Das stählerne Herz Oberhausens
Die Neue Mitte
Falls du dich je gefragt hast, wie es in der Neuen Mitte aussah, bevor es das CentrO gab, bei diesem Cache wirst du es erfahren. Oft erst auf den zweiten Blick kann man erkennen, dass dies einst das stählerne Herz Oberhausens war. Komm mit auf einen Entdeckungsreise in diese Vergangenheit.
Die Strecke ist mit etwa 13,5 km recht lang. Du kannst die Tour gut mit dem Fahrrad bewältigen!
Falls du lieber zu Fuß gehen willst, es gibt in der Geocaching Oberhausen App eine kürzere Variante.
An den Stationen der Tour musst du jeweils eine kleine Frage beantworten, um die Koordinaten der nächsten Station zu erhalten. Manchmal können dir auch die Bilder in der Cachebeschreibung bei den Aufgaben helfen. Alle Hinweise brauchst du am Ende des Rundgangs, um die Dose zu finden. In der Dose liegt ein Logbuch, in das du dich eintragen kannst.
Außerdem gibt es einige Wegpunkte mit interessanten Orten abseits der Route, die du dir ansehen kannst, wenn du möchtest.
1. Start: Schloss Oberhausen
N 51°29.535
E 006°51.633
Nah bei diesen Koordinaten findest du auch Parkmöglichkeiten.
Glückauf und willkommen in Oberhausen!
Du stehst hier im Hof des Schlosses Oberhausen. Schon im Mittelalter stand hier eine Ritterburg mit dem Namen Overhus. Daraus wurde Oberhaus und dann später Oberhausen. Nach dem Schloss wurde 1847 eine Eisenbahnstation benannt. Und als 1862 eine neue Stadt gegründet wurde, bekam sie den Namen Oberhausen.
Im Zweiten Weltkrieg trafen Bomben das Schloss. Reparaturen reichten nicht lange aus, so beschloss man 1953: Ein ganz neues Schloss muss her. 1960 war es fertig. Seitdem findest du hier die Ludwiggalerie, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands.
Im Flügel rechts vom Haupteingang erinnert die Gedenkhalle der Stadt an die Opfer des Nationalsozialismus. Neben ihrer interessanten Ausstellung über Oberhausen in der Zeit des Nationalsozialismus organisiert sie Bildungsangebote und kümmert sich um die sogenannten Stolpersteine. Diese Steine, von denen du heute auch einen sehen wirst, erinnern an Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.
© Gedenkhalle Oberhausen
Den großen Park – den Kaisergarten – hat man 1897 angelegt. Er sollte den Menschen in der grauen Industriestadt Oberhausen etwas Erholung bieten. Seit den 1920er Jahren gibt es sogar einen Tierpark.
Um mit deinem Rundgang zu beginnen, musst du erst eine Frage beantworten. Welchem Adeligen gehörte das Schloss Oberhausen wohl?
- dem Grafen von Westerholt-Gysenberg - 97
- dem Herzog von Katharinenhof - 63
- dem Prinzen von Lirich - 75
- dem Marquis von Styrum - 29
Die richtige Antwort bringt dir die Zahl A. Setze sie in die Koordinaten der nächsten Station ein und deine Tour kann beginnen. Der beste Weg führt am Rhein-Herne-Kanal entlang.
Vielleicht willst du dir noch eine ungewöhnliche Brücke ansehen.
Wegpunkt: Slinky-Springs-to-Fame
N 51°29.553
E 006°51.549
Diese Brücke wurde 2011 vom Künstler Tobias Rehberger gebaut und ist eines der spektakulärsten Bauwerke am Rhein-Herne-Kanal. Die Brücke sieht doch ganz so aus wie die Spielzeugsprungfeder, die ihr den Namen gab.
2. Siedlung Grafenbusch
N 51°29.4 A
E 006°51.854
© LVR-Industriemuseum
Von grauer Industriestadt ist hier nicht viel zu sehen. Diese idyllische Siedlung hat aber tatsächlich viel mit der früheren Industrie zu tun. Hier am Grafenbusch baute die Gutehoffnungshütte – der Name wird noch häufiger vorkommen – zwischen 1910 und 1923 eine Siedlung für ihre Beamten. Beamte sind die leitenden Angestellten des Unternehmens. Deren Wohnhäuser sind viel größer und komfortabler als einfache Arbeiterhäuser in den anderen Siedlungen. Entworfen hat die Häuser der Berliner Stararchitekt Bruno Möhring.
