieder zum Hauptbahnhof.
Mit dem Rad ist die Tour leicht zu bewältigen. Wenn du zu Fuß gehst, musst du dich auf einen längere Wanderung einstellen.
Achtung: Da die Dose leider mehrfach gemuggelt wurde, gibt es eine zusätzliche Station und eine neue Formel für die Final Koordinaten.
1. Burg Vondern
N 51° 29.929
E 6° 54.391'
Glückauf und willkommen in Osterfeld. Du siehst hier das älteste Gebäude des Stadtteils. Eine Burg an dieser Stelle wurde 1266 das erste Mal erwähnt. Die Vorburg – vor der du gerade stehst – stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Herrenhaus dahinter wurde im 17. Jahrhundert gebaut.
Heute unterhält ein Förderkreis die Burg Vondern. Du kannst die Burg bei einer Führung näher kennen lernen. Ein besonderes Highlight ist das Ritterfest, das hier alle zwei Jahre stattfindet.
Und wie bei jeder anständigen Burg, rankt sich auch um Vondern eine Legende. Die Tochter des Burgherren war einst mit einem Zauber belegt. Nur ein mutiger junger Ritter konnte das Burgfräulein aus einem Zauberreich retten und den Fluch brechen. Natürlich feierten die beiden eine märchenhafte Hochzeit auf der Burg.
Aber genug der Legenden, hier kommt deine erste Aufgabe. Eine Burg musste sich gegen Feinde verteidigen. Wie schützten sich wohl die Herren von Burg Vondern?
- Die Burg war von einer großen Mauer umgeben - 17
- Die Burg stand früher auf zwei Inseln in einem Wassergraben - 70
- Gar nicht, Osterfeld war eine friedliche Gegend - 97
- Um die Burg herum gibt es einen Erdwall - 67
Die richtige Antwort verrät dir die fehlende Zahl in der Koordinate der nächsten Station. Setze sie für A in der nächsten Koordinate ein.
Und schreib dir alle Antworten auf! Du wirst sie am Ende der Tour noch brauchen.
2. Rangierbahnhof Osterfeld-Süd
N 51°29.968
E 006°54.2 A

