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Markgrafenkirchen erschließen - auf 2 Rädern Multi-Cache

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Sabbelwasser
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Hidden : 9/29/2018
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Markgrafenkirchen erschließen - auf 2 Rädern

Bevor ihr mit dem Cachen loslegt, beachtet bitte folgendes Rätsel, welches euch zum Final führt, sofern ihr es lösen könnt. Die Lösungen der 6 kleinen Rätsel sind der Reihe nach in die Koordinaten des Finals einzusetzen, um diese zu komplettieren. Viel Spaß!

 

Rätsel für die ersten beiden fehlenden Ziffern: Welche Szene ist auf dem Deckengemälde der St. Bartholomäuskirche zu sehen? (Lukas 24, ____-53) -> fehlende Zahl mit 6 addieren!

Rätsel für die nächsten beiden Ziffern: Welche Szene ist auf dem Altar der Stadtkirche ganz oben zu sehen? (Matthäus ____, 33-38) -> Zahl mit 34 addieren!

Rätsel für die beiden Ziffern an dritter fehlender Stelle: In welcher Bibelstelle findet man die Taufe Jesu, die durch Johannes den Täufer durchgeführt wurde? (Markus ___, 9-13) -> Zahl mit 10 addieren!

Rätsel für die vorletzten beiden fehlenden Ziffern: Welche Szene lässt sich in der Ordenskirche finden, die am wichtigsten für den christlichen Glauben ist? (Lukas ____, 1-12) -> Zahl mit 13 addieren!

Rätsel für die letzte fehlende Ziffer: Welche Szene ist im Deckengemälde der Spitalkirche zu sehen? (Jesaja ___, 1-13) -> von Zahl 4 abziehen!

=> Koordinaten des Finals: N 49° _____.9_____'    E 0_____° _____.00___'

 

Station 1: Stadtkirche "Heilig Dreifaltigkeit"

Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche findet man am 09.11.1194. Die damalige Kirche hieß nicht Stadtkirche, sondern St. Maria Magdalena. Durch die Anwesenheit des Bambergers Bischofs lässt sich auf eine Kirchenweihung an diesem Tag schließen. Am 06.02.1430 wurde die Kirche durch den Einfall der Hussiten zerstört. Somit beginnt 1437 der Wiederaufbau der Pfarrkirche St. Maria Magdalena. 1439 wird der Grundstein für den gotischen Neubau gelegt. Die Bauarbeiten dauern 28 Jahre und somit wird die Kirche 1468 eingeweiht. Von 1519-1529 wird der Südturm der beiden Türme, welche Kennzeichen der Stadtkirche sind, gebaut.

Ab 1520 werden reformatorische Predigten von Georg Schmalzing gehalten, welche als Anstoß für die Einführung der Reformation in Bayreuth gelten. Somit wird Bayreuth 1528 protestantisch durch den Markgraf Georg von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach. 1556 gründet Markgraf Georg Friedrich, der Sohn Georgs von Brandenburg, eine Superintendentur (Dekanat) für Bayreuth. Der erste Dekan wird Johann Prückner oder Justus Bloch. Markgraf Christian, der Vetter Georg Friedrichs, verlegt die Residenz von Kulmbach nach Bayreuth im Jahr 1603. Die Stadtkirche wird somit zur Hauptkirche der Markgrafschaft. In der Nacht des 21.03.1605 wird die Stadtkirche durch einen Stadtbrand fast komplett zerstört. Somit beginnt 1611 der Wiederaufbau. Dieser dauert bis 1614. Unter Meister Mebart wird die Erhöhung der Seitenwände um zwei „Staffeln“ (Steinreihen), die Einwölbung des Hauptschiffs, der Einbau von Strebepfeilern und der Neubau der Fürstenloge über der Sakristei (heute Chororgel) ausgeführt. Auf der Stadtansicht von 1615 am Küffnerschen Epitaph ist die Stadtkirche rechts mit geschlossenem Dach, aber noch defekten Türmen zu sehen.

