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Bei Wikipedia heißt es:
Ein Bergsturz ist eine Fels- und Schuttbewegung aus steilen Bergflanken. Auch stabil erscheinende Felswände können betroffen sein, wenn sie von Klüften durchzogen sind. Bei Bergstürzen verhält sich das Gestein großräumig „wasserähnlich“, kann auf einer geneigten Gleitbahn eine Geschwindigkeit von über 100 km/h erreichen.
Berg- oder Felssturz?
Die Ablagerungsgebiete können Volumina von Millionen Kubikmetern und Flächenausdehnungen von mehr als 10 Hektar erreichen. Eine umfassende Definition von Bergstürzen stammt vom Geografen Gerhard Abele (1974): Bergstürze sind Fels- und Schuttbewegungen, die mit hoher Geschwindigkeit in Sekunden oder Minuten aus Bergflanken niedergehen und im Ablagerungsgebiet ein Volumen oberhalb von einer Million Kubikmeter besitzen, sowie eine Fläche von über 10 Hektar bedecken. Kleinere Ereignisse bezeichnet man als Felsstürze. Bergstürze sind demnach groß dimensionierte Felsstürze mit teils verheerenden Auswirkungen.
Bergstürze entstehen in der Regel an der Grenze zweier oder mehrerer Gesteinsschichten und an tektonischen Störungslinien, wenn derartige Grenzflächen durch Erdbeben, extreme Wetterereignisse (heftige Niederschläge oder Temperaturschwankungen) geschwächt werden oder auch wenn ein Gletscher abschmilzt und dessen Gegendruck fehlt. Zunehmende Steinschlagaktivität kann ein Hinweis auf bevorstehende Bergsturzereignisse sein. Eingriffe des Menschen in die Natur (Hangrodung, zu breite Forstwege, Rohstoffabbau) können diese Vorgänge beschleunigen. Fels- und Bergstürze stellen neben Muren und Lawinen die Hauptgefahr natürlicher Phänomene im Gebirge dar.
Man unterscheidet zwischen den häufiger vorkommenden Schlipfstürzen und den selteneren Fallstürzen. Ein Schlipfsturz beginnt mit einer Gleitbewegung, bei der die rutschende Masse weitgehend im Verband bleibt oder völlig in Kleinteile zerfällt. Durch eingeschlossene Luft, die wie ein Luftpolster zwischen dem festen Untergrund und der abrutschenden zerfallenden Gesteinsmasse wirkt, können Schlipfstürze selbst in Gesteinspartien ohne größeren Wassergehalt auftreten. Beim Fallsturz hingegen erfolgt praktisch unmittelbar ein Abbruch, bei dem sich das Gestein im freien Fall befindet.
Der mit dem Klimawandel verbundene Temperaturanstieg und das damit einhergehende Auftauen des bis anhin stabilisierenden Permafrosts erhöht die Gefahr von Bergstürzen. Das bei Bergstürzen zurückbleibende Material bildet eine Sturzhalde. Die Geschwindigkeit eines Bergsturzes beim Auftreffen aufs Gelände kann – abhängig von der Fallhöhe – 100 km/h übersteigen.

Felssturz am Vilsalpsee
Von September 2012 bis September 2016 war das Ostufer des Vilsalpsee von mehreren, teilweise großen Felsstürzen betroffen und der Weg dort wurde in Folge dessen gesperrt. Der bisher größte Sturz ereignete sich im November 2012 an der Blässe. Es droht aber durch einen etwa 100 Meter langen und bis zu zwei Meter breiten Felsspalt an der Blaich möglicherweise ein Felssturz noch größeren Ausmaßes. Dieser könnte laut der Landesgeologie beim Land Tirol ein Drittel des Sees verschütten. Zum Schutz wurden zwei Dämme, die zwischen 5 und 7,2 Meter hoch und in Summe an die 400 Meter lang sind, errichtet.
An den Listingkoordinaten findet ihr eine Infotafel zu den Felsstürzen am Vilsalpsee. Von Stage 2 aus könnt ihr das komplette Ausmaß überschauen.
