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Düne am Ulvenberg von Darmstadt-Eberstadt EarthCache

Hidden : 10/1/2018
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


ACHTUNG ihr seid in einem Naturschutzgebiet.
Die Wege dürfen nicht verlassen werden.


Geologie der Binnendünen in der oberrheinischen Tiefebene:
Am Ende der vor ca. 12.500 - 10.000 Jahre endenden letzten Eiszeit (Weichsel-Kaltzeit oder ugs. Weichsel-Eiszeit), veränderte der damalige Rhein sein Bett ständig. Ohne Einschränkung konnte er die ganze Breite des Talbodens nutzen. Dabei lagerte er einerseits Schlamm und Geschiebe ab, hier entstanden neue Seen, Sümpfe und Kiesbänke und an anderen Stellen verschwanden sie. Überschwemmungen gab es deshalb damals ständig.
Die vom Rhein am Boden transportierten Feststoffe (Geschiebe) zumeist bestehend aus kalkhaltigen Sand und Löß (Rheinsanden), blieben nach den Überschwemmungen und Hochwassern in den Auen des Rheins liegen und wurden in dem damaligen Tundraklima mit den Höchsttemperaturen von 0 - 10 Grad Celsius, sowie begünstigt durch den kargen Bewuchs, durch die stetigen Südwest-Stürme aus den Schotterbetten des Rheins aber auch des Alt-Neckars ausgeblasen und schließlich z. B. an Hanglagen wieder abgesetzt.
Vom Wind transportierte und von ihm abgelagerte Sande, bezeichnet man als äolische Sedimente. Sie sind benannt nach Aiolos, dem griechischen Gott des Windes.
Da die transportierende Luftströmung naturgemäß eine wesentlich kleinere Effektivität durch die sehr kleine Dichte und Viskosität gegenüber der Strömung des Wassers hat, liegen die äolischen Sedimente mit einem maximalen Korngröße von 0,20-0,63mm im sehr kleinkörnigen Bereich. Dadurch sind die einzelnen Korngrößen der Sedimente aber nicht so durchmischt wie in der Wasserströmung mit ihrer wesentlich höheren Dichte und Viskosität.
Die Luftströmung hat drei verschiedene Arten des Transportes. Bei der Schwebfracht (Suspension) in kilometerhohen Staubstürmen, können weite Entfernungen überbrückt werden. Hierdurch wird größtenteils der feine Ton (Löss) befördert. Da er mit einem Anteil von 0,4% in der Düne vor Ort nicht nachzuweisen ist, verweise ich auf Earthcaches an der Bergstraße, welche sich nur mit dem Thema Löss beschäftigen. So können durch starke Stürme, welche Sandkörner durch Bodenfracht und einerseits durch bis zu 2m hoch springende Körner (Saltation) welche auch das Gleiten, Rollen oder Kriechen (Reptation) anderer Sandkörner durch ihren Aufprall fördern, Sandstürme entstehen.

Kommt es zur Anhäufung (Akkumulation) dieser äoilischen Sedimente, entstehen wie hier in Darmstadt-Eberstadt Dünen (geomorphologische Formen). Bilden sich zum Beispiel hinter einem Felsen oder einer Pflanze, Turbulenzen, kommt es zu Sandverwehungen. Diese werden größer und sind zuerst noch getrennt und schließen sich dann zu einer Düne zusammen. Es wurde so in der oberrheinischen Tiefebene ein ungefähr 130 km langes Band von Dünenflächen zwischen Rastatt und Mainz gebildet.
Die Wanderbewegung entsteht durch den Transport von Sandkörnern von der Windseite (Luvseite) auf die dem Wind abgewandte Seite (Leeseite) und dem Abrutschen der Körner. Nach dem Ende der Eiszeit mit zunehmender Bewaldung und mehr Windschutz, endete der weitere Aufbau und die Bewegungen der Dünen.

Korngrößenklassen
GRUPPEN UNTERGRUPPEN DURCHMESSER
STEINE Gerölle/Geschiebe 63 bis 200mm
Grobkies 20 bis <63mm
KIES Mittelkies 6,3 bis <20mm
Feinkies 2 bis <6,3mm
Grobsand 0,63 bis <2mm
SAND Mittelsand 0,2 bis <0,63mm
Feinsand 0,063 bis <0,2mm
Grobschluff 0,02 bis <0,063mm
SCHLUFF Mittelschluff 0,0063 bis <0,02mm
(Silt) Feinschluff 0,002 bis <0,0063mm
Grobton 0,02 bis <0,063mm
TON Mittelton 0,00063 bis <0,002mm
Feinton <0,0002mm

Die Schema-Tabelle oben hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und zeigt Euch den Aufbau der Korngrößen. Die Untergruppen Kies, Sand und Ton sind jeweils noch in die drei Untergruppen Grob, Mittel und Fein unterteilt. Die kleinste Korngrößenklasse ist der Ton, hier ist es eigentlich nicht möglich einzelne Körner zu erkennen. Danach beginnt der Schluff (Silt). Das sind unverfestigte Sedimente (Feinböden). Danach kommt die Gruppe der Kiese.
Bei Dünen nutzt man zur Auswertung die Korngrößenanalyse (Granulometrie) für Rückschlüsse z.B. auf die Sandherkunft, den Transport des Sandes, die Entstehung und den Dünentyp sowie für Prozesse wie Anhäufung (Akkumulation) und die Abtragung (Deflation) des Sandes durch den Wind zu bestimmen.

