Karl Georg Büchner geboren am 17. Oktober 1813 gilt als einer der bedeutendsten Literaten des Vormärz. Im Frühjahr des Jahres 1831 verließ Büchner die Schule und begann sein Studium in Straßburg, wo er sich auch heimlich mit Wilhelmine Jaeglé (1810–1880). Zum Wintersemester 1833/34 schrieb er sich als Student der Medizin an der Ludoviciana (heute Justus-Liebig-Universität) ein.
In Gießen fühlte sich Büchner nicht sonderlich wohl, gesundheitliche Probleme, Trennungsschmerz, die Schikanen der Obrigkeit und die Gewalt im Staat setzen ihm zu. Seine Unzufriedenheit wuchs. Oppositionelle Bestrebungen waren ihm nicht radikal genug.
Er gründete, nach französischen Vorbild, die Gesellschaft für Menschenrechte, eine Geheimorganisation mit Mitgliedern aus der Studentenschaft aber auch anderen Bürgern wie Handwerker. Das Ziel was der Umsturz der politischen Verhältnisse.
Büchner kam auch in Kontakt mit einem der führenden Oppositionellen aus Hessen-Darmstadt – Friedrich Ludwig Weidig. Weidig stand für einen gemäßigteren Kurs, Büchner sah das Problem vor allem in der materiellen Ungleichheit und die Armut der Landbevölkerung und wandte sich deshalb gegen eine Koalition mit den Wohlhabenden.
Auf der Badenburg (N 50° 37.730 E 008° 41.440) verfasste Büchner 1834 den Hessischen Landboten. Dieser wurde vor dem Druck gegen den Willen Büchners von Weidig überarbeitet. Der Hessische Landbote rief die hessische Landbevölkerung zur Revolution gegen die Unterdrückung mit dem Titel „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“auf.
Er verlässt 1835 wieder Richtung Straßburg. In den folgenden Jahren verfasste er die Werke Dantons Tod (Drama), Lenz (Erzählung), Leonca und Lena (Lustspiel). Mitte 1836 geht Büchner nach Zürich um seine Promotion zum Doktor der Philosophie abzuschließen. Mit dem unvollendeten Woyzeck aus 1837 schuf Büchner eines der meistgespielten und einflussreichsten Dramen der deutschen Literatur, das in zahlreiche Sprachen übersetz und viele Male neu interpretiert wurde. Als Vorlage für den Arzt in „Woyczek“ dient z.B. der Gießener Professor der Medizin, Johann Bernhard Willbrand.
Das Werk konnte er nicht vollenden, er erkrankte Anfang 1837 an Typhus und verstarb kurz darauf im Beisein seiner Braut.
Der seit 1923 vergebene Georg-Büchner-Preis ist der bedeutendste Literaturpreis in der Bundesrepublik Deutschland.
Geocache Task:
Station 1: Wohnhaus
N 50° 35.006 E 008° 40.331
Carl Vogt, Gießener Kommilitone von Büchner über ihn: „Er trug einen hohen Zylinderhut, der ihm immer tief unten im Nacken saß, machte beständig ein Gesicht wie eine Katze, wenn´s donnert, hielt sich gänzlich abseits, verkehrte nur mit einem etwas verlotterten und verlumpten Genie, August Becker, gewöhnlich nur der 'rote August' genannt. Seine Zurückgezogenheit wurde für Hochmut ausgelegt, und da er offenbar mit politischen Umtrieben zu tun hatte, ein- oder zweimal auch revolutionäre Äußerungen hatte fallenlassen; so geschah es nicht selten, dass man abends, von der Kneipe kommend, vor seiner Wohnung stillhielt und ihm ein ironisches Vivat brachte: 'Der Erhalter des europäischen Gleichgewichts, der Abschaffer des Sklavenhandels, Georg Büchner, er lebe hoch!' – Er tat, als höre er das Gejohle nicht, obgleich seine Lampe brannte und zeigte, dass er zu Hause sei.“
Am Wohnhaus findet ihr eine Gedenktafel. Die Anzahl der Schrauben mit der sie befestigt ist, ist A.
