Skip to content

Löbauer Kirchen Multi-Cache

This cache has been archived.

wodidre: Wie angekündigt geht der Cache jetzt ins Archiv.
Vielen Dank für die freundlichen Logeinträge und die Favos.

More
Hidden : 7/27/2018
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Kirchen in Löbau

Ein kleiner Multi durch Löbau.

Es geht zu Kirchen. Kirchen, in denen noch Gottesdienst gefeiert wird, Kirchen, die entwidmet sind und anderen Zwecken dienen und Kirchen, von denen fast nichts mehr zu sehen ist.

Die Runde ist ganz gut in einer Stunde zu schaffen. Ihr braucht keine Kirche zu betreten, seid also nicht an Öffnungszeiten gebunden. Ihr braucht euch auch nicht an die Runde zu halten, das ist nur ein Vorschlag.

An allen Stationen sind Informationstafeln, denen ihr die gesuchten Werte für die finalen Koordinaten entnehmen könnt.

Euer Cachemobil könnt ihr – leider kostenpflichtig – bei N 51° 05.791 E 014° 40.038 abstellen. Ganz in der Nähe ist auch schon

Station 1 Nikolaikirche (N 51° 05.783 E 014° 40.024)

Die erste urkundliche Erwähnung datiert vom 20. Dezember 1293. Damals war sie wahrscheinlich ein romanischer Saalbau mit eingezogenem Chor. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurden der Chor und die Krypta unter dem östlichen Joch verlängert und die Kirche im gotischen Stil als zweischiffige Hallenkirche umgebaut. Der Kirchturm ist 83,5 m hoch. Von 1739 bis 1742 wurde der Kirche an der Südseite ein drittes Schiff angebaut, außerdem wurde der Westturm errichtet. Durch die Restaurierung 1884/1885 durch Gotthilf Ludwig Möckel verlor die Kirche ihre wertvolle Inneneinrichtung. Unter anderem die durch fünf Säulen verzierten Emporen sind seitdem verschollen. 1933/1934 führte der Dresdner Architekt Carl Richter eine Umgestaltung des Altarraumes, der Orgel und der Kanzel durch. In den 1980er Jahren wurden weitere Erneuerungsmaßnahmen vorgenommen.

Altar: Der den elf Jungfrauen gewidmete steinerne Altar wurde 1885 durch einen neuen ersetzt, dessen Stufen, Tisch und Rückwand aus Sandstein bestehen. Der Aufsatz aus Eichenholz zeigt das Abendmahl und wurde nach dem Vorbild des Altars der St.-Jacobi-Kirche in Neustadt in Sachsen gestaltet.

Orgel: Die erste Orgel wurde 1520 eingebaut. 1615 wurde für 1000 Taler eine neue Orgel gefertigt, die 1884 ersetzt wurde. 1935 erhielt die Orgel im Zuge umfangreicher Umbaumaßnahmen eine elektropneumatische Traktur. Da auch diese Orgel stark verschlissen war, wurde 1992 eine neue Orgel errichtet, wobei einige Teile der alten Orgel wiederverwendet werden konnten.

Frage: Wie viele Glocken hatte die Kirche 1730 aus vorreformatorischer Zeit? Die Anzahl ist A

Station 2 Johanniskirche (N 51° 05.742 E 014° 40.083)

Der Kirchenbau erfolgte um 1330. 1336 wird sie durch Bischof „Witigo II zu Meißen" unter dem Namen „Sankt Johannis" geweiht. Am 03. April 1519 brannte die Kirche und das dazugehörige Kloster bis auf Chor und Turm nieder, der Wiederaufbau war durch geschichtliche Ereignisse wie z.B. die Reformation sehr schwierig. 1563 verlor der Franziskanerorden seine Anhänger, das Kloster verödete und der letzte Bischof verstarb. 1565 bekam die Stadt vom Kaiser das verfallene Klostergebäude zur Errichtung einer Schule geschenkt. 1570 wird die Kirche bei einem weiteren Stadtbrand wiederum stark beschädigt. 1591 wurde sie den Bürgern von Altlöbau und Oelsa übergeben. Sie erhielt den Namen „wendische Kirche". 1666 bis 1667 erfolgte eine gründliche Erneuerung der Kirche, 1668 wurden Emporen eingebaut, aber schon 1678 brannte die Kirche erneut ab und konnte erst 1681 wieder betrieben werden. 1687 erhielt sie einen neuen Altar mit Schnitzwerk von Gabriel Brückner aus Friedland. 1746/1747 erwarb man eine Orgel aus der Kirche zu Crostau. Während des Siebenjährigen Krieges lagerten im Winter 1756/57 preußische Soldaten in Löbau, die Johanniskirche war Garnisionskirche. 1840/1841 erfolgte der größte und letzte umfassende Umbau, der heute noch das äußere und innere Aussehen prägt. Die Kirche erhielt eine Holzdecke und neue Emporeneinbauten sowie ein vergoldetes Kreuz auf dem Turm und auf dem Altar. Nach der Schlacht bei Königsgrätz wurde die Kirche 1866 als Lazarett genutzt. 1956 fand der letzte evangelische Gottesdienste statt. Danach diente die Kirche als Lagerraum für die Stadt- und die Kirchenverwaltung. 1994 wurde die Johanniskirche in Absprache mit dem Landeskirchenamt Dresden kommunales Eigentum der Stadt Löbau. 1995 erfolgte der Abriss der ehemaligen Stadtschreiberei, an ihrer Stelle wurde ein Funktionsgebäude errichtet. Im Oktober 2001 wurde nach einer Komplettsanierung das Kulturzentrum Johanniskirche eingeweiht.

