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Endmoräne Vogelberg EarthCache

Hidden : 10/3/2018
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Endmoräne Vogelberg

 

Vogelberg

 

Der Vogelberg nördlich von Geltendorf gehört zu den Überresten der äußeren Würm-Endmoräne. Mit einer Länge von 400m und einer Breite von 200m umfasst er eine Fläche von 80000qm. Er hat den Schutzstatus eines Naturdenkmals, kommt in der Region eher selten vor und ist von regionalgeologischer Bedeutung.

 

Aufbau von Gletschern

Gletscher bestehen grundsätzlich aus einem Nährgebiet (=Akkumulationsgebiet) und einem Zehrgebiet (=Ablationsgebiet). Ersteres liegt in Höhenlagen, in denen mehr Schnee fällt als abtaut. Unterhalb dieser Grenze geht der Gletscher in das Zehrgebiet über, wobei mehr Eis schmilzt als entsteht.

Die sogenannte Regelation bewirkt, daß der Gletscher in Bewegung ist. Durch Veränderung des Druckzustandes verflüssigt sich das Eis zu Wasser (bei Druckzunahme) bzw. gefriert das Wasser zu Eis (bei Druckabfall). Die dadurch entstehende Veränderung der Dichte bewirkt die Bewegung.

Durch diese Bewegung entstehen an der Gletscheroberfläche zahlreiche Spalten. Sogenannte Querspalten finden sich dort, wo der Gletscher über ein Hindernis wie z. B. unter dem Eis liegende Felsblöcke fließt oder wenn der Untergrund steiler wird. Das Eis fließt dann an der Oberfläche schneller und reißt dann auf.

Längsspalten hingegen befinden sich meist an der Stirnseite des Gletschers, wo er breiter wird und sich das Eis mehr auffächern kann. Randspalten entstehen dort, wo der Gletscher im Zentrum schneller fließt als am Rand.

 

Glazialmorphologie

 

Gletscherspuren

 

Moräne

Der Begriff stammt aus dem französischen Wort moraine und bedeutet etwa Geröll.  Als Moräne wird einerseits die Gesamtheit des von einem Gletscher transportierten Materials bezeichnet, die von Gletschern bei ihrer Bewegung mitbewegt oder aufgehäuft werden, das Material ist also noch in Bewegung. Die mitgeführten Stoffe können dabei alle Korngrößen wie Ton, Schluff, Sand, Kies bis hin zu größeren Felsblöcken (Findlinge) beinhalten. Anders als bei den Ablagerungen im Wasser sind die Gesteinsmaterialien in Moränen unsortiert und meist ungeschichtet.

Andererseits werden auch die Ablagerungen des Gletschers selbst als Moräne genannt. Diese Sedimente und Formen bewegen sich nicht mehr.

 

Moränenarten

Moränenarten

 

Je nach Lage zum oder im Eis unterteilt man die Moräne in folgende Bereiche:

Obermoräne

Die Obermoräne ist eine Sonderform der Moräne, die sich u. a. auf der Eisoberfläche des Gletschers befindet und dort mit der Eisbewegung transportiert wird. Obermoränen können durch herabfallenden Schutt wie Steinschlag entstehen, oder er bildet sich von aus Hangrutschungen oder Bergstürzen stammenden Material. Mit dem Austauen auf der Eisoberfläche werden auch Mittelmoräne und Innenmoräne zur Obermoräne.

 

Mittelmoräne

Die Mittelmoräne bildet sich beim Zusammenfluss von zwei Gletschern aus den sich vereinigten Seitenmoränen. Sie verläuft dann gletscherabwärts inmitten dieser Zunge. Die als dunkle Streifen gut sichtbaren Mittelmoränen zeigen an, aus wie vielen Seiten- und Nebengletschern der Hauptgletscher sein Eis bezieht.

 

Untermoräne

Als Untermoräne wird jenes an der Unterseite des Gletschers transportierte Material bezeichnet, das durch das Schleifen bzw. Schrammen des Eises (Detersion) vom Untergrund oder durch das Herausbrechen von Gesteinen unterhalb und seitlich (Detraktion) abgelöst wurde. Durch die Spalten an den Grund des Eises gelangtes Geröll gehört ebenfalls dazu. Abgelagert wird die Untermoräne zur Grundmoräne.

 

Innenmoräne

Als Innenmoräne bezeichnet man das im Eis transportierte Gesteinsmaterial. Innenmoränen entstehen aus Obermoränen, die im Nährgebiet des Gletschers als Frostschutt in das Firnfeld fallen und dort durch Schneeüberdeckung in den Eiskörper gelangen. Durch das Abtauen des Eises im Zehrgebiet kann umgekehrt aus dem Innenmoränenmaterial wieder Material einer Obermoräne werden.

