Als Erweiterung unserer bestehenden Runde, hier nun einer von 4 weiteren Caches.
Die Verladerampe selbst, ein damals äußerst moderner Stahlbetonbau, der heute noch steht, bildet den technologischen Abschluss des Steinbruchbetriebs. Von hier kippte man den Schotter, täglich etwa 300 bis 400 Tonnen, in bereitstehende Eisenbahnwaggons. Drei bis vier Fahrten täglich waren nötig, um das Material nach Straßgräbchen zu bringen. Am unteren Ende der "Treebe" (Treibe), einem Feldweg vom Schimankschen Gehöft in südlicher Richtung, stand noch bis in die 1950er Jahre die Ruine eines Wiegehäuschens, wo die beladenen Waggons gewogen wurden, bevor sie in Richtung Straßgräbchen abdampften.
Zunächst entstand ein Verwaltungsgebäude am nördlichen Hang des Doberberges, das später, und auch noch heute, nach mehrfachen Umbauten als Wohnhaus genutzt wird. Maschinen und Anlagen, wie Brecher, Loks und Loren, mussten herangeschafft werden. Dicht neben dem Verwaltungsgebäude entstand eine Schmiede, in der das Werkzeug geschärft wurde. Ein Pulverhaus war etwas entfernt, am östlichen Fuß des Doberberges, in unmittelbarer Nähe des alten Sportplatzes an der Milstricher Straße, errichtet worden. Und an der Zufahrtsstraße zum Steinbruch, dicht neben der Verladerampe, entstand ein Lokschuppen - heute ein Wochenendhaus.
Vom Steinbruch selbst ist nicht mehr viel zu erkennen. Die Natur hat sich ihr Terrain zurückerobert. Von der obersten Erhebung, der "Kaupe", schaut man in die von Sträuchern und Bäumen überwucherte vernässte Abbausohle. Blanke Felswände überragen stumm die Szenerie. Ein Paradies für Wildtiere.