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🌍 Aktives Kliff Föhr 🌍 EarthCache

Hidden : 12/1/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Naturstrand in Hedehusum! Geformt von Wind und Wetter, Sonne und Regen, Ebbe und Flut. Steilufer, entstanden durch Landabbrüche in vielen Sturmfluten.

Am Strand von Hedehusum befindet sich der letzte deutlich sichtbare Kliff auf Föhr. Gletscher der letzten Eiszeit haben Erde, Steine und Geröll aus Skandinavien bis hierhin geschoben. Sturmfluten haben den Geestkern „angenagt“. So entstand ein 2-3 Meter hohe Steilküste, aus der Steine herausbrechen können, die dann am Strand liegen.



Föhr liegt im Windschatten von Sylt und Amrum und ist dadurch von den stürmischen Einflüssen der Nordsee relativ geschützt. Die Insel Föhr wird „die grüne Insel“ genannt, sie hat eine Fläche von ca. 83 km². Im Süden befindet sich die höher gelegene Geest und der Norden besteht aus Marschland, der durch einen Deich geschützt ist. Zwischen Nieblum und Midlum liegt die höchste Erhebung. Sie liegt bei 13,2 m über NN. Die meisten Ortschaften liegen auf der sicheren Geest. In der fruchtbaren Marsch befinden sich zahlreiche Aussiedlerhöfe.

Die Insel Föhr gehört zusammen mit den Inseln Sylt und Amrum zu den nordfriesischen Geestinseln, die vor ca. 125 000 Jahren entstanden sind, durch die aus glazialen Ablagerungen der vorletzten Eiszeit. Daher finden sich auf Föhr sowohl Reste der eiszeitlichen Moränen (Geestkern) und Marschen. Am Kliff bei Hedehusum kommt der Geestkern der Insel Föhr zum Vorschein. Das Geröll und der Schutt sind von Gletschern hier abgelagert worden, zudem sehen wir die nacheiszeitlich entstandenen Bodendecke.
Vor Ort werden gestauchte Sande und Geschiebemergel der Saale-Kaltzeit, sowie Ablagerungen der Holstein-Warmzeit gefunden. Offiziell wird dieser Bereich im Geotopkataster des Landes als schätzenswertes Objekt geführt.

Die Gezeiten mit ihrem täglich zweimal wiederkehrenden Zyklus von Ebbe und Flut haben maßgeblichen Einfluss auf die Natur und Umwelt auf der Insel und im Wattenmeer. Durch zahlreiche Priele, die das Watt durchziehen, strömt das Wasser der Nordsee bei Flut wieder zurück. Der mittlere Tidenhub in Wyk beträgt dabei 2,8 Meter. Das auf- und ablaufende Wasser der Tide führt große Mengen Sediment mit sich und verursacht dadurch eine stetige Verlagerung der Sedimentverteilung im Wattenmeer.



Gesteine

(auch lockerer Sand und Ton werden in Norddeutschland als Gestein bezeichnet)

Sand
ist durch Verwitterung oder Zertrümmerung von Festgestein entstanden, er besteht zum größten Teil aus winzigen Quarzkörnern. Diese weisen einen Durchmesser von maximal zwei Millimetern auf. Zwischen den Sandkörnern ist reichlich Platz für Luft oder Wasser. Die Farbe ist abhängig von der Zusammensetzung. Auch die körnigen Überreste von abgestorbenem tierischen Material wie etwa Korallen oder Muschelschalen werden als Sand bezeichnet.

Ton
ist ebenfalls ein Verwitterungsprodukt und aus Feldspäten enstanden, die mit Glimmer und Quarz den skandinavischen Granit bilden. Tonminerale sind plattig und viele kleiner als Sandkörner, Teilchendurchmesser sind meistens kleiner als 2 μm. Bei höherem Wassergehalt ist Ton definitionsgemäß plastisch, also formbar. Tonsteine treten in vielen verschiedenen Farben auf, so etwa hell- bis dunkelgrau, schwarz, rot und grün. Für die Farbe bestimmend sind Beimengungen von Limonit, Hämatit, Chlorit und organischen Kohlenstoffverbindungen wie Bitumen oder Kohle.