Geologie der Dünen im Raum Darmstadt:
Nur im Raum Darmstadt bestehen sie aus bemerkenswert hoch kalkhaltigem Flugsand mit 9,2% Anteilen der Korngröße 0,063-0,1mm. Der überwiegende Anteil allerdings mit 66,8% aus Feinsanden mit 0,063-0,2mm Korngröße und dem letzten erwähnenswerten 20,5% Anteilen Mittelsanden (0,2-0,63mm Korngröße). Weitere feinere Anteile sind 0,4% Korngrößen zwischen 0,0063-0,02mm sowie 1,6% Korngrößen zwischen 0,02-0,063mm. Der gröbste Sand mit 1,4% Anteilen besteht aus der Korngröße 0,5-1,0mm.
Dies kommt durch die Bildung von Schutthaldenkegeln am westlichen Odenwaldrand, die am Ende der Eiszeit so hoch waren, dass dadurch keine Rhein- und Neckargerölle bzw. dessen Bestandteile mehr in die Sande geweht wurden. Durch den Ausgangsstoff des Flugsandes, den überwiegend aus Calcit und Aragonit bestehenden Kalksteinen, übersteigt der Kalkanteil nicht selten die 15% im unverwitterten Material und überzieht wie eine Mantel die Kornoberflächen und ist durch die darin enthaltene organische Komponente für die besondere Färbung des Flugsandes verantwortlich. Das ist nicht die Strichfarbe weiß von Calcit oder Aragonit.

Sonstiges Wissenswertes:
Die durch den umgebenden Wald isolierte Düne am Ulvenberg stand seit 1983 teilweise als Naturdenkmal unter Schutz. Im Jahre 1991 wurde das gesamte Gebiet von ca. 8,9 ha unter Naturschutz gestellt. Seit dem Jahre 2001 ist sie in die Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union (EU) aufgenommen. Diese Richtlinie wird ugs. auch als Fauna (Tiere) - Flora (Pflanzen) - Habitat (Lebensraum) - Richtlinie (FFH) bezeichnet. Die Düne wird ugs. auch "Ulvenbergdüne", "Eselskopp", "Düne auf dem Escholl“, "Escholldüne“ sowie "Eberstädter Düne“ genannt.

Quellenangabe:
https://www.naturfreunde-hessen.de/natura-trail-eberstaedter-duenenlandschaft-ergebnis-suedhessens-eiskalter-vergangenheit
https://de.wikipedia.org/wiki/Düne_am_Ulvenberg_von_Darmstadt-Eberstadt
https://www.eg-quaternary-sci-j.net/18/5/1967/egqsj-18-5-1967.pdf (Zur stratigraphischen Gliederung der jungpleistozänen Sedimente im nördlichen Oberrheintalgraben von Erich Becker)
https://de.wikipedia.org/wiki/Äolisches_Sediment
https://de.wikipedia.org/wiki/Korngröße
http://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=2&l=C&name=Calcit (Mineralien-Steckbrief Calcit)

Die Infotafeln waren bei Erstellung des Earthcaches noch nicht installiert und spielen bei der Beantwortung der Fragen keine Rolle. Also immer schön das Listing lesen und vor Ort selbst schauen!!! Wenn Euch das nicht gefällt - Ignoreliste



Bitte beantwortet folgende Fragen:
1. was ist das besondere Merkmal des Sandes dieser Düne bzw. der Dünen nur im Raum Darmstadt?
2. beschreibe mit eigenen Worten den besonderen teilweisen Farbton bzw. farblichen Eindruck (nicht weiß bzw. braun) des Sandes.
3. warum denkst Du, hat er diesen teilweisen Farbton bzw. macht er diesen farblichen Eindruck?
4. aus welchen Korngrößen des Sandes besteht die Düne überwiegend?

Die Logbedingung:
Schicke deine Antworten per E-Mail oder Nachricht an mich. Du kannst dann sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht korrekt ist. Logs ohne E-Mail werden gelöscht!

Additional Hints (Decrypt)

Qvr Trbybtvr qre Qüara vz ..... qrf Yvfgvat uvysg

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)