In Anwesenheit von Markgraf Christian und Markgräfin Maria wird die Stadtkirche auf den neuen Namen „Heilig Dreifaltigkeit“ am 30. November 1614 geweiht. Die Feier beginnt mit einem Auszugsgottesdienst aus der Spitalkirche, die nach dem Brand als Ausweichstation diente. Orgel, Altar, Emporen und ein Teil des Gestühls sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig. Am 20. September 1615 weiht D. Christoph Schleupner den Altar. Sein Thema ist die Passion Jesu und das Heilige Abendmahl. Die Bilder malte der Hofmaler Heinrich Bollandt (später ersetzt), das Schnitzwerk fertigten der Nürnberger Hans Werner, der auch den Taufstein schuf, sowie Veit Dümpel. 1619 wird die Orgel eingeweiht.  Es spielen die berühmtesten Organisten und Komponisten der Zeit: Michael Praetorius, Samuel Scheidt, Heinrich Schütz und Johann Staden. Im Juni 1621 zerstört ein weiterer Stadtbrand fast die halbe Stadt.  An der Kirche bringt er den Nordturm zum Einsturz, der das Dach durchbricht. Die zwei Jahre vorher eingeweihte Orgel und das Gestühl werden ein Raub der Flammen, die Glocken schmelzen. Doch der Einbau des Gewölbes hat Schlimmeres verhindert: Mauerwerk, Kanzel, Taufstein und Hochaltar bleiben verschont. Die Glut der Dachbalken glimmt noch Tage lang auf dem Gewölbe. Mit dem Aufsetzen der vergoldeten Turmknöpfe ist der Wiederaufbau der Stadtkirche 1668 endgültig vollendet. Nach der Vollendung des Nordturms hat die Kirche ihre heutige Gestalt.

Mit dem Ziel, eine „stilechte“ gotische Kirche wieder herzustellen, wird die barocke Einrichtung aus dem 17. Jahrhundert in den Jahren 1870 – 1872 größtenteils zerstört. Es finden der Ausbau der beiden alten Steinemporen mit reichgeschmückten Maßwerkbrüstungen und der Neueinbau von vier Holzemporen in den Seitenschiffen statt. Die Marmorkanzel wird zerschlagen und durch eine Holzkanzel mit geschnitztem Schalldeckel ersetzt. Die große Orgel der Firma Strebel, Nürnberg, die am 9. November 1913 geweiht worden war, wird am 14. März 1918 durch einen Brand zerstört. Die Gewölbe der beiden westlichen Langhausjoche müssen erneuert werden. Seit dem Orgelbrand wurde eine neue große Orgel geplant, doch Inflation und Kriegswirren ließen die Umsetzung nicht zu. Endlich konnte das neue Instrument mit vier Manualen und 60 Registern gebaut und durch Kreisdekan Emil Flurschütz am 17. September 1961  geweiht werden. Sie heißt jetzt „Dreifaltigkeitsorgel“.  Um der Kirche ein angemessenes Geläute zu verschaffen, wurden bei der Glockengießerei Bachert, Karlsruhe, fünf neue Glocken in Auftrag gegeben, die dann am 13. Oktober 1961 gegossen wurden (mit der Aufschrift „Dreieinigkeitskirche Bayreuth“). Erst nach zwei Jahren können sie ohne Gefährdung des Bauwerks schwingen und am 7. April 1963 durch Dekan Kirchenrat Kübel eingeweiht werden. Sie ergänzen die drei Glocken von 1624. Die älteste von 1621, das „Stummele“, passte melodisch nicht ins Geläut und wurde für den Neubau der Auferstehungskirche im Stadtteil Saas abgegeben. Schon 1963 war eine Generalsanierung mit Kosten von mehr als einer Million DM geplant worden, bei der neben der Erneuerung der Außenfassade einschließlich der Fenster auch die Herausnahme der Emporen und die Errichtung einer Steinkanzel am zweiten Südpfeiler vorgesehen waren. Die Umluftheizung sollte durch eine elektrische Sitzbankheizung ersetzt werden. Ab Juli 1966 wird die Außenrenovierung dann umgesetzt. Von 1975 – 1978  gibt es eine Innensanierung. Der helle gotische Innenraum wird wieder hergestellt durch den Ausbau der Holzemporen von 1871 und eine neue Farbgebung. Der Einbau der Chororgel („Magdalenenorgel“) und des Pfarrerfensters von Ingrid Vetter-Spilker wird durchgeführt. Auch die Versetzung des Taufsteins zur Schaffung einer „Taufkapelle“ im Südschiff geschieht. Von 2006 – 2014 findet eine Generalsanierung mit statischer Ertüchtigung der Kirchtürme und des Kirchenschiffes, Sanierung der Dachkonstruktion, der Mauerkronen, der Dacheindeckung sowie Instandsetzung des Chorbogens statt. Auch die Sanierung der Glocken, der Einbau von Glockenstühlen aus Eichenholz, die Vergrößerung des Altarraums durch Einbeziehung des ersten Langhausjoches werden durchgeführt. Der Einbau eines Gruftvorraums sowie die Ergänzung und Modernisierung der Orgeln durch neue Register und neuen Spieltisch werden geschaffen. Am 30.11.2014 findet die Wiedereinweihung, auf den Tag genau 400 Jahre nach der Einweihung im Jahr 1614, durch Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner statt. Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm hält die Predigt.

