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Talformen in Pirna EarthCache

Hidden : 5/2/2018
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Talformen in Pirna


Elbsandsteingebirge
und
Dresdner Elbtalweitung


Erläuterungen


Die Formen von Täler sind sehr vielfältig. In Hochgebirgen haben Gletscher große Trogtäler hinterlassen. Und wer Karl May gelesen hat, dem sind sicherlich die Wadi genannten Trockentäler ein Begriff. In Pirna sind mit dem Zusammentreffen von Elbsandsteingebirge und der Dresdner Elbtalweitung besondere Verhältnisse gegeben, die ihrerseits verschiedene Talformen begünstigen. Und so kann man auf dem Stadtgebiet von Pirna auf drei verschiedene Talformen treffen. Wir können sie auf einer relativ kurzen Wanderung, knapp fünf Kilometer sind zurückzulegen, in Augenschein nehmen.

Entscheidende Kraft bei der Bildung von Flusstälern ist die Erosion. Man unterscheidet hier im wesentlichen zwei Formen:
Tiefenerosion: Wie Tief sich ein Fluss in eine Landschaft herein schneiden kann, ist von mehreren Faktoren abhängig. Wie reisend er fließen kann entscheiden Wassermenge und Gefälle. Wichtig ist die Härte des zu durchdringenden Materials. Sand, Geröll und Steine schleifen das Flussbett aus.
Breitenerosion:Erosion entscheidet nicht nur über die Tiefe, sondern auch über die Breite des Flussbettes. Die Faktoren sind zunächst ähnlich, müssen jedoch anders gewichtet werden. Große Flüsse haben meist eine geringere Fließgeschwindigkeit. Dafür führen sie oft regelmäßig Hochwasser. Die Härte des Materials in der Umgebung ist von entscheidender Bedeutung. Ist es hart schneidet sich der Fluss in eine Landschadt hinein, weiches Material führt zu sanfteren Landschaftsformen.

Folgende Flusstalformen sind im Stadtgebiet von Pirna zu finden:

Kerbtal (auch V-Tal):

Diese Talform ist in Mittel- und Hochgebirgen sehr häufig. Das Tal schneidet sich V-Förmig in die Landschaft hinein. Tiefenerosion sorgt für das absinken der Talsohle. Breitenerosion weitet die Oberseite des Tales aus, beispielsweise durch Hangrutsche. Der Fluss hat genug Kraft das Material wegzuspülen.

Cañon / Canyon

Ein Canyon entsteht in einem sehr lanwierigen Prozess. Der Fluss schleift sich in ein Plateau, meist aus Granit oder Sandstein, hinein. Durch die härte des Materials entstehen in der Frühphase des Prozesses oft Windungen und Schleifen. In der Folge schneidet das Gewässer sich in Schichten unterschiedlicher Härte. Dabei unterliegen weichere Schichten stärker der Erosion als harte, es entsehen die typischen treppenförmigen Hänge.

Sohlental

Sohlentäler entstehen, wenn der Fluss eine gewisse Größe erreicht hat. Die Tiefenerosion nimmt ab, der Fluss hat nicht mehr die Kraft das Material im Flussbett komplett weiter zu befördern. Der Fluss selbst nimmt nicht mehr das komplette Flussbett ein. Seitenerosion findet nach wie vor statt, beispielsweise durch Verwitterung an den Hängen.


Der Cache


Unsere Tour ist wie gesagt knapp 5 km lang, für die ganz Eiligen unter euch sollte die Geschichte also in etwa 1 ½ Stunden zu machen sein. Ich empfehle natürlich etwas mehr. Bei einem Hochwasser der Elbe würde ich von der Tour abraten, eventuell werde ich den Cache dann auch kurzzeitg sperren. Es sollte hell und nebelfrei sein. Im Herbst und Winter kann ein kalter Wind die Geschichte extrem ungemütlich machen.


Auf gehts: Du kannst entweder bei N 50º 57 981' E 013º 56.256' parken oder mit den Buslinien 238 oder M vom Busbahnhof Pirna aus zur Haltestelle Copitz Hauptplatz fahren. Dort beginnt unsere kleine Runde. Geh zu N 50º 58.031' E 013º 56.330' und folge dem gelb markierten Wanderweg bis

Station 1: Das Tal des verschwundenen Flusses
N 50º 58.033' E 013º 56.692'

Sicherlich ist es an dieser Stelle etwas überraschend, aber du blickst hier neben dem der Elbe noch in ein zweites Flusstal hinein. Zwischen dem Schloss auf der linken Seite und dem Kohlberg rechts, da wo die Marienkirche steht blickst du in das Tal. Die Gottleuba ist ein 34km langer Kleinfluss, ihr Quellgebiet liegt im deutsch-böhmischen Grenzgebiet. Ihre Mündung wurde im Zuge der Pirnaer Stadtentwicklung verlegt, das frühere natürliche Flussende ist heute nicht mehr sichtbar. Es befand sich jedoch am Rande der Pirnaer Altstadt. Du hast also auch einen guten Einblick in dieses Tal.
Welcher Talform entspricht die Gottleuba im Pirnaer Stadtgebiet?

Folge weiter dem Wanderweg.

Station2: Über der Elbe
N 50º 57.990' E 013º 57.127'

Die Elbe ist zirka 1100km lang und gehört damit zu den 100 größten Flüssen der Welt. Ihre Quelle liegt im Riesengebirge. Mittels großer Nebenflüsse, die Moldau ist eigentlich länger und mächtiger als die Elbe selbst, ist sie der einzige Abfluss aus dem Böhmischen Becken. In diesem Zustand siehst du sie hier. Einen besseren Blick in das Tal von oben her gibt es leider nicht, du kannst jedoch später von unten her, an den Stationen 3-5 nochmals in das Tal schauen.
Definiere die Talform der Elbe im Bereich des Elbsandsteingebirges. Beachte, dass du dich am Ende des Tales in dieser Form befindest. Im Inneren des Gebirges ist der Eindruck natürlich eindrucksvoller. Ziehe eventuell eine Landkarte zu rate.
Miss mit Hilfe deines GPS die Höhe, du benötigst den Wert an Station 4.

