Kapitän Holzbein, seines Zeitens ein gefürchteter Seeräuber, war die letzten Jahre bereits sehr angeschlagen. Freibeutertum war nicht mehr so gefürchtet und anerkannt wie damals. Die Hanse transportierte wichtige und teure Geschmeide nicht mehr per Schiff, sondern zunehmenst mit blechernen Vögeln, an die selbst der höchste Schiffsausguck nicht heranzuragen wusste. Von ein paar geenterten Kanus auf Este und Seeve kann man nicht wirklich leben.
Nach ein paar Jahren, in denen der Kaptiän seinen Rum am Lebensabend mit Deckschrubben verdienen musste, sah er auf dem Nachhauseweg im Nebel plötzlich ein prachtvolles Schiff auftauchen. Der Sage nach, sollen darauf drei holde Jungfrauen getanzt haben die ihn zu sich an Deck einluden. Die Party ging vermultich die ganze Woche oder länger, denn der Kapitän wart auch nach Monaten nicht wieder gesehen. Manche munkeln, dass das Schiff mitsamt Kapitän wegen des vielen Stampfens beim Tanzen in den nahen Sümpfen versunken sein soll. Andere behaupten, der Kapitän hätte sich ob seines tristen Daseins hier an einem Baum das Leben genommen und segelt fortan mit den Winden durch diese Kuhle.
Schaut euch vor Ort etwas um, an manchen Tagen könnt ihr sein Holzbein deutlich sehen. Dann bleibt besser nicht zu lange...