Stadtkirche Heilig Dreifaltigkeit (Kirchplatz 1, 95444 Bayreuth), geöffnet täglich 9 – 18 Uhr; Gottesdienst: Sonntag 9.30 Uhr

 

Station 2: Schlosskirche

Entstehungsgeschichte:

Die heutige Schlosskirche ist auf Bitte von Markgräfin Wilhelmine in der Zeit von 1753 bis 1758 als evangelische Schlosskirche gebaut worden. Später wurden sie, ihr Mann Friedrich III. und ihre gemeinsame Tochter Elisabeth Friederike in einer Gruft der Kirche begraben. 1803 fiel die Kirche nach einer Säkularisation an den Staat, der sie u. a. als Magazin nutzte. Da die dort begrabene Markgräfin Wilhelmine evangelisch-reformiert gewesen war, bot der bayerische Staat zunächst der reformierten Gemeinde die Kirche an. Diese lehnte jedoch ab, weil das Gebäude für sie zu groß war. 1813 übernahm die römisch-katholische Gemeinde die Schlosskirche, da sie diese als funktionslos ansahen, und wandelte sie in eine katholische Pfarrkirche um. Heutzutage finden jeden Tag verschiedene katholische Gottesdienste zu unterschiedlichen Tageszeiten statt.

Es gab schon immer einen Glockenturm, aber erst seit 1960 ist dieser auch ein Kirchturm, der seit 1964 mit einem Kreuz ausgestattet ist.

Aussehen / Ausstattung:

Die Kirche wurde im Stil des Bayreuther Rokoko gebaut. Innen gibt es eine Wendeltreppe, die nach oben in den Kirchturm (Türmerstübchen) mit der Glocke und der Rundbogengalerie führt. Der Ausblick reicht bis zum Fichtelgebirge und zu den Jurahöhen der fränkischen Schweiz. Die rosa gestrichene Decke zeigt sehr kunstvolle Stuckaturen, die von Giovanni Battista Pedrozzi angefertigt wurden. Die Wände sind weiß gestrichen und die Säulen hellbraun. Überall gibt es dezente Goldakzente. Die Gruft mit dem Grab befindet sich gegenüber des Altars am Südende der Kirche. Die Orgel, die seit 1991 dort im Einsatz ist, wurde von der Firma Schuke gebaut und besitzt 47 Register.  Außen entdeckt man zahlreiche rundbogige Klarglasfenster, hellbraune Steinmauern und den achteckigen Kirchturm mit dem Kreuz.

Der achteckige Turm (Oktogon):

Der achteckige Turm der Schlosskirche Bayreuth wurde nach den Plänen von Caspar Fischer im Jahr 1656 gebaut. Er gehört inzwischen auch zu den bekannten Wahrzeichen der Stadt Bayreuth. Um ganz nach oben zu kommen, nutzt man eine Wendeltreppe, neben der zusätzlich eine kleine treppenlose Straße nach oben führt. Diese wurde früher von Bauern für den Warentransport genutzt, also um ihre Steuerabgaben in den markgräflichen Speicher zu bringen. Der Turm weist ein interessantes Stützrippengewölbe sowie viele Steinmetzzeichen auf, die auf den Architekten Mebart zurückzuführen sind. In der Turmspitze angekommen, warten auf die Besucher das sogenannte Türmerstübchen mit der Glocke und die Rundbogengalerie mit einem Ausblick, der bis ins Fichtelgebirge reicht. Der Glockenturm ist seit 1960 auch ein Kirchturm, der seit 1964 mit einem Kreuz ausgestattet ist.

