Harzung Traditional Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Hier sind Kiefern zu sehen die vor rund 40 Jahren gerissen wurden um Baumharz zu gewinnen. Besonders erstaunlich ist an dieser Stelle wie vital diese Kiefern trotzdem sind und wie rustikal oder schroff diese alten Wunden von den Bäumen überwallt wurden obwohl teilweise noch heute Harz tropft. Was war das Harzen? Harzen wurde von Handwerkern, den Harzern, durchgeführt. Nicht zu verwechseln mit dem heutigen umgangssprachlichen Begriff ... mit völlig anderer Bedeutung, diese werden auch anders geschrieben. Harzen war eine sehr schwere Arbeit. Dabei wurden folgende Arbeitsschritte durchgeführt: Röten: Vor dem Harzen wird die grobe Borke auf der zu harzenden Fläche ("Lachte") entfernt. Stehen bleibt eine möglichst gleichmäßige 2 mm dicke Borkenschicht, die im Gegensatz zur dunkleren äußeren Borke heller rötlich aussieht. Ziehen der Topfrinne: Nach dem Röten wird in der Mitte der Lachte eine Topfrinne gezogen. In ihr fließt das Harz aus den Schnittrillen in den Harztopf. Reißen: Beim Reißen werden die eigentlichen Schnittrillen angelegt, die rechts und links nach oben laufen und den Lachten geharzter Kiefern ihr typisches fischgrätenartiges Aussehen geben. Bei jedem Reißen wurden zwei neue Risse angebracht. Dazwischen lagen Rißpausen, die es dem Baum erlaubten, das Harz in den Harzkanälen nachzubilden. In einem Jahr wurden je nach Witterung von April bis Oktober bis zu 26 Risse gezogen. Eine Kiefer konnte so 5 bis 6 Jahre geharzt werden. Schöpfen: Schöpfen nennt der Harzer das Leeren der Harztöpfe. Es erfolgt nach 4 bis 6 Rissen. Nach dem 1. Weltkrieg war Deutschland von der Einfuhr von Kolophonium und Terpentinöl abgeschnitten. Da entwickelte sich die deutsche Kieferharzung. Nach 1945 wurde nur noch in Ostdeutschland bis 1990 geharzt. Das gewonnene Terpentinöl fand Verwendung in der Farbenindustrie und für die Herstellung synthetischen Kampfers. Kolophonium benötigte man bei der Papierherstellung, auch in der Farbenindustrie und bei der Produktion von synthetischem Kautschuk. Der Cache soll euch auch an die schöne Herrenstraße locken. Dieser Weg ist eine alte Handelsstraße, lange bevor es Autos und Lastwagen gab, befahren mit Pferd und Wagen. Sie verband die herrschaftlichen Güter - daher der Name - und führte von der Heidecksburg nach Groschwitz und von dort aus weiter nach Stadtilm. Bitte vorsichtig finden und verstecken. Viel Spaß beim Cachen.
Additional Hints
(Decrypt)
Cvprn novrf
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