Skip to Content

<

Die Böden eines Waldes (Earthigo)

A cache by SastRe.O Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/10/2018
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Listing in English can be downloaded in pdf form. You will find the link at the bottom of the listing.
El Listing en Català te‘l pots descarregar en format pdf. Trobaràs l‘enllaç al final de la descripció


Official EarthCache

Naturschutzgebiet Eldena

Das Naturschutzgebiet Eldena (NSG Eldena) ist ein als Naturschutzgebiet ausgewiesener Laubwald im Südosten der Hansestadt Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, die ein Gebiet von 407,1 ha umfasst. Dieses Waldgebiet steht als Naturschutz seit 1961[3].
Der größte Teil des NSG Eldena wird von naturnahen Eschen-Buchenwaldbeständen eingenommen, die teilweise mehrere hundert Jahre alt sind. Wir finden aber auch Berg-Ahorn, Stiel-Eiche, Hainbuche, Vogel-Kirsche, Berg-Ulme und Spitz-Ahorn, u.a.
Unter den Mitbewohnern des Waldes wir können: Hirsche, Füchse, Waldmäuse, Spechte, Rotmilan und viel mehr finden.
Karte des NSG Eldena

Karte des NSG Eldena

Was ist der Boden?

Der Boden ist der oberste Teil der Erdkruste. Die Böden sind das Ergebnis des Zusammenwirkens von geologischem Substrat, Relief, Klima, Bodenwasser, Tier- und Pflanzenwelt, menschlicher Tätigkeit und verfügbarer Zeit. Diese Faktoren wechseln von Ort zu Ort. Deshalb gibt es im NSG Eldena auch viele verschiedenartigen Böden.[3]
Wichtigsten Erkennungsmerkmal der Boden ist die Ausbildung und Abfolge unterschiedlich gefärbter Bodenhorizonte, die von oben nach unten das Bodenprofil bilden. Bodenprofile mit gleichen oder ähnlichen Merkmale werden in Bodentypen zusammengefasst, die bestimmte wissenschaftliche Bezeichnungen tragen.
Von US Department of Agriculture

Beispiel von Aufteilung in typische Bodenhorizonte (O-, A-, B-, C-) (Von US Department of Agriculture)



Bodenhorizonte

Bodenhorizonte sind Bereiche innerhalb des Bodens, die einheitlich ähnliche Merkmale und Eigenschaften besitzen und sich von darüberliegenden oder darunterfolgenden Bereichen unterscheiden.
Die Bodenhorizonte lassen sich, im Bodenprofil von oben nach unten, grob wie folgt einteilen:[6]
  • O-Horizonte: organische Auflage.
  • A-Horizonte: mineralischer Oberboden.
  • B-Horizonte: mineralischer Unterboden.
  • C-Horizonte: mineralischer Untergrund.
Außerdem gibt es weitere vorangestellte Buchstaben zur Kennzeichnung besonderer Prozesse und Eigenschaften, die nicht durch die Bodenbildung entstanden sind, und mit römische Zahlen wird ein zweite Schicht bezeichnet. Die sehen werden wir für jeden Bodentyp genauer ansehen.

Bodentypen

Die dominierten Bodentypen im Naturschutzgebiet Eldena sind: Pseudogleye, Braunerden und, in den Tälchen, Niedermoore. Weiterhin treten Gleye und Kolluvisol in Erscheinung.

Gleye

Gleye sind vom Grundwasser beeinflusste Böden und daher in Niederungen und Senken häufig anzutreffen. Das hochanstehende und bewegliche Grundwasser löst in seinem tieferen permanenten Wirkungsbereich verschiedene Bodenpartikel.[2]
Die unterschiedlichen Bodentypen der Gleye werden auf Grund des Humusgehaltes im Oberboden und der Höhe des Grundwasserspiegels bestimmt.[6]
Gleye haben idealtypisch die Horizontierung A/Go/Gr:
  • Ah: Humoser Oberboden, oft oberhalb des Grundwassereinflusses
  • Go: Oxidationshorizont. Sauerstoffarme Schicht wo vor allem Eisen in reduzierte Form mobilisiert sind. Grundwasser steigt und sinkt im Jahresverlauf abhängig von Faktoren wie Niederschlag, Schneeschmelze oder Pflanzenverbrauch, und dringt nur durch vorübergehende Änderungen des Grundwasserspiegels oder Kapillarkräfte ein.
  • Gr: Reduktionshorizont. In dieser Schicht herrschen sauerstofffreie, anaeroben Bedingungen. Die erhält gewöhnlich eine bläulich-graue Farbe und ständig im Grundwasserbereich.