 

Station 3: Spitalkirche

Die Bayreuther Spitalkirche liegt am unteren Marktplatz im ältesten Siedlungsgebiet der Stadt. Sie ist die Kirche des ehemaligen Bürgerspitals, ehemals der Hl. Elisabeth geweiht. Die heute zu bewundernde Spitalkirche geht auf Pläne des Bayreuther Hof-Architekten Joseph Saint-Pierre (1708 oder 1709 - 1754) zurück. Aus seiner Hand stammen andere architektonische Schätze in Bayreuth wie die Schlosskirche, das Neue Schloss oder das jüngst zum Weltkulturerbe erklärte Markgräfliche Opernhaus. Die Weihe der heutigen Kirche erfolgte im Jahr 1750.

Die Spitalkirche hatte einige Vorgängerbauten. Man vermutet die ersten Ursprünge am Ende des 12. Jahrhunderts. Belegt ist die Weihe eines gotischen Vorgängerbaus 1439 wohl als dreischiffige Anlage mit hölzernen Emporen gestaltet. 1576/1577 erfolgte eine Erneuerung im Stil der Renaissance.

Die plastischen Teile der heutigen Fassade sind ein Werk des Bayreuther Hof-Bildhauers Johann Gabriel Räntz (1697-1776).  Zu sehen sind die vier weiblichen Gestalten, welche allegorisch christliche Tugenden verkörpern und das Dreieck im Strahlenkranz als Gottessymbol. Aus seiner Hand stammte auch der prächtige Kanzelaltar in Weiß und Gold mit vier korinthischen Säulen. Das Deckengemälde stammt  von J.G. Müller aus Dresden. Es zeigt die himmlische Vision und Berufung des Propheten Jesaja. Die Emporbilder malte der Bayreuther Stadtmaler Elias Brendel (1561-1649) nach Vorlagen von A. Dürer, die aus der Vorgängerkirche übernommen wurden. Sie zeigen in 30 Tafeln das Leben Jesu.

 

Spitalkirche (Maximilianstraße 64, 95444 Bayreuth) geöffnet täglich 9.00 – 17.30 Uhr; Gottesdienst: Sonntag, 11.15 Uhr; Kurzandachten: Mo.-Fr. 17.05 Uhr.

 

Station 4: Ordenskirche St. Georgen

Am 18.04.1705 findet die GrundsteinleguFile:Bayreuth Ordenskirche Innen Hochaltar 1.JPGng der Kirche statt. Der Entwurf stammt von Gottfried von Gedeler. Die Einweihung fand am 23.4.1711 (Georgstag) als „Sophienkirche zur Hl. Dreifaltigkeit“ statt, obwohl Kanzel und Altar noch Provisorien waren und Taufstein und Orgel fehlten. Sie ist ein protestantischer Zentralbau auf der Grundlage eines griechischen Kreuzes nach norddeutsch-niederländischen Vorbildern, für den Osten und die Mitte Deutschlands das südlichst gelegene Beispiel dieses Baustiles neben der Schlosskirche von Lahm im Itzgrund. Der leitende Baumeister war Johann Jakob Weiß und dessen Sohn Johann Hermann Weiß.

Vom Charakter her ist sie eine Residenzkirche (auch wenn St. Georgen nie Residenz war, sondern nur „Erbprinzenstadt“). Daher die bemerkenswerte Verbindung eines Baukörpers aus ursprünglich schlichter niederländisch-reformierter Tradition mit einer sehr prächtigen Innengestaltung und einem umfassenden biblischen Bildprogramm an der Decke, stuckiert in italienischem Hochbarock. Allerdings ist die Übernahme des kreuzförmigen Zentralbaugedankens durch das Luthertum durchaus geläufig. 1710 wird die Stuckdecke in schwerem, italienischem Hochbarock von Bernardo Quadri aus Lugano errichtet. Quadri war der führende Stuckateur der Markgrafschaft im Hochbarock. 1710 werden die 38 Deckenbilder mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament von Johann Martin Wild aus Kemnath und dem markgräflichen Hofmaler Gabriel Schreyer aus Erlangen, mit den beiden Hauptbildern zu den Sakramenten Taufe und Abendmahl und vier großen, die Konzeption ebenfalls bestimmenden Eckbildern geschaffen. Theologischer Entwurf und Anordnung der Bilder stammen von Hofprediger Georg Albrecht Stübner.