Um den Earthcache loggen zu können, beantwortet bitte folgende Fragen:
- Wie viele m³ Fels gingen beim großen Felssturz am 7. Nov. 2012 an der Blässe ab?
- Würdet ihr von einem Fels- oder Bergsturz sprechen und warum?
- Handelt es sich um einen Schlipf- oder Fallsturz und warum?
- Schätze (am Besten von Stage 2 aus), wie viel ha Wald auf diese Weise "begraben" wurden.
Lade (optional) ein Foto mit deinem Log hoch, das dich oder dein GPS an Stage 2 mit dem Felssturz im Hintergrund zeigt.
Bitte sendet eure Antworten per Email oder Message an uns. Nach dem Absenden eurer Antworten an uns könnt ihr sofort loggen, ihr müsst nicht auf eine Freigabe warten. Falls es Probleme mit eurer Lösung gibt, werden wir uns melden.
A landslide is a rock and debris movement from steep mountain flanks. Even rock formations that appear stable can be affected if they are fractured. In landslides, the rock behaves on a large scale "like water" and can reach a speed of over 100 km/h on an inclined glide path.
Mountain or rockfall?
The depositional areas can reach volumes of millions of cubic metres and surface areas of more than 10 hectares. Geographer Gerhard Abele (1974) gave a comprehensive definition of landslides: mountain landslides are rock and debris movements that descend from mountain flanks at high speed in seconds or minutes and have a volume above one million cubic metres in the depositional area, covering an area of more than 10 hectares. Smaller events are called rockfalls. Mountain landslides are therefore large rockfalls with sometimes devastating effects.
Rockfalls usually occur at the boundary of two or more rock layers and at tectonic fault lines when such boundaries are weakened by earthquakes, extreme weather events (heavy precipitation or temperature fluctuations) or when a glacier melts and its counterpressure is absent. Increasing rockfall activity can be an indication of imminent landslide events. Human intervention in nature (slope clearance, forest paths that are too wide, mining of resources) can accelerate these processes. Rockfalls and landslides, together with mudflows and avalanches, represent the main danger of natural phenomena in the mountains.
A distinction is made between the more frequently occurring „Schlipfsturz“ and the rarer „Fallsturz“. A „Schlipfsturz“ begins with a gliding movement in which the sliding mass largely remains in the bandage or completely disintegrates into small parts. Air trapped between the solid ground and the slipping, disintegrating mass of rock acts like an air cushion and can cause landslides even in areas of rock without a large water content. A „Fallsturz“, on the other hand, practically immediately results in a collapse in which the rock is in free fall.
The rise in temperature associated with climate change and the associated thawing of the previously stabilising permafrost increases the risk of landslides. The material that remains after a landslide forms a fall dump. The speed of a landslide when it hits the ground can exceed 100 km/h, depending on the height of the fall.

Landslide at the Vilsalp lake
From September 2012 to September 2016, the eastern shore of Lake Vilsalp was affected by several rockfalls, some of them large, and the perennial route was closed as a result. The largest fall to date occurred on Blässe in November 2012. However, a rockfall of even greater magnitude may be threatened by an approximately 100-metre-long and up to two-metre-wide crevice on the Blaich. For the Tyrol, this could potentially spill a third of the lake, according to the state geology. Two dams between 5 and 7.2 metres high and a total length of 400 metres were built to protect the lake.
At the listing coordinates you will find an information board about the rockfalls at Vilsalpsee. From Stage 2 you can see the complete area of the falls.
To log the Earthcache, please answer the following questions:
- How many m³ of rock were lost at Blässe during the big rockfall on Nov. 7, 2012?
- Would you consider it a mountain landslide or a rock fall and why?
- Is it a „Schlipfsturz“ or a „Fallsturz“ and why?
- Estimate (best from Stage 2) how many hectares of forest were "buried" in this way.
Optionally upload a photo with your log showing you or your GPS at Stage 2 with the rockfall in the background.
Please log immediately after submitting your answers. You do not have to wait for a response. If there are issues with your resolution we will contact you.