© Stadtarchiv Oberhausen

© Stadtarchiv Oberhausen
Osterfeld war eine Stadt der Eisenbahn. In den 1870er Jahren bauten gleich mehrere Bahngesellschaften Strecken und Bahnhöfe in Osterfeld.
Hier siehst du den Rangierbahnhof Osterfeld-Süd. Er wurde 1891 von der Königlich-Preußischen Eisenbahn gebaut. Auf dem Rangierbahnhof wurden Eisenbahnwaggons mit Kohle, Erz, Stahl und vielen anderen Gütern zu Zügen zusammengestellt. Der Bahnhof Osterfeld-Süd war der zentrale Umschlagplatz für das gesamte Ruhrgebiet. Anfang des 20. Jahrhunderts war Osterfeld-Süd sogar der größte Bahnhof im europäischen Güterverkehr.
Wie wichtig die Eisenbahn für Osterfeld war, siehst du schon am alten Stadtwappen Osterfelds. Woran kannst du es erkennen?
- an einem Schienenstrang - 52
- am Flügelrad, dem Symbol der Eisenbahn - 23
- am Qualm einer Dampflok - 96
- an einer Oberleitung - 74
Richtige Antwort = B
3. Verkaufsanstalt Vondern
N 51°29.888
E 006°54.B 4
Dieses Gebäude fällt auf, nicht wahr? An der Fassade steht sogar noch, wozu es früher diente. Was damals „Verkaufsanstalt“ oder „Konsum" hieß, würde man heute wohl einen kleinen Supermarkt nennen. Das Geschäft gehörte der Gutehoffnungshütte. Dieser Name wird dir noch häufiger begegnen. Die Gutehoffnungshütte oder kurz GHH war einmal einer der größten Stahl- und Maschinenbaukonzerne der Welt. Hier im Süden von Osterfeld förderte die Zeche Vondern Kohle für die GHH. Für Arbeiter der Zeche baute die GHH hier eine Wohnsiedlung. In der Verkaufsanstalt konnten die Arbeiter direkt um die Ecke günstig Lebensmittel und andere alltägliche Dinge kaufen. Im großen „Casinosaal“ versammelten sich gerne die leitenden Angestellten der Zeche, damals nannte man sie noch Beamte.
In Arbeitersiedlungen fanden allerdings nie alle Arbeiter eine Wohnung. Oft mussten unverheiratete Bergleute als Untermieter bei anderen Familien wohnen. Sie nannte man dann Kostgänger.
Falls du dir den alten Standort der Zeche Vondern ansehen möchtest, kannst du am nächsten Wegpunkt unter der Autobahn hindurch gehen. Neben dem Lebensmittelgeschäft gab es für die Kinder der Bergleute auch einen Kindergarten. Dahin ist es nur ein kleiner Umweg. Auch dort gibt es einen Wegpunkt.
Um zur nächsten Station zu kommen, musst du aber wieder eine Aufgabe erfüllen.
Wie du siehst, war dies nicht die einzige Verkaufsanstalt der GHH. Die Nummer der Anstalt ist gleich C.
Falls du dich mit den römischen Ziffern nicht auskennst, hier eine kleine Hilfe:
I=1, II=2 usw. IV=4, V=5, VI=6 usw.
Wegpunkt: Kleinkinderschule Vondern
N 51°29‘930
E 006°54‘019
Die GHH versorgte Ihre Arbeiter nicht nur mit Lebensmitteln. Das Unternehmen sorgte auch für Kinderbetreuung. Dieses Gebäude war früher die Kita der Siedlung.
Wegpunkt: Brache Vondern
N 51°29.983
E 006°53.427
Hier kannst du unter der Autobahn A42 hindurch gehen. Auf der anderen Seite findest du eine Fläche, die fast wie unberührte Natur aussieht. Tatsächlich stand auf dieser Brache die Zeche Vondern.
Dort wurde 1898 ein erster Schacht gebohrt. Die Bergleute sagen dazu abgeteuft. Die Bergleute aus der Kolonie gingen hier zur Arbeit. Ihnen war natürlich noch keine Autobahn im Weg. Die gibt es erst seit 1974. Die Zeche Vondern blieb nämlich nur bis 1932 in Betrieb. Danach wurden die meisten Gebäude abgerissen.