 

Seitenmoräne

Seitenmoränen sind vom Gletschereis seitlich transportiertes und dort abgelagertes Material, das meist als wallförmige Anhäufung den Gletscher im Zehrgebiet randlich begleitet. Dabei handelt es sich meist um eine ehemalige Untermoräne, die seitlich austaut. Mit dem Abschmelzen des Gletschers werden Seitenmoränen zu Ufermoränen, die Hinweise auf die frühere Eismächtigkeit und damit auf frühere Gletscherstände geben.

 

Grundmoräne

Eine Grundmoräne ist eine vom Eis abgelagerte Untermoräne. Die Ablagerung erfolgt, wenn die Eisbewegung im Zungenrandgebiet zum Stillstand kommt oder bei starker Anreicherung des Eises mit untermoränenmaterial. Die Grundmoräne tritt nach Abschmelzen des Eises zu Tage und bildet, wenn das Eis über der Grundmoräne nahezu bewegungslos niedertaut, eine schwach reliefierte Grundmoränenlandschaft aus, die sog. flache Grundmoräne. Im Gegensatz dazu entsteht die kuppige Grundmoräne, wenn Stauchungen, Überfahrungen kleinerer älterer Endmoränen und Einlagerung von Toteis vorkommen. Kuppige Grundmoräne bildet sich auch, wenn beim Überfahren älterer Grundmoränen mit erneut vorstoßenden Eismassen Drumlins entstehen. Häufig bilden sich zahlreiche Wasserflächen unterschiedlichster Größe in den mit Geschiebelehm abgedichteten, flachen Mulden oder den Hohlformen des ausgetauten Toteises (Soll).

Die Grundmoräne ist der am weitesten verbreitete Moränentyp und bildet zusammen mit der Endmoräne die charakteristische Form der glazialen Akkumulation in Moränenlandschaften.

 

Endmoräne

Die Endmoräne ist eine wallartige Aufschüttung am Ende des Gletschers, die halbkreisförmig die Gletscherzunge umgibt. Beim Abtauen des Eises bleibt alles von ihm bis dahin mitgeführtes Material, Geschiebe der Obermoräne, Mittelmoräne und Untermoräne, das Feinmaterial und der kantige Frostschutt der Gletscheroberfläche liegen. Ist der Gletscherrand für längere Zeit stationär, so bildet er eine Satzmoräne. Stößt der Gletscher nach so einer Ruhelage wieder vor, so schiebt er das vorher abgelagerte Material wieder vor, die Endmoräne wird gestaucht und zusammengeschoben und bildet sich somit zu einer Stauchmoräne. Der dem Gletscher zugekehrte Hang ist hier steiler als die Außenseite des Moränenwalls.

 

Schmilzt ein Gletscher ab, können mehrere Moränenwälle entstehen, wenn längere Haltephasen vorliegen. Endmoränen wirken wie Staudämme und sind oft bis zu 200 m hoch. Viele Seen des Alpenvorlandes und der Alpen sind zusammen mit der ausschürfenden Kraft der Gletscher entstanden, weil sich die Becken mit Wasser gefüllt haben.

 

 

Der Vogelberg wird zur Jungmoränenlandschaft gezählt, dem Gebiet der Moränen aus der letzten Würm-Kaltzeit. Im Gegensatz zur Altmoränenlandschaft wie z. B. die schleswig-holsteinische Geest sind bei diesem Landschaftstyp die Reliefunterscheide ausgeprägter. Das Relief wirkt unruhiger und steiler, Toteislöcher sind teilweise noch mit Wasser gefüllt, das Geschiebemergel noch nicht entkalkt und zu Geschiebelehm verwittert. Typische Beispiele für Jungmoränenlandschaften sind das Bayerische Voralpenland zwischen Bodensee und Salzburg sowie das östliche Schleswig-Holstein.

 

Quellen

- Geotopkataster Bayern: Endmoräne Vogelberg N von Geltendorf; Geotop-Nummer: 181R008 (Stand 10.10.2017)

- https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/moraene/10765 und deren Querverweise

- https://de.wikipedia.org/wiki/Glazialmorphologie

 

Logbedingungen

Um diesen EC loggen zu können, erfülle folgende Aufgaben und schicke sie mir unter Verwendung Deines GC-Namens sowie des EC-Namens zu. Du darfst danach gleich loggen. Falls etwas nicht passen sollte, melde ich mich bei Dir. Bitte keine Lösungen in Deinem Log. Ich behalte mir vor, diesen dann kommentarlos zu löschen.

1) Beschreibe die Geländeform der Endmoräne. Gehe dazu zu den im Listing aufgeführten Wegpunkten 1 und 2. Welche Unterschiede fallen Dir auf, wenn Du Richtung Nord, Ost, Süd und West schaust? Welche Fliessbewegung des Gletschers kannst Du daraus ableiten?

2) Um welche Art der Endmoräne handelt es sich hier (Satz- oder Stauchmoräne)? Begründe kurz Deine Antwort.

3) Freiwillig: Mache ein Bild von Dir / Deinem GPS an dem EC und füge es Deinem Log bei.

 

Viel Spaß beim Lösen dieses Earthcaches. Ich freue mich auf Deine Antworten.

 

 

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