Folge weiterhin dem gelb markierten Weg.

Station 3: Das Bächlein
N 50º 57.933' E 013º 57.205'

Der Katzbach ist zirka 6km lang, sein Quellgebiet liegt im Bereich der Ortsgrenze Pirna / Dorf Wehlen. Wir stehen hier praktisch an seiner Mündung in die Elbe. Durch die Bebauung ist der Blick leider etwas versperrt, aber mit etwas herum schauen sollte die Bestimmung der Talform kein Problem sein.
Welcher Talform entspricht der Katzbach im Abschnitt vor seiner Mündung?

Jetzt geht es zurück in Richtung Pirna, wähle zunächst den kleinen Weg der hinter der Brücke nach links von der Straße abzweigt. Später gehen wir an der Straße bis N 50° 57.964' E 013° 56.772' Dort zweigt ein kleiner Weg in Richtung Elbe ab. Wenn das Wetter nicht so mitspielt kannst du auch die Straße weiter nutzen, wichtig ist nur das Erreichen der nächsten Station (Zugang dann entgegen dem Hinweg vom Parkplatz aus).

Station 4: An der Elbe
N 50º 57.926' E 013º 56.329'

Jetzt stehst du direkt an der Elbe. Je nach Wasserstand kann der Standort etwas differieren, gehe so weit wie möglich zum Fluss hin.
Miss erneut die Höhe, wie groß ist die Höhendifferenz zu Standort 2?

Gehe einfach auf dem Weg weiter in Richtung Brücke, so wirst du die nächste Station leicht finden.

Station 5: Auf der Elbbrücke 1
N 50° 57.956' E 013° 56.077'

Hier blicken wir in Richtung Osten. Die Elbe fließt in ihrem Tal, so wie wir es schon von Station 2 her kennen. Geologisch endet das Elbsandsteingebirge im Stadtgebiet von Dresden. Seine an der Oberfläche sichtbaren Spuren enden genau an diesem Ort und damit auch das Durchbruchtal der Elbe.

Jetzt führen wir nur einen geringfügigen Standortwechsel durch. Gehe die Brücke weiter bis links eine Treppe nach unten errscheint. Benutze diese, unterquere die Brücke und steige auf der anderen Seite wieder nach oben:

Station 6: Auf der Elbbrücke 2
N 50º 57.897' E 013º 56.054'

Beim Blick nach Westen sehen wir ebenfalls die Elbe, aber das Landschaftsbild ist ein völlig anderes. Vor uns liegt die Dresdner Elbtalweitung. Im Nordwesten sehen wir den Borsberg, zum Westlausitzer Hügel- und Bergland gehörig. Wenn du langsam weiter spazierst kannst bei gutem Wetter im Südwesten bis zum Geising einem 824m hohen Berg im Osterzgebirge sehen. Linkselbisch, hinter den früheren Militärgebeuten, befindet sich die heutige, von Menschenhand gemachte, Mündung der Gottleuba.
Welche Talform hat die Elbe hier?
Du hast vorhin die Höhe des Durchbruchtales gemessen. Wenn du diese Messung etwa 100m hinter der Elbbrücke elbabwärts erneut vornehmen würdest, wie wäre das Ergebnis dann? Schätze den Höhenunterschied, zwischen der Elbe und einem Punkt etwa 150 - 200m vom Fluss entfernt.

Logbedingungen


Hier nun noch einmal die Aufgaben in gesammelter Form:

  • Definiere die Talformen folgender Flüsse und Bäche:

    1. der Gottleuba für ihren Flussverlauf im Pirnaer Stadtgebiet,

    2. der Katzbach zwischen dem Pirnaer Ortsteile Mockethal und ihrer Mündung,

    3. der Elbe in ihrem Durchbruchtal durch das Elbsandsteingebirge. Ziehe eventuell eine Landkarte zu Rate, beispielsweise der Flussverlauf zwischen Königstein und Stadt Wehlen ist sehr charakteristisch,

    4. der Elbe im Bereich der Dresdner Elbtalweitung bis Meißen.

  • Wie groß ist der Höhenunterschied zwischen den Stationen 2 und 4 und damit zwischen Taloberkante und Elbe?

  • Wiederhole diese Messung gedanklich etwa 100m elbabwärts hinter der Stadtbrücke und schätze den Höhenunterschied in diesem Bereich.

  • Ein Foto musst du nicht hochladen, darfst du aber gern. Es ist keine Logbedingung, aber jeder Owner freut sich darüber.
    Nach den neusten Earthcache-Guidelines ist es wieder möglich ein Foto als Logbedingung einzufordern. Ich verzichte darauf ausdrücklich. Wer einen Cache logt, ohne ihn wirklich besucht zu haben, bedrügt in erster Linie sich selbst. Das ist meine Meinung. Aber wie gesagt, ich freue mich über jedes Bild.

Beantworte also die oben genannten Fragen über mein Profil. Wie bei jedem nach dem 1.1.2013 erstellten Earthcache darf dannach sofort geloggt werden, die aktuellen Richtlinien sehen das so vor. Prinzipiell bemühe ich mich immer um eine zeitnahe Antwort. Sollte ich das einmal nicht hinbekommen, ist das kein Grund zur Sorge. Die Antwort ist keine Logbedingung.


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