Mit der „NaturZeitReise“ wird auf sechs ausgewählten Rundwanderwegen im Teutoburger Wald die Dimension „Zeit“ mit ihren vielfältigen Facetten in der Natur- und Kulturlandschaft erlebbar. Zur „Zeit“ gehört auch die „bewegte“ Geschichte der Erde, die den Teutoburger Wald vor rund 70 Millionen Jahren entstehen ließ. Das bestimmende Thema des Rundweges 1 sind die noch heute erkennbaren Auswirkungen der historischen Waldnutzung durch den Menschen. Viel Spaß beim Wandern durch Zeit und Raum im Teuto.
Zu der Serie gehören die Wanderungen 2 (Jahreszeiten im Buchenwald, GC81P0R), 3 (Verborgene Zeitzeichen, GC82HCK), 4 (Steinbrüche als Zeitzeugen, GC83082) und ein Bonus (NaturZeitReisen Bonus, GC8309N). Bitte achtet auf die Bonuszahlen im Finale.

Startpunkt der Runde ist der Wanderparkplatz am Windfang. Die Etappe ist ca. 4 km lang und sollte in 1,5 – 2 Stunden gut zu erwandern sein. Sie ist nicht geeignet für Kinderwagen. Eine genaue Wegbeschreibung findet ihr auf der Website des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge (https://www.naturpark-teutoburgerwald.de/bielefeld/). Aus diesem Heft haben wir auch einige Erklärungen und Wegbeschreibungen übernommen.
Der Weg ist recht gut ausgeschildert. Ihr folgt in der Regel breiten Wegen. An den Stellen, an denen das für uns nicht ganz eindeutig war, haben wir zusätzliche Wegpunkte eingefügt.
WICHTIG: Ihr bewegt euch teilweise in einem Naturschutzgebiet! Verhaltet euch bitte entsprechend und bleibt immer auf den Wegen! Bitte nehmt euren Hund an die Leine.
Start = Parkplatz (N 51° 59.579 E 008° 31.190)
Am Start seht ihr die Übersichtskarte mit den Wandervorschlägen "Relikte historischer Waldnutzungen" und "Jahreszeiten im Buchenwald" (2x). Addiert die Länge der drei Rundwege und rundet das Ergebnis auf eine ganze Zahl.
Frage: Wie lang sind die drei Wege (gerundet) zusammen? (Antwort: A km)
Zwischenstation 1 (N 51° 59.564 E 008° 30.871)
Ihr umrundet zunächst den Frölenberg bzw. die Kerbesegge und erreicht den Mittelwaldbestand, der sich hier von Süden her den Hang hinauf zieht. Sowohl Niederwald, als auch Mittelwald machen als Relikte historischer Waldnutzungen den besonderen Reiz dieses Rundweges aus. Diese extrem stadtnahen Waldbereiche sind Bestandteil eines europaweiten Schutzgebietskonzeptes, den Flora-Fauna-Habitat-Gebieten (kurz: FFH-Gebiete). Diese dienen dem Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen.
Zeitfenster Mittelwald (N 51° 59.761 E 008° 30.921)
Die Mittelwaldwirtschaft ist seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Durch sie versorgten sich die mittelalterlichen Städte und Siedlungen mit Energie und Rohstoffen. Mittelwälder haben eine vielfältige Struktur und gehören deshalb zu den artenreichsten Biotopen. Die Wiederaufnahme der Mittelwaldwirtschaft in diesem Waldstück dient vor allem dem Erhalt der Artenvielfalt.
Frage: Wie lange dauert die Reifephase der Mittelwaldwirtschaft? (Antwort: B Jahre)
Die nächste Wegkreuzung heißt im Volksmund „7 Wege“. (N 51° 59.840 E 008° 30.800)
Frage: Wie viele dieser Wege kannst du heute noch erkennen? (Antwort: C Wege) Bitte schaue genau hin.
Ihr wandert nun bergan und erreicht die sogenannte „Fahnenspitze“, einen markanten Rastplatz oberhalb des Bielefelder Passes. Von hier aus habt ihr einen tollen Ausblick über den Stadtrand von Bielefeld und in die Senne.
Fahnenspitze (N 51° 59.802 E 008° 30.623)
Auf der Fahnenspitze haben leider einige Brandstifter ihr Unwesen getrieben. Auch die Wanderhütte, die einmal hier oben stand, gibt es nicht mehr. Aber ihr entdeckt sicher schnell den markierten Stein mit dem Kreuz darauf.
Frage: Wie viele Seiten hat die geometrische Figur an der Seite des Steins? (Antwort: D Seiten)
Den recht steilen Abstieg mit Treppenstufen auf der Nordseite begleiten im Frühjahr üppige Bärlauchbestände. Unten folgt ihr dem asphaltierten Weg bis zum Wegedreieck und wandert über den unbefestigten Weg weiter nach Norden. Dann verlasst ihr diesen Weg nach Westen. Noch einmal geht es bergan, und zwar zu den frühen Siedlungsspuren am Lönkertberg.