© LVR-Industriemuseum
4. Stadtzentrum
N 51°30.07C
E 006°53.372

© Stadtarchiv Oberhausen
Ein langer Weg von Vondern bis hierher. Die Eisenbahn brachte Osterfeld nicht nur viele Arbeitsplätze und neue Einwohner. Die Bahnstrecke ist auch eine Barriere zwischen dem südlichen Teil Osterfelds und dem Stadtzentrum. Aber war eben nicht von einem Stadtteil die Rede? Ja richtig, Osterfeld ist ein Stadtteil von Oberhausen. Aber genau wie der westlich gelegene Stadtteil Sterkrade, gehört Osterfeld erst seit 1929 dazu. Vorher waren beide eigenständige Städte. Osterfeld hat eine eigene Tradition und eine spannende Geschichte.
Die wichtigsten Gebäude in der Stadtmitte sind die St. Pankratius Kirche und das Rathaus. Anfangs wurde Osterfeld noch von Bottrop aus verwaltet. Ab 1891 war Osterfeld selbstständig. Durch Eisenbahn und Bergbau wuchs die kleine Bauernsiedlung in kurzer Zeit zu einer großen, wohlhabenden Gemeinde. Vielleicht erkennst du links und rechts Anbauten am Rathaus. Als die Gemeinde immer größer wurde, musste auch die Verwaltung wachsen und das Rathaus wurde schnell zu klein für die vielen Beamten. Ab 1921 durfte sich Osterfeld endlich Stadt nennen.
Das heutige, große Kirchengebäude von St. Pankratius wurde 1896 gebaut. Der auffällige, gotische Bau passte zum Selbstbewusstsein der wachsenden Stadt. Die Kirche ist nicht weit weg. Du müsstest den Kirchturm schon sehen können. Um die nächste Frage zu beantworten, musst du zur Kirche rüber gehen. Schau sie dir genauer an.
Du wirst einen Hinweis auf die Bedeutung von St. Pankratius finden. Was ist besonders an der Kirche?
- Hier wird das Schwert des Heiligen Pankratius aufbewahrt. - 30
Gl[adius] S[ancti] Pancratii
- Sie ist Propsteikirche – Zentrum eines kirchlichen Verwaltungsbezirks. - 20
Eccl[esia] Praepos[itura]
- Sie wurde von Papst Pankratius geweiht. - 10
Pancratius P[apa]
- Sie wurde vom heiligen Pankratius selbst erbaut. - 40
Pancratius Aedi[ficator]
Richtige Antwort = D
5. Stolpersteine Familie Kainer
N 51°30.038
E 006°53. D 8
Sieh mal nach unten. Die Stolpersteine vor deinen Füßen erinnern daran, dass hier einmal Menschen wohnten, die wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nazis verfolgt wurden. Gertrud Kainer besaß ein Geschäft, das „arisiert“ wurde. Das heißt, dass jemand, der nach den Vorstellungen der Nazis ein „echter Deutscher“, ein „Arier“ war, den Laden für wahrscheinlich wenig Geld bekommen hat.
Anders als viele andere in Oberhausen, konnten die Kainers dem Massenmord entkommen, indem sie nach Südamerika oder ins heutige Israel flohen.
Sieh dir das Geburtsjahr von Gertrud Kainer an. Die ersten beiden Ziffern sind E.
6. Gesamtschule Osterfeld
N 51°30. E 9
E 006°53.325

© Stadtarchiv Oberhausen
Die Gesamtschule Osterfeld ist mit 1.500 Schülerinnen und Schülern heute die größte Schule in Oberhausen. Vielleicht fällt dir auf, dass die Schule aus drei Gebäuden besteht. Im linken war lange die Theodor-Heuss-Realschule untergebracht, im rechten die Pankratius-Grundschule. 1969 zog die Gesamtschule dort ein. Das neuere Gebäude in der Mitte kam 1975 als Verbindung zwischen den beiden alten hinzu.
Was könnte das Besondere an dieser Gesamtschule sein?
- Hier gehen nur Mädchen zu Schule - 37
- Hier lernen bis heute nur die Kinder von Bergleuten - 34
- Sie war die erste Gesamtschule im Rheinland - 20
- Es gibt Sprachkurse in Elbisch und Klingonisch - 39
Richtige Antwort = F
7. Bahnhof Osterfeld-Nord
N 51°30.3 F
E 006°53.130

© Stadtarchiv Oberhausen
Schon wieder ein Bahnhof? Tatsächlich gab es in Osterfeld zeitweise drei Bahnhöfe gleichzeitig. Das lag daran, dass es bis 1880 mehrere private Bahngesellschafen gab. Und sie bauten ihre Strecken und Bahnhöfe unabhängig voneinander.
Der Bahnhof Osterfeld-Nord gehörte zur Rheinischen Eisenbahn Gesellschaft. Die Bahnstrecke kannst du hinter dem ehemaligen Bahnhofsgebäude sicher noch erkennen. Bis 2014 fuhren auf der Strecke noch Güterzüge mit Sand zu einer Glasfirma in Gladbeck. Darum nannte man sie auch „Flachglasstrecke“.
Wie wird das alte Bahnhofsgebäude heute genutzt?
- als Kindertagesstätte - 92
- als Seniorenheim - 22
- als Hundepension - 42
- als Eisenbahnmuseum - 72
Richtige Antwort = G
8. Jugendhaus Stemmersberg
N 51°30.7 G
E 006°52.056