Pseudogleye

Das wichtigste Unterschied zwischen Gleye und Pseudogleye ist, das Pseudogleye nicht mit den Füßen im Grundwasser steht, aber auf einer tonigen Schicht, die das Wasser bei hohen Niederschlägen staut. Unter Sauerstoffmangel sind die gleichen Prozesse wie beim Gley zu beobachten.[5]
Pseudogleye haben eine Horizontierung Ah/Sw/Sd:
  • Ah: Humoser Oberboden, oft oberhalb des Grundwassereinflusses.
  • Sw: Stauwasserleitende Schicht im Unterboden vom zeitweise auftretenden Stauwasser geprägt (Kennzeichen des Pseudogley). Darin können kleine schwarzbraune Mangan-Knöllchen eingelagert sein.
  • Sd: Dichte, wasserstauende, tonreiche und meist blaugrau bis rostbraun marmorierte Unterboden Horizont.

Braunerde

Brauerden sind ein Bodentyp des gemäßigt humiden Klimas. Das Ausgangsmaterial der Bodenbildung ist ein schwach schluffiger Sand. Die Braunerden im NSG Eldena entstanden unter Bedingungen schwachfließenden bis stehenden Wassers zwischen niedertauenden Toteisblöcken der letzten großen skandinavischen Vergletscherung.[2]
Braunerden haben eine typische Horizontierung Ah/Bv/C[5]:
  • Ah: Humoser Oberboden. Humusschicht mit weniger als 30% organischer Substanz.
  • Bv: Mineralischer Verwitterungshorizont, der durch dieser Verwitterung (Zerkleinerung, Lösung oder Zerfall von Gesteinen und Mineralen an der Erdoberfläche in Abhängigkeit von klimatischen Bedingungen) verbraunt und verlehmt ist.
  • C: Untergrund. Ausgangsgestein, aus dem Boden entsteht.

Niedermoore

Ein Moorboden ist ein wassergesättigter Boden, der aus mächtigen Torfschichten (organisches Sediment) besteht. Die Torfauflage muss mindestens 30 cm mächtig sein. Moore werden traditionell nach der Wasserversorgung in Hochmoore und Niedermoore unterschieden, wobei Niedermoore Kontakt zum Grundwasser haben und Hochmoore unabhängig davon durch Regenwasser entstanden sind.[5]
Die Torfschichten entstehen, wenn Mikroorganismen abgestorbene Pflanzenreste aufgrund von Sauerstoffmangel nicht vollständig abbauen können. Dies passiert häufig an grundwasserbeeinflußten Standorten. Torfe wachsen gewöhnlich nur langsam. Da neben den groben Pflanzenresten auch Pollen nicht vollständig abgebaut wird bildet letzterer ein fantastisches Archiv der jüngsten Entwicklung unserer heimischen Flora.[2]

Kolluvisol

Kolluvisol sind Böden dessen bodenbildende Prozesse sich indirekt auf das menschliche Wirken zurückverfolgen lassen. Dieser Boden entwickelt sich an Standorten, an denen sich aufgrund der Lage von anderer Stelle abgetragenes Bodenmaterial wieder ansammeln kann. Die Faktoren, die zu Erosion von Bodenmaterial an anderer Stelle führen sind beim Kolluvisol überwiegend menschlichen Ursprungs wie beispielsweise die Rodung von Wäldern an Hanglagen. Kolluvisol Böden finden sich oft im Bereich von Ackerbergen sowie an Wegböschungen und bei historischen Ackerterrassen unter Wald. Häufiger sind kolluviale Überdeckungen bei erodierten Böden wie Braunerden.
Durch den fehlenden Bewuchs wird humoses Oberbodenmaterial leichter den Hang hinunter getragen. Am Hangfuß oder in Senken lagert sich dieses Material wieder ab, der Kolluvisol entsteht.[4]
Kolluvisolböden haben eine typische Horizontierung Ah/M/II:
  • Ah: Humoser Oberboden. Humusschicht mit weniger als 30% organischer Substanz.
  • M: Bodenhorizont aus sedimentiertem, humosem Bodenmaterial. Der charakteristische M-Horizont ist sehr dunkel, humos und nährstoffreich sowie mindestens 40 cm mächtig.


