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Weißer Porphyr EarthCache

Hidden : 6/19/2018
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:





Weißer Porphyr

Während des Paläozoikums vor mehr als 420 Millionen Jahren breitete sich nördlich des Urkontinentes Pangaea ein großer Ozean aus. In den Tiefseebecken lagerten sich verschiedene Sedimente ab, neben Sanden auch Schluffe und Tone. Tektonische Vorgänge führten zu Bewegungen des Meeresbodens. Und schließlich wurden die Sedimente im Karbon im Rahmen der Variszischen Gebirgsbildung zu Faltengebirgen zusammengeschoben. Zwischen Wilsdruff und Nossen sind diese alten Sedimente noch heute erhalten und bilden hier das Wilsdruff-Nossener Schiefergebirge.

Im Oberkarbon war die Gebirgsbildung (Orogenese) so weit fortgeschritten, dass das neu entstandene Gebirge in großer Tiefe und unter gewaltigem Druck zu schmelzen begann. Die zähflüssige Gesteinsschmelze stieg langsam aus der Tiefe empor und kühlte dabei ab. Es bildeten sich Granite, Diorite und Syenite. An einigen wenigen Stellen entstanden tiefe Risse und Spalten. Durch diese gelangte dünnflüssigeres Magma an die Oberfläche und bildete Porphyre, zum Beispiel hier im Triebischtal im "Weißen Bruch".



Ein porphyrisches Gefüge entsteht, wenn Magma im Erdinneren zunächst recht langsam abkühlt. Dabei bilden sich wenige große Kristalle, die in der Schmelze schwimmen. Kommt es dann zu einem schnellen Aufstieg des Magmas, kühlt das verbleibende noch flüssige Magma sehr rasch ab und kristallisiert. Es entstehen zahlreiche, mikroskopisch kleine Kristalle, die als Grundmasse oder Matrix bezeichnet werden. Je rascher die Abkühlung erfolgt, desto feinkörniger wird die Grundmasse. Die darin enthaltenen großen Kristalle werden als Einsprenglinge bezeichnet. Sie haben eine Größe von mehreren Millimetern und sind gut sichtbar.

Porphyre sind durch das fein verteilte Eisenmineral Hämatit meist rötlich gefärbt. Speziell hier wurden bei der Abkühlung des etwa 800 °C heißen Magmas aber auch sehr heiße, säurereiche und unter Druck stehende "Wasserdämpfe" frei, die sogenannten Fluida. Über kleine Risse wurde der Porphyr deshalb regelrecht ausgelaugt, der rötliche Hämatit herausgelöst und das Gestein gebleicht. Die Feldspat-Minerale wurden umgewandelt in Kaolinit, ein weißes Tonmineral, welches die Grundlage der Porzellanherstellung ist.



Begebt euch nun an die angegebenen Koordinaten und schaut euch im Bereich des Aufschlusses "Weißer Bruch" ein wenig um! Nach den aktuellen Earthcache-Guidelines dürft ihr euren Besuch sofort loggen. Parallel dazu beantwortet ihr mir bitte die nachfolgenden Fragen. Nutzt dazu die Kontaktmöglichkeiten über mein Geocaching-Profil. Ich melde mich bei euch, wenn eine oder mehrere Fragen nicht richtig beantwortet sein sollten.

1) Ist das bei N 51° 02.970 E 013° 25.730 reichlich vorhandene Porphyr-Geröll einheitlich weiß gefärbt oder gibt es verschiedenfarbige Bereiche? Beachtet hier den Wegpunkt für den Zugang!

2) Ist die Wirkung der im Listing beschriebenen Fluida an den einzelnen Bruchstücken erkennbar? Beschreibt kurz eure Beobachtungen!

3) Welches Mineral verursacht eine rote Färbung, welches Mineral eine weiße Färbung des Porphyrs?

4) Sind Einsprenglinge im Gestein erkennbar? Wenn ja, welche maximale Größe haben diese Einsprenglinge?

5) Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu! Hierbei handelt es sich um eine Logbedingung gemäß den Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019!

HINWEIS: Ich erwarte von euch eine Nachricht mit den Antworten und ein Vor-Ort-Foto im Log!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit diesem Earthcache!

Quellen (19.06.2018):

http://www.unbekannter-bergbau.de/inhalte/spot_12_2016_miltiz-groitzsch.htm#geologie
https://www.geopfad-triebischtal.de/frames/subframe_04_geologischeuebersicht.htm
https://www.kalkbergwerk.de/inhalte/mainGeologie.htm

Bei den im Listing veröffentlichten Fotos handelt es sich um eigene Aufnahmen vom 15.06.2018.


Additional Hints (No hints available.)