Frage: 1912 wurde der letzte sorbische  Gottesdienst in der Kirche gehalten. Aber ab wann wurde in ihr zweisprachig gepredigt. Die iterierte Quersumme der Jahreszahl ist B.

Station 3: Franziskanerkloster (N 51° 05.718 E 014° 40.077)

Die erste Erwähnung von Franziskanern in Löbau erfolgte 1336, im gleichen Jahr wurden Kloster und Klosterkirche errichtet. Witigol II., Bischof vom Meißen, weihte das Kloster "in honorem Sanctae Crucis". Gewöhnlich lebten acht Mönche im Kloster. Sie erhielten Spenden und Gärten zur Bewirtschaftung. Beim Stadtbrand von 1519 brannte das Kloster fast völlig ab. Nach der Reformation verarmten die Klosterbrüder. Sie veräußerten deshalb einen Garten und versetzten zeitweilig die Kirchenkleinodien. Mit dem Tode des letzten Mönchs im Jahre 1563 endet die Geschichte des Klosters. 1565 bekam die Stadt das verfallene Kloster vom böhmischen König zur Einrichtung einer Stadtschule zugesprochen 1743 wurde die Schule zum Lyzeum, welches ab 1818 wieder als Stadtschule fungierte. Mit dem Neubau der Bürgerschule 1854/55 verschwanden die alten Klosterhäuser. Es entstand das heutige Gebäude. Bis 1995 war im Gebäude eine Förderschule untergebracht, die 1983 als Hilfsschule eingerichtet worden war. 1998 begann der Umbau zum Technischen Rathaus, der 2004 abgeschlossen wurde. Das Erdgeschoss wurde zum Stadtarchiv umgestaltet.

Frage: Wieviel Mönche lebten ab 1549 im Kloster? Ihre Anzahl sei C.

Station 4: Liebfrauenkirche (N 51° 05.577 E 014° 40.084)

Die das Gelände des Alten Friedhofs über Jahrhunderte prägende Begräbniskirche wird 1359 zuerst als "capella Beatae Viorginis extra muros" genannt, 1533 Marienkapelle und 1537-1668 Sankt Annenkirche. In ihr befand sich ein von den Brüdern von Kopperitz 1359 gestifteter Marienaltar. 1563 wurde die Kirche neu gedeckt, 1600 mit einem Torhaus und 1605 ihr Turm mit Knopf und Fahne versehen. Am 23. März 1658 schlug ein Blitz in den Turm. Erst 1689 besserte man den Turm aus. 1792 erhielt der Turm zum letzten Mal ein neues Dach, Knopf und Fahne eine frische Vergoldung. Ein halbes Jahrhundert später, am 26. Mai 1842 wurde das Gebäude wegen Baufälligkeit bis auf die Grundmauern abgebrochen. Nach der Säkularisation des umgebenden Alten Friedhofs fanden ab 1871 die weiteren Beerdigungen auf dem jetzigen evangelischen Friedhof statt. Der Grundriss wurde 2013 in Originalgröße nachempfunden um die Grundfläche der Kirche sichtbar zu machen. Die Originalmauern sind als Bodendenkmal erhalten.

Frage: Wann hieß die Kirche "Zu Unserer Lieben Frauen"? Die iterierte Quersumme der Jahreszahl notiert ihr euch als D.