Die Beamten hatten von hier aus nur einen kurzen Weg zur Arbeit. Dort, wo heute die Neue Mitte mit Einkaufszentren und Restaurants liegt, stand einst ein riesiges Hüttenwerk. Hochöfen erzeugten Eisen, Stahlwerke kochten Stahl und Walzwerke stellten Bleche, Draht und Schienen her. Rund 14.600 Menschen haben bis zu 2 Millionen Tonnen Eisen- und Stahl im Jahr produziert. Die Gutehoffnungshütte (oder kurz GHH) war damals einer der größten Stahl- und Maschinenbaukonzerne der Welt.
Mach dich auf den Weg in die Neue Mitte und schau dir an, was von diesem Hüttenwerk geblieben ist!
Aber sieh dir vorher das Haus näher an. An der linken Ecke findest du einen Stolperstein, der an Emma Franziska Schüring erinnert.
Was an dem Haus zeigt dir, dass es zu einer Siedlung der GHH gehörte?
- Eisen & Schlägel – das Symbol der Bergleute - 87
- das Symbol der Gutehoffnungshütte – „GHH“, auch genannt Rollmops - 95
- das Relief eines Hochofenarbeiters - 12
- ein Zahnrad als Symbol für Industrie - 96
Richtige Antwort = B
3. Gasometer
N 51°29.5 B
E 006°52.177
Den Gasometer kennst du bestimmt. Er ist als Ausstellungshalle weltberühmt. Aber hast du dir jemals Gedanken darüber gemacht, wofür er ursprünglich gebraucht wurde?
Der Gasometer ist eines der wenigen Überbleibsel vom alten Hüttenwerk. In den Hochöfen stellten die Hüttenwerker Eisen her. Dabei entstand ein Gas – das Gichtgas. Mit diesem Gas konnte man Energie erzeugen. Im Gasometer wurde das Gas gespeichert, bis es gebraucht wurde.
Nach der Stilllegung des Hüttenwerks diente der Gasometer noch einige Zeit als Speicher für Kokereigas. Dieses Gas entsteht bei der Herstellung von Koks und konnte auch als Energiequelle genutzt werden. Danach machte man aus dem Gasometer eine spektakuläre Ausstellungshalle. Vom Dach hast du einen tollen Ausblick. Nicht umsonst singen die Misfits in ihrem Oberhausen-Lied: „Steh’se auf’m Gasometer im Sturmesbrausen, und alles watte siehst is‘ – Oberhausen.“
Gehen wir etwas zurück in die Anfangszeit. Wie hieß der Konstrukteur des Gasometers?
- Harschlutz - 5
- Treibschutz - 6
- Flinschatz - 7
- Jagschitz - 8
Richtige Antwort = C
Am besten nimmst du den Weg über diesen Wegpunkt.
N 51°29.610
E 006°52.413
4. Zeche Osterfeld
N 51°30.209
E 006°52.6C3
© LVR-Industriemuseum
Dieser ganze Park war mal das Betriebsgelände einer großen Zeche. Zeche Osterfeld ging 1992, nach 119 Jahren, außer Betrieb. In dieser Zeit förderte sie bis zu 2,8 Millionen Tonnen Kohle im Jahr. Die eigene Kokerei stellte Koks für die Hochöfen der Gutehoffnungshütte her. Man braucht Koks, um Sauerstoff aus dem Rohstoff Eisenerz zu entfernen – Erz ist so etwas Ähnliches wie Rost. Um Koks zu bekommen, wurden alle störenden Bestandteile wie zum Beispiel Schwefel aus der Kohle entfernt und übrig blieb fast reiner Kohlenstoff.
Heute kannst du in einem schönen Park spazieren gehen. Den Park hat man für die Oberhausener Landesgartenschau – kurz OLGA – im Jahr 1999 angelegt. Vorher musste man das Gelände allerdings von vielen Schadstoffen reinigen, die in der Kokerei angefallen waren.
Hier stehst du vor dem Torhaus, durch das die Arbeiter vor und nach jeder Schicht gingen. In der Nähe findest du weitere ehemalige Zechengebäude. Im „Steigerhaus“ saß die Verwaltung der Zeche. Das Fördergerüst steht über einem von früher drei Schächten. Dieser Schacht ist nach Paul Reusch, dem Direktor der Gutehoffnungshütte, benannt.