Die Vorlage für die Bilder waren Bilderbibeln der damaligen Zeit wie die von Matthäus Merian, Sammelbände mit biblischen Stichen. Der Passionszyklus unter den Emporen beateht aus 12 großen Gemälden in Öl nach einem Zyklus von 1686. Die Bildrahmung stammt von Quadri, die Vergoldung von Schreyer. Weiter zu finden sind der Kindermord von Bethlehem: Hinterglasmalerei nach Rubens, vermutlich von dem Hofkupferstecher Johann Peter Demleutner. Weitere Leinwandbilder sind die Verkündigung, die Heimsuchung, der greise Simeon mit dem Jesusknaben, Matthäus mit dem Engel, Christus und Martha, Christi Auferstehung, und das salomonische Urteil.

Der erste große Kanzelaltar stammt von Elias Räntz. Er besteht aus einheimischen Steinen aus Hof (grauer und fleischfarbener Marmor) und vom Döbraberg (schwarzer Marmor), dazu wurden für die Figuren Döhlauer Alabaster verwendet. Der Kanzelkorb mit vergoldeten Girlanden ist umrahmt von Hohenzollernwappen und dem Brandenburger Adler unter dem Engelskopf. Auf den Giebelschenkeln sind die vier Evangelisten in Alabaster zu sehen. Der Taufstein ist 1716 von Elias Räntz geschaffen. Er besteht aus fleischfarbenem Hofer Marmor. Die Aufschrift „G W M Z B“ bedeutet Georg Wilhelm Markgraf Zu Brandenburg. Der barocke Aufsatz zeigt die Taufe Jesu durch Johannes dem Täufer im Jordan, so wie im darüber liegenden großen Deckenbild. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1714 und ist ein Originalwerk von Daniel Felix Streit. Die Kosten von 900 Gulden musste das Hospital tragen, dessen „freie Mildtätigkeit“ auf einer Orgelinschrift gerühmt wird.

Das Orgelprospekt ist mit harfespielendem David und musizierenden Engeln von Elias Räntz geschmückt. 1934 wurde ein neues Orgelwerk durch Steinmeyer / Oettingen eingebaut. Der Turm wurde erst 1718 von Johann David Räntz geschaffen. In ihm befinden sich 5 Glocken in es‘ – ges‘ – b‘ – des‘‘ – es‘‘ (vgl. liturgische Motive: Te Deum und Salve Regina (5. Psalmton); evangelisch: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, „Wachet auf ruft uns die Stimme“).

Das Glockenwerk bestehet aus 2 (ehemals 3) kleinen barocken Glocken von Johann Conrad Roth (Forchheim) von 1714. Aus 2 mittleren Glocken von 1953 von Karl Czudnochowsky aus Erding. Die neue große Ritterglocke von 1987 stammt aus der Karlsruher Glockengießerei. Die alte Ritterglocke (Stiftung der Ritter des „ordre de la sincérité“) von 1722 war von Christoph Salomo Graulich in Hof gegossen, jedoch 1986 unterhalb der Krone gebrochen. Sie steht jetzt links vorne in der Kirche.

 

Ordenskirche (Sophienkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit; St. Georgen 50, 95448 Bayreuth) geöffnet täglich 9.00 – 17.30 Uhr; Gottesdienst: Sonntag, 9.30 Uhr

 

Station 5: Bartholomäuskirche Bindlach

Allgemeines:

Die St. Bartholomäuskirche in Bindlach ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche. Sie gilt als eine der schönsten Markgrafenkirchen aus dem 18. Jahrhundert. Erbaut wurde sie in den Jahren 1766 bis 1768 nach den Plänen von Carl Phillipp von Gontard und Rudolf Heinrich Richter. Besonders bekannt ist die St. Bartholomäuskirche wegen ihres Kanzelaltars, der im Stil des Barock gebaut wurde. Gottesdienste finden meistens an Wochenenden statt.

Aussehen / Ausstattung:

Diese prachtvolle barocke Markgrafenkirche verfügt im Innenraum über mehrere Treppen, welche auf die Emporen führen, von denen man hinunter auf die Orgel und den wunderschönen Altar blicken kann. Dieser zeigt die vier Evangelisten und die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor. Die Decke weist weiße Stuckaturen von Albini auf hellgelbem Grund und ein großes Deckengemälde von W. F. Wunder, welches die Himmelfahrt Christi darstellt, auf. Die Wände sind weiß gestrichen und alle Säulen, außer die am Altar, sind hellgrau. Dort sind die Säulen bräunlich. Der gesamte Innenraum weist relativ viele Goldakzente auf und wirkt damit festlich geschmückt. Die außengelegenen Steinmauern in den Farben hell- bis dunkelbraun weisen zahlreiche Rundbogenfenster auf. Schon von Weitem sieht man den hohen Kirchturm mit einem hoch in die Lüfte ragendem Kreuz.

