Mattmark-Stausee
Natürlicher Vorgängersee
Vor dem Bau der Staumauer gab es im Saas-Tal einen Bergsee. Seine wechselnde Form und Größe hing von den Vorstößen und Rückzügen des Allalingletschers ab. Zu den Hochständen der Gletscherausdehnung um 1600, 1820 und 1850/60 überdeckte die Zunge des von der Westflanke hinunterreichenden Allalingletschers die ganze Talbreite und bildete so einen natürlichen Gletscherstausee. Beim Abschmelzen der Barriere kam es mehrmals zu katastrophalen Seeausbrüchen. In den Jahren 1589, 1633, 1680 und 1772 zerstörten besonders schlimme Sturzfluten die Dörfer und Weiden im Saastal.
Die Ausbrüche 1589 und 1633 reichten bis nach Visp und verwüsteten dort das Kulturland. Beim Ausbruch von 1680 wurden sogar in Visp 18 Häuser zerstört. Um solche Katastrophen zu verhindern, wollte man um 1900 einen unterirdischen Abflusskanal bauen. Doch die Mittel dazu fehlten.
Künstlicher Stausee
Von 1960 bis 1965 wurde eine künstliche Staumauer gebaut. Es ist bis heute der höchste Erdschüttdamm der Schweiz. Die Seeausbrüche wurden damit verhindert und ein Wasserkraftwerk dient seit 1965 zur Stromerzeugung.
Katastrophe von 1965
Am 30. August 1965 wurden durch einen Gletscherabbruch des Allalingletschers 88 Bauarbeiter zwei Millionen Kubikmetern Eis und Geröll begraben. Bei den mehrmonatigen Bergungsarbeiten konnte unter der stellenweise bis zu 50 Meter starken Eis- und Geröllschicht keiner der Verschütteten lebend geborgen werden. Kein anderer Stausee in der Schweiz forderte beim Bau so viele Opfer. Ein Kreuz erinnert heute an das Unglück. In der Nähe des Kreuzes liegt dieser Cache.
Quelle: Wikipedia