Die große Kuppel war einmal die Kohlenmischanlage der Zeche. Hier wurden verschiedene Kohlensorten gemischt, um einen guten Koks zu bekommen. Mitten im OLGA-Park siehst du außerdem eine große Aussichtsplattform, die an die Koksöfen erinnert.
Nun sie dir das Torhaus näher an. Wann wurde es gebaut? Nimm die letzten beiden Ziffern der Jahreszahl mal 6 und du erhältst D.
Der günstigste Weg zur nächsten Station führt hier entlang:
Wegpunkt: Alte Kläranlage
N 51°29.800
E 006°52.552
Diese Klärbecken gehörten ebenfalls zur Zeche Osterfeld. Das Abwasser der Zeche war von Kohlenstaub und Chemikalien ziemlich verdreckt. Darum wurde es hier gereinigt.
5. Marina Oberhausen
N 51°29.6 D
E 006°53.037
© LVR-Industriemuseum
Zurück in der Neuen Mitte. Aquarium, Schwimmbad und Yachthafen laden dich ein.
Nichts erinnert daran, wie es hier früher aussah. Auf dem Platz, auf dem jetzt ein Schwimmbad steht, befand sich seit 1927 das Zementwerk der GHH. Dort verarbeitete man die Schlacke aus den Hochöfen. So konnte man noch aus Abfall Geld machen.
Aber hier ist noch mehr passiert. Im Zweiten Weltkrieg gab es hier ein Lager für Zwangsarbeiter. Das waren Kriegsgefangene und andere Menschen aus Ländern, die von der deutschen Wehrmacht besetzt waren. Weil etwa 10 Millionen deutsche Männer in den Krieg geschickt wurden, verschleppte die Wehrmacht etwa 11 Millionen Menschen nach Deutschland. Diese Menschen wurden unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen. Gerade in großen Hüttenwerken wie diesem setzte man Zwangsarbeiter ein, weil viel Stahl gebraucht wurde, um Waffen herzustellen.
Nach der Stilllegung des Hüttenwerks wurden hier alle Anlagen abgerissen. Und es entstanden viele Freizeitangebote, unter anderem ein Yachthafen. Nach wem ist die Marina benannt?
- nach Hermann Reusch,
früherer Generaldirektor der GHH - 07
- nach Luise Albertz, frühere
Oberbürgermeisterinvon Oberhausen - 17
- nach Heinz-Schleußer, einem Politiker
aus Oberhausen und früheren Finanzminister von NRW - 56
- nach Karl Strohmenger, früherer
Arbeitsdirektorder Hüttenwerke Oberhausen - 27
Richtige Antwort = E
6. Haus Ripshorst
N 51°29. E 1
E 006°54.086
Es gibt doch wirklich viel Grün im Ruhrgebiet und noch mehr Geschichte als nur Zechen und Hochöfen! Hier stehst du vor einem Hof, auf dem im Mittelalter Ritter gelebt haben. Die Ritter dienten dem Stift Essen. Dieses Stift war eine religiöse Gemeinschaft von Frauen, die hier bis 1803 über weite Landstricheherrschte.
Hier kannst du eine kleine Pause einlegen. Weiter geht es mit dieser Frage.
Haus Ripshorst gehört heute zu einem Park, der Anfang der 1990er Jahre angelegt wurde. Nachdem viele Bergwerke und Fabriken geschlossen worden waren, wollte man neue Parklandschaften schaffen. Dort sollen sich die Menschen erholen.
Wie heißt dieser Park?
- Emscher Landschaftspark - 4
- Rhein-Herne-Kanal-Garten - 7
- CentrO-Park - 9
- Ruhrpark - 1
Richtige Antwort = F
7. Gleispark Frintrop
N 51°29.2 F 9
E 006°54.137
Hier stehst du auf der Stadtgrenze zu Essen. Wie der Name schon sagt, lagen hier einmal Gleise. Dieser Bereich diente bis in die 1990er Jahre als Rangierbahnhof. Hier wurden Eisenbahnwaggons mit Erz, Kohle und vielen anderen Gütern zu Güterzügen zusammengestellt.
Dieser Ort gehörte einmal zu Essen. Die alte Brücke an dieser Stelle musste allerdings vor einigen Jahren saniert werden. Die Stadt Essen hatte jedoch kein Geld und kein Interesse. So schenkte sie der Stadt Oberhausen 2007 dieses Grundstück. Dann konnte Oberhausen mit dem Staringenieur Stefan Polónyi 2008 eine neue Brücke bauen.