Verteilung der Böden im NSG Eldena

Im NSG Eldena dominieren nässegeprägte Böden, wobei Grundwasser verschiedene Typen von Niedermoorböden und Gleyen und Stauwässer Pseudogleye prägen. Die Verteilung der Böden hängen von der Ausprägung von Wasser, Substrat und Relief ab. Dabei spielt besonders das Bodenwasser, deren Erscheinungsform von Substrat und Relief gesteuert wird, eine wesentliche Rolle. Böden ohne Hydromorphiemerkmale sind auf kleine Areale begrenzt.
In den Senken und Niederungen, mit ganzjährig hohem Grundwasserstand, haben sich Niedermoore gebildet. Die Rehbruch-Torfe sind verbreitet von mineralischen anthropogen aufgebrachten Bodenmaterialien bedeckt. Die angrenzenden Bereiche der Senken werden von Gleyen auf sandigen oder lehmigen Substraten eingenommen.
In den tiefsten Bereichen dominieren Grundwasserböden. Gley und Pseudogleye, die durch die Überlagerung von grund- und stauwasserbeeinflussten Bereichen entstehen finden hier flächenhafte Verbreitung.
Braunerden bilden sich in Standorten frei von Grundwasser wo der oberflächennahe Hauptverwitterungsbereich in Form einer brauen Färbung zum Vorschein kommen kann. Deshalb nehmen Braunerden ein geringen Anteil des NSG Eldena ein.
Die Nutzung der Landschaft durch den Menschen führte zur weiteren Differenzierung der Bodendecke. Es bildeten sich Erosions- und Akkumulationsprofile. Frühere Ackernutzung wird über Kolluvialböden sichtbar.[1]
Böden des Universitätsforstes Eldena generalisiert nach Kwasniowski (2000)

Böden des Universitätsforstes Eldena generalisiert nach Kwasniowski (2000)

Logbedingungen

Jetzt muss ihr in 5 Stationen im NSG Eldena gehen und ein paar Fragen antworten, zu prüfen ob ihr etwas über Böden gelernt habt.
In den Stationen 1-3,5 wird ihr Profilgruben finden. Achtet ihr darauf, die Profilwände nicht unnötig mit tiefen Löchern zu beschädigen, damit auch nachfolgende Besucher einen möglichst ungestörten Blick genießen können. Es ist nur nötig die ganz leicht mit den Fingerspitzen berühren.
Achtet ihr auch darauf, dass ihr euch in einem Naturschutzgebiet befindet. Es gelten die für Naturschutzgebiete typischen Verhaltensweisen.
  1. Pflanzen und Pilze weder zu entfernen noch zu beschädigen
  2. Wildlebende Tiere weder zu stören noch zu töten
  3. Nicht abseits der Wege zu laufen
  4. Hunde an die Leine zu nehmen
  5. Keinen Lärm zu verursachen
  6. Keinen Abfall zu hinterlassen

Station 1: N 54 04.438 E 013 27.664

Hier findest du eine der wenigen Bereichen mit Braunerde. Warum sind Braunerden im NSG Eldena nicht so häufig?
Berühre die verschiedenen Schichten des Profils, die du erkennen kannst. Kannst du ein unterschied zwischen den Schichten merken? Wird es gröber oder feiner in den unteren Schichten?

Station 2: N 54 04.371 E 013 27.846

Hier findest du auch ein Braunerdprofil aber, das nicht über ein sandiger Substrat liegt im Gegensatz zum Profil von Station 1.
Kannst du hier ein Unterschied zwischen die obere und untere Schicht merken?