Der Namensgeber Bartholomäus:

Bartholomäus lebte Anfang des 1. Jahrhundert in Kana in Galiläa. Er war ein Jünger Jesu und einer seiner zwölf Apostel. In Armenien, wo er das Matthäusevangelium predigte, soll Bartholomäus das Martyrium erlitten haben. Einige Quellen berichten, ihm wäre die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen und er wäre kopfüber gekreuzigt worden. Andere Quellen legen dar, dass er enthauptet wurde. Seine Bestattung fand wahrscheinlich auf der italienischen Insel Lipari statt nachdem sein Sarg dort angespült worden ist. Am 24. August begehen sowohl Katholiken, Evangelische, als auch Anhänger der Anglikanischen Kirche Bartholomäus‘ Gedenktag, in der orthodoxen Religion hingegen findet dieser am 11. Juni statt. Es wurden zahlreiche Kirchen mit seinem Namen erbaut.

 

Final:

Das Final liegt auf Privatgrund. Der Grundstückseigentümer ist ausdrücklich mit dem Betreten des Grundstückes zum Zweck des Geocachens einverstanden.

Entstehungsgeschichte:

Die Ursprünge dieser Kirche reichen zurück bis in die Zeit vor der Reformation und vor der Gründung der Stadt Bayreuth. Von der ursprünglich gotisch erbauten Kirche sind nur noch der Chorraum aus dem Jahr 1430 und der untere Teil des Kirchturms erhalten geblieben. Der Neubau aus den Jahren 1741-1745 sowie der dritte Stock des Kirchturms, vermutlich 1742 hinzugefügt, sind im Stil des Barock gebaut worden.

Die heutige Markgrafenkirche gehörte zunächst zur Kirchengemeinde Bindlach. Am 11. Februar 1564 wurde die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, in der sich diese Kirche befindet, selbstständig. Sie zählt heute zwischen 3000 und 4000 Mitglieder. 

Aussehen / Ausstattung:

Die Besonderheit dieser Kirche besteht darin, dass Gotik und Barock aufeinandertreffen. Im Turmuntergeschoss sieht man noch die gotischen Fresken mit dem Gleichnis der 10 Jungfrauen. Der Innenraum des Neubaus zeigt eine rosa gestrichene Decke mit weißem Stuck von M. Krätzer nach dem Entwurf von Hofarchitekt J. G. Riedel. Die grau-braun gemusterten Säulen stehen im Kontrast zu den weiß gestrichenen Wänden und den in weiß-hellblau gehaltenen Emporen. Von diesen aus kann man gut in den Altarraum hinabblicken, in welchem sich außer den Sitzbänken der Kanzelaltar und eine Orgel befinden. Es finden sich wenige Goldakzente an den Säulen und Wänden. Von außen zieren Rundbogenfenster und braune Steinmauern das Gebäude. Der schwarz bedachte Kirchturm verfügt über eine Uhr und auf dessen Spitze ist ein Kreuz angebracht.

Der Namensgeber:

Er lebte in Kana in Galiläa, war ein Jünger Jesu und einer seiner zwölf Apostel. Er wird als Sohn Zebedäus und Bruder von Jakobus dem Älteren bezeichnet. Außerdem gilt er im Neuen Testament als Lieblingsjünger Jesu, da er im Johannesevangelium als „der, den Jesus liebte“ bezeichnet wird. Es ist umstritten, ob dieser Apostel und der gleichnamige Evangelist dieselbe Person sind, jedoch ist ein Hinweis dafür der Umstand, dass er lediglich in den anderen drei Evangelien mit Namen genannt wird. Der katholische, evangelische und anglikanische Gedenktag ist am 27. Dezember. Orthodoxe Christen feiern den 8. Oktober und den 15. Mai als Gedenktage.

Additional Hints (Decrypt)

Jraa rher Ovoryxraagavffr avpug nhfervpura, hz qnf Eägfry mh yöfra, xrvar Cnavx. Hatrahgmgrf Qngraibyhzra xnaa nhpu frue uvyservpu frva. :-)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)