Auf dem Weg zur nächsten Station kommst du an einer großen Fläche vorbei, die von der Straße „Brammenring“ umschlossen wird. Dort stehen bereits einige große Märkte. Bis 2006 befand sich hier ein Elektrostahlwerk, das letzte Stahlwerk Oberhausens. Nachdem es 1997 geschlossen hatte, wollte man in den Werkshallen ein Gesundheitszentrum einrichten. Als sich diese Pläne zerschlagen hatten, sprengte man das Stahlwerk 2006.
Aber erst musst du ja die nächsten Koordinaten herausfinden. Kennst du dich mit Insekten aus? Welche Spinnenart lebt im Gleispark?
Schau dich um. Vielleicht findest du eine Spinne. Vielleicht kann dir aber auch eine Infotafel weiterhelfen.
- rot-weiße Zebraspinne - 59
- gelb-schwarze Wespenspinne - 60
- violette Witwe - 61
- grünliche Vogelspinne - 62
Richtige Antwort = G
8. UMSICHT
N 51°29.1 G
E 006°52.838
In der Neuen Mitte gibt es mehr als nur Einkaufsparadiese. Auf den Flächen des alten Hüttenwerks siedelten sich auch Gewerbebetriebe und ein Forschungszentrum an. Das Institut UMSICHT gehört zur Fraunhofer Gesellschaft. Es ist ein wichtiges Institut für angewandte Forschung und arbeitet mit vielen Partnern in der Industrie der Region zusammen. Das Gebäude, vor dem du stehst, war einmal die Lehrwerkstatt der Hüttenwerke Oberhausen.
Woran forscht man wohl bei UMSICHT?
- an neuen Linsen für umsichtige Brillen - 1
- an Umwälzpumpen und Sickergruben - 2
- an Umwelt-, Energie- und Sicherheitstechnik - 3
- an Unterlagen für Siliziumchips - 4
Richtige Antwort = H
9. Zeche Oberhausen
N 51°28.973
E 006°53.1 H 0
© LVR-Industriemuseum
Du hast das Werkstor der nächsten Zeche erreicht. Zwischen 1854 und 1931 fuhren hier täglich bis zu 2.300 Bergleute ein, um Kohle zu fördern. Die Kohle brachte man direkt von der Zeche in eine Kokerei, um daraus Koks zu erzeugen. Und von dort ging es direkt zum Hüttenwerk. Zeche Oberhausen war die erste Hüttenzeche im Ruhrgebiet. Das heißt, die Zeche gehörte zur GHH, zum selben Unternehmen wie das Hüttenwerk, und versorgte die Maschinen und Hochöfen direkt mit Kohle ohne lange Transportwege.
In der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre konnte die Zeche Oberhausen nicht mehr bestehen und wurde stillgelegt. Bis 1959 diente sie allerdings noch als Schaubergwerk.
Was gab es wohl unter Tage Besonderes im Schaubergwerk?
- ein Kino - 32
- ein Zentrum für Höhlenforschung - 37
- ein Lager für Abfall - 79
- eine U-Bahn - 61
Richtige Antwort = I
Bevor du zur nächsten Station weiterfährst, solltest du auf die Knappenhalde steigen. Es ist zwar eine ordentliche Steigung, aber der Blick vom Aussichtsturm auf der Halde wird dich belohnen!
Wegpunkt: Knappenhalde
N 51°28.956
E 006°52.729
Dieser kleine Hügel ist eine Abraumhalde von Zeche Oberhausen. Hier wurde unbrauchbares Gestein – die Berge – abgeladen, das mit der Kohle zusammen nach oben gekommen war. Erst nach den Zweiten Weltkrieg beschloss man, die Halde aufzuforsten. Wie öde musste sie vorher ausgesehen haben? Es waren übrigens Schüler und Strafgefangene, die die Bäume pflanzen mussten.
Wenn du Lust hast, kannst du das Bunkermuseum besuchen.
Wegpunkt: Bunkermuseum
N 51°28.635
E 006°52.938
© Gedenkhalle Oberhausen
In einem alten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg erfährst du, wie die Menschen im Ruhrgebiet den Krieg, den die Nationalsozialisten begonnen hatten, erlebt haben.
Das Bunkermuseum ist mittwochs und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet (außer in der Winterpause), Feiertags geschlossen.
Der Eintritt ist frei!