Station 3: N 54 04.443 E 013 28.338

Hier findest du ein Beispiel von Gley. An den Wänden des Profils kann das vorher im Grundwasser gelöste Eisen oxidieren und Flecken entstehen.
Kannst du die Flecken erkennen? In welchem Horizont solltest du die sehen? Welche Farbe haben die?

Station 4: N 54 04.396 E 013 27.447

Von hier aus hast du ein schönen Blick dem Rehbruch. Indem fließen der Bierbach, der kurz hinter dem Rehbruch trockengelegt ist, und der Hohen Graben, der bereits an der Großen Wiese/Eichenbrink das NSG Richtung Greifswalder Bodden verlässt. Du kannst mit Hilfe der Vegetation erkennen wo die Bäche fließen.
Aus welchem Boden denkst du, dass der Rehbruch entstanden ist? Warum?

Station 5: N 54 03.670 E 013 27.936

Hier befindest du dich ganz nah, südlich des Ebertsbergs, der höchste Punkt des NSG Eldena, und am Rande des Naturschutzgebiet, neben einem Acker.
Schaue dir dass Profil an. Wie viele Schichte kannst du erkennen? Welchen Bodentyp glaubst du, dass es ist? Warum?

Foto: Freiwillig

Es ist keine Logbedingung aber wenn du es möchtest, du kannst auch gerne ein Foto vom dem Ort im NSG, der du am liebsten hattest. Es gibt viele schöne Ecken hier!
NSG Eldena

Fotos: SastRe.O


Mit Absendung der Antworten an mich hast du Logfreigabe. Du brauchst NICHT an meiner Antwort/Bestätigung warten. Ich melde mich wenn was falsch sein sollte.

Earthigo

Wer es will, kann diesen Earthcache auch als Wherigo lösen. Es ist natürlich freiwillig. Die selbe Information, die sich am Listing befindet, findest du die auch auf dem Wherigo. Nichts neues (über Geologie) ist am Wherigo erzählt.
Mit dem Wherigo wirst du durch den Wald geführt, siehst du wo die Stationen liegen und du kannst die Antworten am Spiel speichern und dann später zu Hause verbessern/ergänzen.
Ich hoffe es macht Spaß!


Literatur

  1. KWASNIOWSKI, J (2001) Die Böden im Naturschutzgebiet Eldena (Vorpommern), Greifswalder Geografische Arbeiten, 23, 155-185
  2. Bodenlehrpfad Eldena (https://geo.uni-greifswald.de) [08.10.2018]
  3. Infotafel
  4. Bodentypen (https://www.bodentypen.de/) [07.10.2018]
  5. Bodenwelten (https://www.bodenwelten.de/) [08.10.2018]
  6. Wikipedia [1] [2][08.10.2018]

The following link in this box link to the translation of the Earthcache desciptions as well as the needed tasks. As the cache owner, I represent that these files are safe to download although they have not been checked by Groundspeak nor by the reviewer for possible malicious content. Download these files at your own risk.
Els següents enllaços dins d'aquest enquadrament condueixen a la traducció de la descripció com de les tasques a realitzar d‘aquest Earthcache. Com a propietari de la GeoCache asseguro que aquests fitxers són segurs. Aquests no han estat revisats ni pel Reviewer ni per Groundspeak. Us els descarregueu al vostre risc.

Listing in .pdf
Listing en .pdf

Version 1.0, 10.10.2018
Version 1.1, 15.10.2018 – English version added. Versió en català afegida.
Version 1.2, 06.04.2019 – Earthigo verfügbar.

Additional Hints (No hints available.)



 

Find...

12 Logged Visits

Found it 10     Write note 1     Publish Listing 1     

View Logbook | View the Image Gallery of 18 images

**Warning! Spoilers may be included in the descriptions or links.

Current Time:
Last Updated:
Rendered From:Unknown
Coordinates are in the WGS84 datum

Return to the Top of the Page

Reviewer notes

Use this space to describe your geocache location, container, and how it's hidden to your reviewer. If you've made changes, tell the reviewer what changes you made. The more they know, the easier it is for them to publish your geocache. This note will not be visible to the public when your geocache is published.