Schluff
nimmt hinsichtlich seiner Korngröße und Porengrößenverteilung eine Übergangsstellung zwischen Sand und Ton ein. Sein Mineralbestand setzt sich hauptsächlich aus Quarz, Feldspäten und einem charakteristischen Glimmeranteil zusammen. Die Abgrenzung von schluffigen zu tonigen Feinböden bzw. unverfestigten Sedimenten erfolgt mittels Fingerprobe. Anders als relativ reiner Ton ist feuchter Schluff oder schluffreicher Ton zwischen den Fingern nur mäßig formbar. Außerdem wird durch die größere Korngröße das Licht diffuser reflektiert, so dass das Material beim Verreiben zwischen den Fingerkuppen nicht fettig glänzt, wie es für relativ reinen Ton typisch ist. Anhand einer Knirschprobe kann auch eine Unterscheidung erfolgen. Hierbei wird ein sehr kleines Eckchen des betreffenden Gesteins abgebissen und gekaut. Ein charakteristisches Knirschen des Gesteins zwischen den Zähnen zeigt das Vorhandensein von Schluff im beprobten Gestein an.

Geschiebemergel
zeichnet sich durch ein breites Korngrößenspektrum vom kleinsten Tonpartikel bis zu großen Steinen aus, häufig sind Kreidebröckchen zu erkennen. Es handelt sich um die von den eiszeitlichen Gletschern auf dem Weg von Skandinavien zu uns "abgehobelten" Gesteine, die nach dem Abschmelzen der Gletscher als sog. Grund- und Endmoränen zurückbleiben.

Klei
besteht aus Feinsand, Schluff und Ton in wechselnden Mengenverhältnissen. Er ist als Hochwassersediment im Bereich der Vorländereien entstanden und oft mit feinsandigen Wattablagerungen sowie mit Torfen verzahnt.


Steilküste/Kliff


Einen abrupten Übergang zwischen Meer und Land wird als eine Steilküste genannt. So eine Steilküste wird auch Kliff bezeichnet. Sie fallen also zum Meer hin steil ab.
Durch die Meeresbrandung entstehen am Fuß der Steilküste eine Brandungshohlkehle. Oberhalb der Hohlkehle entsteht ein immer größer werdender Überhang. Durch das Eigengewicht, kommt es zum Abrutschen des Überhanges, der Abrasion. Das abgerutschte Material kommt vor dem Kliff zu erliegen und wird von der Meeresströmung und der Wellentätigkeit fortgetragen und lagert sich an anderer Stelle wieder ab. Dadurch entsteht eine ständige Küstendynamik.
Die Geschwindigkeit, in der dies geschieht, hängt insbesondere von der Stärke der Brandung, der Höhe des Kliffs, der Anzahl der Sturmfluten ab.



Lebenden und Toten Kliffs


Ein lebendes Kliff ist eine Steilküste, die rückversetzt wird und erodiert. Das Kliff ist aktiv.
Wenn das Kliff nur noch von sehr hohen Meereswellen erreicht wird und deswegen kaum einer Veränderung unterworfen wird, bezeichnet man es als totes Kliff. Eine Vegetationsdecke am toten Kliff, ist eine deutlicher Hinweis auf geringer Aktivität, da die Brandung die Steilküste nicht bzw. kaum noch erreicht.
Das Rote Kliff in Kampen von Sylt ist ein bekanntes lebendes Kliff in Deutschland. Ein totes Kliff kann einige Kilometer im Landesinneren liegen. Es zeigen die ehemalige Küstenlinie an, von der das Meer durch Absinken des Nordseepegels immer weiter zurückwich.


Logbedingungen


Fragen zu diesem Earthcache:
1. Handelt sich es sich hier am Strand von Hedehusum um ein lebendes oder totes Kliff? Begründe deine Antwort.

2. Schaue dir die Abbruchkante genau an. Hier können wir verschiedene Bodenschichten sehen.
a. Beschreibe diese in ihrer Farbe, dicke und ordne dieser der oben genannten Gesteine zu.
b. Beschreibe die Entstehung.

3. Was meinst du, wenn es zu einer schweren Sturmflut kommt, was wird hier passieren? Könnte der Abbruch verhindert werden?

4. Foto gerne, optional.

Bitte sendet die Antworten über den Message Center oder an meine Email-Adresse: leuchtfeuer.nf@gmail.com.
Danach könnt Ihr sofort loggen. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich.

Quelle: Wikipedia, Buch: Reise know how - Insel Föhr und Die Entstehung Schleswig-Holsteins, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume SL-HO(www.umweltdaten.landsh.de),

Additional Hints (No hints available.)