10. Henkelmannbrücke
N 51°28.973
E 006°52.I 3
Diese kleine Brücke führte auf das Werksgelände. Oft gingen die Frauen oder die Kinder der Arbeiter über diese Brücke zum Werkstor. Kannst du dir vorstellen, was sie dort wollten? Eigentlich war das Werk für sie und alle, die nicht dort arbeiteten, verbotenes Gelände. Und warum nennt man die Brücke wohl die „Henkelmannbrücke“?
Was ist ein Henkelmann überhaupt?
- ein Behälter mit Henkel, in dem den
Männern das Essen gebracht wurde. - 80
- ein Kleiderhaken für schmutzige Arbeitskleidung - 56
- ein Waschmittelvertreter. Zum Waschen der
Arbeitskleidung brauchte man viel Waschmittel. - 34
- ein Werkzeug eines Stahlarbeiters - 76
Richtige Antwort = J
Wegpunkt: Turbinenhalle
N 51°29.039
E 006°52.164
Vielleicht hast du von der Turbinenhalle schon mal gehört. Hier treten oft bekannte Bands oder MusikerInnen auf. Aber hast du dich schon gefragt, warum sie Turbinenhalle heißt?
Diese Halle gehörte zur Eisenhütte 2. Die Turbinen in der Turbinenhalle von Eisenhütte 2 nutzten Gichtgas – das gleiche Gas wie im Gasometer –, um Strom zu erzeugen.
11. Eisenhütte 2
N 51°29.255
E 006°52.0 J
© LVR-Industriemuseum
Und wieder stehst du vor einem Werkstor. Diesmal ist es das Tor der Eisenhütte 2. Das gesamte Hüttenwerk bestand aus mehreren Bereichen. Eisenhütte 1 und 2 stellten aus Eisenerz Roheisen her. In den Stahlwerken Oberhausen und Neu-Oberhausen verarbeitete man das Eisen zu Stahl und walzte Bleche, Schienen oder Draht.
Vielleicht fragst du dich, was der Unterschied zwischen Eisen und Stahl ist. Beide bestehen aus dem chemischen Element Eisen und etwas Kohlenstoff. Stahl hat weniger Kohlenstoff und ist deshalb widerstandsfähiger und besser zu bearbeiten.
Eisenhütte 2 wurde 1907 gebaut. Und 1959 entstand auf Eisenhütte 2 der zu seiner Zeit modernste Hochofen Europas. Allerdings war er nur 20 Jahre in Betrieb, denn 1979 wurde die gesamte Anlage stillgelegt. Es war der Anfang vom Ende der Schwerindustrie in Oberhausen.
Wann wurde das Torhaus gebaut? Nimm die letzten beiden Ziffern der Jahreszahl und ziehe 5 ab, so bekommst du K.
12. Werksgasthaus
N 51°29.K 2
E 006°51.957
© LVR-Industriemuseum
Du merkst es vielleicht nicht, aber diese Straße war mal das Herz eines Weltkonzerns. Die Gutehoffnungshütte hatte hier ab 1875 ihren Konzernsitz. Du siehst nebenan ein neueres Gebäude, in dem die Sparkasse und die Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung untergebracht sind. In den beiden Häusern dahinter saßen früher die Direktoren und leitenden Angestellten der GHH. Du stehst vor dem früheren Werksgasthaus. Hier gingen seit 1913 die Direktoren und Beamten zum Essen. Es gab Vorträge und Kulturveranstaltungen. Außerdem wurden Gäste des Unternehmens, also Kunden und Geschäftspartner, hier bewirtet und konnten, wie in einem Hotel, hier übernachten. Später feierte man auch die Jubiläen der Arbeiter hier.
Von hier siehst du auch einen Wasserturm. Das Hüttenwerk brauchte nicht nur Kohle und Erz, sondern auch viel Wasser. Wasser kühlte die Anlagen und machte in den Kesseln „ordentlich Dampf“. Genauso brauchten die Wohnhäuser in den Werkssiedlungen Trinkwasser. Der 1897 gebaute Turm diente dazu, in den Wasserleitungen den notwendigen Druck zu erzeugen. In den Wasserbehälter passten etwa 1.000 m3.
Schau dir das Werksgasthaus näher an. Was ist heute im Werksgasthaus untergebracht?
- ein Modegeschäft - 43
- eine Bank - 27
- ein Labor - 91
- ein Technologiezentrum - 75
Richtige Antwort = L
Nimm jetzt alle Hinweise, die du bei der Tour gesammelt hast, und setze sie hier ein. Dann bekommst du die Koordinaten des Final.
N 51° (I-H).(A-B)(D-C)
E 006° (E-F). (J-G)(L/K)