Zwischenstation 2 (N 51° 59.940 E 008° 30.477)
Zeitfenster Erdwerk (N 51° 59.916 E 008° 30.400)
Auf dem Bergsporn befindet sich ein so genanntes Erdwerk, eine runde bis ovale Wall-Graben-Anlage aus der Jungsteinzeit und damit Zeichen einer sehr frühen menschlichen Besiedlung dieses Raumes. Weitere Besiedlungsspuren ergaben sich bei Ausgrabungen am Südosthang. Dort fand man u.a. Kochsteine, Feuersteinklingen, Tierknochen und Topfscherben aus der Steinzeit und der Späteisenzeit.
Frage: Wann wurden die Ausgrabungen gemacht, die zur Entdeckung der Besiedlungsspuren führten? (Antwort: Jahreszahl = Anfang der E er Jahre)
Ihr umwandert den Lönkertberg. Der Wegbelag und die Böschungen werden deutlich durch den hier anstehenden hellen Kreidekalkschotter geprägt.
An einem blauen Pfahl (N 51° 59.976 E 008° 30.578) zweigt ihr nach links ab.
Frage: Gegenüber seht ihr den Keller eines zerstörten Gebäudes. Wie viele „Türen“ und „Fenster“ hat der Raum? (Antwort: Anzahl = F)
Am Ende des Wegs macht ihr einen kleinen Abstecher zum ehemaligen Kalksteinbruch Lönkert.
Zeitzeuge Alter Kalksteinbruch (N 51° 59.967 E 008° 30.359)
Dieser alte Steinbruch, in dem früher Kalk- und Mergelstein abgebaut wurden, dient heute als Fußballplatz. Am Rand des Platzes haben sich Berg- und Spitzahorn, eingriffeliger Weißdorn, Bluthartriegel und Liguster angesiedelt. Hier liegt übrigens auch der Tradi „Mein Schatz“ (GCA0Q6W).
Frage: Wann waren die Uhus in Westfalen ausgerottet? (Antwort: Jahreszahl = G)
Ihr wandert den Weg ein kurzes Stück zurück und folgt der Ausschilderung.
Zwischenstation 3 (N 52° 00.081 E 008° 30.463)
Wer sich hier genauer umsieht, entdeckt vielleicht auch die „Baumumarmung“ an der ersten Wegegabelung.
Ihr wandert weiter, um dem Weg spitz zurück auf den Kamm zu folgen. Oben angekommen, trefft ihr auf einen Wald mit einem krüppeligen Baumbestand – einen Niederwald. Dieser ist durch seine mächtigen 30 bis 50 cm hohen Stubben (wulstig verdickte Stammfüße), aus denen mehrere Stämme wachsen, leicht vom Hochwald, bei dem nur ein einzelner Stamm aus einem Sämling keimt, zu unterscheiden. Im Niederwald werden die Bäume, meist Buchen, zwecks Brennholzgewinnung regelmäßig alle 10 bis 40 Jahre „auf den Stock gesetzt“, also abgeholzt. Diese immer wieder aus den Wurzelstöcken ausschlagenden Wälder waren noch im 19. Jahrhundert sowohl auf den bodensauren, als auch den felsigen, kalkhaltigen Kammbereichen des Teuto weit verbreitet. Mit dem Ersatz des Holzes als Hauptenergieträger durch fossile Brennstoffe und einer produktiveren Hochwaldbewirtschaftung begann jedoch das Ende der Niederwälder.
Kurz vor dem Verlassen des Waldes können wir auf der Südseite des Weges eine junge Eibe entdecken.
Zeitfenster Eibe (N 51° 59.896 E 008° 30.804)
Die immergrünen Eiben haben zwar in Europa eine lange Geschichte, sind aber dennoch recht selten. Botanisch gelten sie als Relikt des Tertiärs (vor 15 Millionen Jahren) und damit als die älteste einheimische Nadelbaumart in Europa. Aufgrund der besonderen Struktur des Eibenholzes wurden daraus seit dem Altertum Bögen und Armbrüste hergestellt. Reste alter Eibenbestände stehen daher häufig im Umfeld von Burgen.
Frage: Wie alt ist die „Ureibe bei Steibis“ mindestens? (Antwort: Anzahl der Jahre = H)
Der Rundweg verläuft nun zwischen der Bebauung im Norden und dem südlich angrenzenden Wald – einem sogenannten Mittelwald. Im Gegensatz zum Niederwald ist dieser an den einzelnen hohen Bäumen erkennbar, unter denen viele niedrige Bäume wachsen. Die Mittelwaldwirtschaft ist seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Durch sie versorgten sich die mittelalterlichen Städte und Siedlungen mit Energie und Rohstoffen. Mittelwälder haben eine vielfältige Struktur und gehören deshalb zu den artenreichsten Biotopen.
Ihr findet das Final bei N 51° 59.C*D*F+C*(E-G)+C+D+H und E 008° 30.A*B*D+B*C+A.
Ganz in der Nähe befindet sich eine Bank. Hier könnt ihr in Ruhe die Koordinaten berechnen.
Achtung: Ihr müsst zum Auffinden des Caches die Wege nicht verlassen.
Bitte denkt daran, die Werte für den Bonus zu notieren.
Vielen Dank an michardbegel für den Betatest.