© LVR-Industriemuseum
Sind dir auf dem Weg hierher ungewöhnliche Straßennamen wie „Gute Straße“ aufgefallen? Zusammengenommen bilden die Straßen in dieser Gegend den Namen „Gute-Hoffnungs-Hütte-Actien-Verein“. Du bist also wieder in einer Arbeitersiedlung der Gutehoffnungshütte gelandet. Diese Kolonie heißt Stemmersberg.
Das Jugendhaus diente als Kindergarten und Schule. Dass der Arbeitgeber sich um die Kinder der Arbeiter kümmerte, war nicht nur soziales Engagement. Die GHH wollte ihre Arbeiter auch an sich binden und den Kindern bestimmte Werte vermitteln. Mädchen lernten zum Beispiel vor allem Hausarbeit. Sie sollten ja gute Hausfrauen werden.
Die Gutehoffnungshütte wollte aber jedem zeigen, wie wichtig es für die Firma war, für die Arbeiter zu sorgen. Darum wurde das Jugendhaus zum Beispiel 1912 vom Berliner Stararchitekten Bruno Möhring gebaut.
Bruno Möhring hat in der Fassade einen Hinweis hinterlassen, wozu das Gebäude diente. Kannst du den Hinweis sehen?
- ein Junge an einer Schulbank - 41
- zwei Kinder mit Büchern - 51
- ein Mädchen mit einer Puppe - 31
- eine Lehrerin an einer Tafel - 71
Richtige Antwort = H
9. St. Antony-Hütte
N 51°H.161
E 006°52.329

© LVR-Industriemuseum
Ein malerisches Fachwerkhaus. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, du bist hier am Geburtsort der Industrie des Ruhrgebiets. Hier auf der Eisenhütte St. Antony floss das erste Mal Eisen aus einem Hochofen im Ruhrgebiet.
Die Geschichte der ersten Eisenhütte des Reviers ist ein regelrechter Krimi mit Säufern und Schmugglern, mit Vetternwirtschaft und knallharten Geschäftsfrauen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus diesen turbulenten Anfängen ein riesiges Unternehmen, von dem du schon viel gehört hast – richtig die Gutehoffnungshütte. Als erste Firma, die hier Eisen erzeugt hatte, wurde die GHH zum Vorbild für viele weitere Unternehmen.
Hier wäre ein guter Platz für eine kleine Pause. Im Museum gibt es ein Café. Im ehemaligen Kontorhaus und im industriearchäologischen Park mehr über die Geschichte der St. Antony-Hütte erfahren. Ein Besucht lohnt sich wirklich! Für die kleinen Cacher gibt es außerdem einen Spielplatz in Form eines Hochofens.
Ganz in der Nähe erkennst du einen Turm. Der gehörte zur Zeche Osterfeld, genauer gesagt zum Schacht 4.
Man schrieb den 18. Oktober, als im Ruhrgebiet zum ersten Mal Eisen aus einem Hochofen floss. Aber in welchem Jahr? Sieh dir den Eingang des Museums an und finde es heraus. Die ersten beiden Ziffern der Jahreszahl sind I.
10. Zeche Jacobi
N 51°31.138
E 006°53.0(I+3)

© LVR-Industriemuseum
Hier stehst du an einem ehemaligen Zechengelände. Der Bergleute von Zeche Jacobi haben zwischen 1911 und 1974 bis 2 Millionen Tonnen Kohle im Jahr abgebaut. Wegen der prachtvollen Eingangsgebäude, die an einen französischen Palast erinnerten, hatte Jacobi auch den Beinahmen „Zechen-Versailles“.
Von der Zeche selbst siehst du nichts mehr. Nördlich von dir erstreckt sich heute ein „Volksgolfplatz“. Dort steht noch der Rest einer alten Gasleitung der Kokerei. An der Teutoburger Straße findest du noch einige Häuser der Bergleute von Zeche Jacobi.
Hier, wo du stehst, begann eine Eisenbahnstrecke zwischen Zeche Jacobi und den Werksanlagen der GHH in der heutigen Neuen Mitte. Heute ist die alte Bahntrasse ein Rad- und Wanderweg.
Und wie heißt dieser Weg?
- Stahl-Weg - 20
- Eisen.Straße - 10
- ErzTrasse - 90
- Eisen_Bahn - 70
Richtige Antwort = J
Um zur nächsten Station zu gelangen, folgst du am besten diesem Weg bis zum nächsten Wegpunkt.
Wegpunkt: Weg zur Zeche Osterfeld
N 51°30‘195
E 006°52‘356
Hier kannst du den Weg verlassen und weiter zur nächsten Station gehen.
11. Zeche Osterfeld
N 51°30.2 J
E 006°52.683