Zähle die Stehtische vor dem Haus als B.
Die Anzahl der „Beobachtungs“-Spiegel an den Fenstern notiere als C.
Station 2: Theater
N 50 35.0{B+C}{A*C} E 008 40.{A+B}{A+C}{C}
Büchner ist zurück in Gießen?! In einem Brief schimpfte er über seine Studienstadt und kein Jahr später, war er schon auf dem Weg nach Straßburg. Er wurde steckbrieflich gesucht. Seine Stücke sind nach Gießen zurückgekehrt – ein versöhnlicher Zug der Geschichte!? Anlässlich seines 200. Geburtstages 2013 führt das Stadttheater seine Stücke auf und eine Eigenproduktion "Buch. Bühne. Büchner".
Wann wurde das Stadttheater eröffnet (Jahr)? D
Zwischen Thalia und Melpoene steht ein Spruch von Friedrich Schiller.
1. Buchstabe vom 10. Wort ist E =
Anzahl der Buchstaben vom 5. Wort notiere als F =
3. Buchstabe 12. Wort ist G =
Station 3: Denkmal?
N50 35.{C}{G}{F} E8 40.{E}{A+B}{F}
Ganz allein ist Büchner hier nicht. Findet Ihn und die passende Tafel.
Wieviel Textabsätze hat die Tafel? H =
Wann wurde das Objekt erstellt/aufgebaut? Quersumme des Jahres ist I.
Der Tag seiner Erkrankung ist J.
Station 4: Badenburg
(virtuell) N 50° 37.730 E 008° 41.440
Erste Erwähnung 1323. Die Burg verfiel nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und wurde im 18. und 19. Jahrhundert als Schmiede, Unterkunft für Hirten und ab 1760 als bekanntes Wirtshaus genutzt. Insbesondere Gießener Studenten nutzten die Burganlage und das Wirtshaus für Ausflüge, Pauktage, geheime Treffen und Protestauszüge. Georg Büchner versteckte sich hier mit republikanischen Revolutionären, wie Friedrich Ludwig Weidig und Karl Minnigerode, woraus der Pressverein im Juli 1834 hervorging. Nebst dem von Büchner und später durch Weidig überarbeiteten Werk der Hessische Landboten, sollten von hier aus weitere Flugschriften ausgehen. Im Jahre 1975 wurde die Burg und das Wirtshaus – nicht ganz unter Berücksichtigung der historischen Anlagen – renoviert.
Wann wurde die Badenburg erstmals erwähnt (Text)? K =
Station 5: Karzer
N50 35.{J}{H}{I+C} E8 40.{I-B}{I}{H}
Ihr steht vor dem Zeughaus des Alten Schlosses. Links des Mittelteils befindet sich ein Anbau, der ehemalige Karzer, das Gefängnis der Universität. Der Karzer ist das einzige noch erhaltene Gebäude aus der Gründungszeit der Universität.
Die Studenten unterlagen der Gerichtsbarkeit der Universität, und das schien auch nötig, denn die Gießener Studenten galten bis ins Jahr 1900 als Raufbolde so auch Büchner. Der sicher auch die ein oder andere Strafe im Karzer absitzen musste. Der Karzer wurde bis 1879 genutzt.
Wann wurde der Karzer als Anbau errichtet? L =
Anzahl der Fenster im Karzer ist M.
Die Hausnummer des Gebäudes notiere als N.
Hinweis zu den Fenstern: Der Karzer ist der Anbau am Zeughaus. Er fällt aus der Symetrie des Zeughauses. Zwei Seiten des Karzes sind sichtbar und haben Fenster. Der Grundriss des Karzers ist quatratisch.
Final
N50° (D*F*J+K-M-350) /1000 E8° (L*N*A*B+D+F+G+H+I+M+E-C) / 1000
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