Station 5: Heilig-Geist-Kirche (N 51° 05.488 E 014° 40.038)

Bereits 1346 soll sie von Franziskanermönchen erbaut worden sein. Ihre Ersterwähnung erfolgte nach 1458. 1497 wird sie Capella Sancti Spiritus und 1583 Spittelkirche genannt. Diese Bezeichnung hängt mit dem in der Nähe befindlichen Hospiz zum Heiligen Geist zusammen. Es diente u. a. der Aufnahme von Aussätzigen, die vor den Toren der Stadt leben mussten. Ab 1711 wurde sie erneuert und erhielt den noch heute vorhandenen Altar. Auch die Innenausstattung blieb erhalten. Butzenscheiben der Südfenster tragen Handwerkssymbole. Die vier Meter hohe Sakristei hat ein dekoratives Zellengewölbe und das Langhaus ist mit zwei Emporen versehen, die auf toskanischen Säulen ruhen. Auf der Westseite steht auf der zweiten Empore die Orgel. 1890 – 1891 erfolgte eine durchgreifende Erneuerung. Von 1870 an fanden hier katholische Missionsgottesdienste statt. Am 08. Mai 1945 wurde die Kirche durch die Sprengung der damaligen Hindenburgbrücke erheblich beschädigt. 1950 erfolgte die Bausicherung. Im Zuge der Restaurierung wurde in den historischen Orgelprospekt ein neues Pfeifenwerk eingebaut. Am 29. Mai 1955 wurde die Kirche wieder dem gottesdienstlichen Gebrauch übergeben. 1979 erfolgte eine komplette Außensanierung. Mittlerweile ist auch der Innenraum vollständig saniert.

Frage: Aus welchem Jahr stammt die auf der zweiten Empore stehende Orgel? Die iterierte Quersumme ist E

Station 6: Katharinenkapelle (N 51° 05.624 E 014° 39.992)

Das Erbauungsdatum der Katharinenkapelle ist nicht bekannt. Sie lag an der Ostseite vom Zittauer Tor und wurde deshalb "Das Kirchlein unterm Tore" genannt und wahrscheinlich von Franziskanermönchen betreut. 1570 brannte die Kapelle ab und wurde danach nicht mehr zu kirchlichen Zwecken benutzt. 1663 wurden ihre nach dem Stadtzwinger gehenden Fenster vermauert. Bis 1825 diente das Gebäude als Materialhaus. Dann wurde es abgerissen und auf einem Teil seiner Grundmauern das städtische Gewandhaus erbaut.

Frage: Wann erhielt das Gebäude ein Ziegeldach? Für F ermittelt ihr auch hier die iterierte Quersumme.

Station 7: Katholische Kirche "Mariä Namen" (N 51° 05.941 E 014° 39.705)

Nach der Einführung der Reformation in der Oberlausitz entstand eine katholische Gemeinde in Löbau erst wieder um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch Zuwanderung schlesischer und böhmischer Arbeiterfamilien. 1868 gab es im Umkreis 83 Katholiken. Als Gottesdienstort wurde anfangs die spätmittelalterliche Hospitalkirche Heilig Geist genutzt, bis sie wegen Baufälligkeit geschlossen wurde. Danach versammelte sich die Gemeinde übergangsweise in einem Tanzsaal. 1889 fehlte für die fast 200 Katholiken ein Kirchenraum. 1889 – 1892 erfolgte der Aufbau der Kirche. Prager Benediktinermönche stellten den Bauplan der Kirche in Selzthal in der Steiermark unentgeltlich zur Verfügung. So kommt es, dass die Löbauer Kirche eine "Doppelgängerin" in Österreich besitzt. Der Kirchenbau ist neugotisch, die Raumgestaltung beinhaltet viele Jugendstilelemente. Vom Kirchturm rufen vier Glocken die Gläubigen zum Gottesdienst, drei neue von 1961 und eine Altglocke.

Frage: Wie viele der 83 Katholiken von 1868 waren Stadtbürger? Die iterierte Quersumme ist G.

 

So, jetzt habt ihr alles beisammen. Das Finale findet ihr bei

N 51° 05.(A+C)(A+B)F    E 014° 40.E(G-A)(D-A-C)

Wir wünschen euch viel Spass auf dieser kleinen Runde.

17.10.2019 Neue Formel, neuer Hint

21.02.2022 Wieder eine neue Formel, neuer Hint

Wegen Bauarbeiten musste der Cache verlegt werden. Den kürzesten Weg zum Finale erreicht ihr, wenn ihr Station 5 zuletzt besucht.

10.06.2023 Wegen Bauarbeiten ist zur Zeit an ST 3 nichts zu finden. Deshalb: C=1

Additional Hints (Decrypt)

Qnehagre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)