© LVR-Industriemuseum
Dieser ganze Park war mal das Betriebsgelände einer großen Zeche. Genau wie Zeche Vondern und Zeche Jacobi gehörte auch die Zeche Osterfeld zur Gutehoffnungshütte. Sie versorgte die nahe gelegenen Hochöfen und Walzwerke mit Kohle und Koks.
Zeche Osterfeld ging 1992, nach 119 Jahren, außer Betrieb. In dieser Zeit förderte sie bis zu 2,8 Millionen Tonnen Kohle im Jahr. Heute kannst du in einem schönen Park spazieren gehen. Den Park hat man für die Oberhausener Landesgartenschau – kurz OLGA – im Jahr 1999 angelegt. Vorher musste man das Gelände allerdings von vielen Schadstoffen reinigen, die in der Kokerei angefallen waren.
Hier stehst du vor dem Torhaus, durch das die Arbeiter vor und nach jeder Schicht gingen. In der Nähe findest du weitere ehemalige Zechengebäude. Im „Steigerhaus“ saß die Verwaltung der Zeche. Das Fördergerüst steht über einem von früher drei Schächten. Dieser Schacht ist nach Paul Reusch, dem Generaldirektor der Gutehoffnungshütte, benannt.
Du willst weiter gehen? Schau dir das Torhaus genauer an. Wann wurde es gebaut? Nimm die beiden letzten Ziffern der Jahreszahl mal 5, so bekommst du K.
12. Gedenkort Zwangsarbeiterlager Zeche Osterfeld
N 51°30.301
E 006°52. (K-1)5
Auf den ersten Blick verrät dieser Ort nicht, was hier passiert ist. Diese Fläche, unmittelbar neben der Zeche Osterfeld, war im Zweiten Weltkrieg Standort eines Zwangsarbeiterlagers. In diesem Lager waren sowjetische Soldaten eingesperrt, die von der deutschen Wehrmacht gefangen genommen wurden. Auf der nahe gelegenen Zeche Osterfeld mussten die Kriegsgefangenen arbeiten.
Weil in Deutschland etwa 10 Millionen Männer in den Krieg geschickt wurden, fehlten Arbeiter. Trotzdem wollten die Nationalsozialisten immer mehr Kohle fördern, mehr Stahl produzieren, um immer mehr Waffen herstellen zu können. Also verschleppten die Nazis etwa 11 Millionen Menschen und zwangen sie zur Arbeit in der Landwirtschaft, in der Industrie und im Bergbau. Gerade Menschen aus Russland, der Ukraine und anderen Ländern in Osteuropa waren in den Augen der Nazis nichts wert und wurden unmenschlich behandelt. Sie erhielten zu wenig zu essen und wurden mit Gewalt zur Arbeit getrieben. Und sie waren ohne Schutz den Luftangriffen ausgeliefert. Die Arbeiter in diesem Lager kamen durch Bomben ums Leben. Darum erinnert eine Gedenkstätte an diese Menschen und ruft zum Frieden in der Welt auf.
Nimm dir einen Moment Zeit und sieh dir die Gedenktafeln an.
Und dann schau nach, wer diese Gedenkstätte eingerichtet hat.
- eine Bürgerinitiative - 3
- Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Osterfeld - 4
- das Stadtarchiv - 8
- ein Museum - 2
Richtige Antwort = L
13. Kokerei Osterfeld
N 51°30.065
E 006°52.L 82

© LVR-Industriemuseum
Hier bist du am früheren Standort der Kokerei Osterfeld. Die Kokerei stellte Koks für die Hochöfen der Gutehoffnungshütte her. Man braucht Koks, um Sauerstoff aus dem Rohstoff Eisenerz zu entfernen – Erz ist so etwas Ähnliches wie Rost. Die Hochöfen befanden sich in der Nähe des heutigen CentrO.
Um Koks zu bekommen, wurden in der Kokerei alle störenden Bestandteile wie zum Beispiel Schwefel aus der Kohle entfernt. Übrig blieb fast reiner Kohlenstoff. Dazu musste man die Kohle in einem Ofen erhitzen, ohne dass sie mit Luft in Kontakt kam. Aus der Kohle gewann man nicht nur Koks, sondern auch verschiedene Chemikalien, die man als Farbstoffe, Dünger oder Treibstoff nutzen konnte.
Die große Kuppel, an der du eben vorbeigekommen bist, war einmal die Kohlenmischanlage der Zeche. Hier wurden verschiedene Kohlen gemischt, um einen guten Koks zu bekommen.
Jetzt stehst du vor einem großen Wall. Darauf steht eine Aussichtsplattform, die so ähnlich aussieht wie der Turm, in dem die Kohle gelagert wurde. Aus diesem Turm füllte man die Kohle von oben in die Öfen. Der Wall erinnert an diese insgesamt 96 Öfen.
Für eine Gruppe von Öfen einer Kokerei gab es eine bestimmte Bezeichnung. Wie lautet diese wohl?
- Koksbatterie - 24
- Kohlenloch - 16
- Ofenbrücke - 77
- Kokskohlenkammer - 89
Tipp: Wenn dir die Antwort nicht einfällt, findest du bestimmt einen Hinweis. Vielleicht musst du genauer hinsehen, weil ein paar Künstler aktiv waren.
Richtige Antwort = M
14. Siedlung Eisenheim
51°30‘2 M
006°51‘833

© LVR-Industriemuseum
Hier bist du wieder an einem historischen Ort. Die Siedlung Eisenheim wurde ab 1846 von der Gutehoffnungshütte gebaut. Damit ist Eisenheim die älteste Arbeiterkolonie im Ruhrgebiet. Dabei hatte die GHH anfangs gar keine Baugenehmigung. Die bekam sie erst, als die ersten Mieter schon eingezogen waren.
In die ersten Häuser in Eisenheim zogen Meister, die die GHH dringend im Walzwerk brauchte. Sie waren Fachleute und brachten Wissen über Eisenverarbeitung mit, das man im Ruhrgebiet noch gar nicht hatte.
Zu dieser Zeit war hier noch plattes Land. Eisenheim lag also weit entfernt vom alten Ortskern von Osterfeld. Bis ins 20. Jahrhundert hinein erweiterte die GHH die Siedlung mehrfach. Dabei waren die „alteingesessenen“ Meister und Walzwerksarbeiter anfangs gar nicht von den polnischen Bergleuten begeistert, die später dazukamen.
Aber mit der Zeit wurden die Eisenheimer eine eingeschworene Gemeinschaft, wie man sie fast nur in solchen Siedlungen findet. Die Gemeinschaft konnte in den 1970er Jahren verhindern, dass die Siedlung abgerissen wurde. Lange und ausdauernd protestierten die Eisenheimer gegen die Abrisspläne. 1972 wurde Eisenheim – als erste Arbeitersiedlung in Deutschland – unter Denkmalschutz gestellt.
Seitdem gibt es im ehemaligen Waschhaus aus dem Jahre 1952, das du hier siehst, ein kleines Museum und nebenan eine Museumswohnung. Das LVR-Industriemuseum Eisenheim ist zwischen Ostern und Oktober an Sonntagen geöffnet.
Das älteste noch erhaltene Wohnhaus der Siedlung hat einen besonderen Spitznamen. Wie lautet er? Sieh dich nach einem Plan der Siedlung um. Dort du findest bestimmt einen Hinweis.
- Verlies - 9
- Bastion - 7
- Kaserne - 3
- Zeughaus - 5
Richtige Antwort = N
Final
N 51° (JxN). (B-D)(G-E-L)
E 006° (H+F). (A-C)((K-I):M)