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Baum des Jahres 2019 - die Flatter Ulme Mystery Cache

Hidden : 1/5/2019
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


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Die Flatter Ulme - Baum Des Jahres 2019

Ulmus laevis

Wer die buschigen Blüten der Flatter-Ulme einmal im Wind hat tanzen sehen, weiß woher die Art ihren Namen hat. 2019 rückt die Baum des Jahres Stiftung damit eine Ulmenart ins Licht der Öffentlichkeit, die bisher wenig bekannt ist. Umso spannender ist ihr vielseitiges Potential – insbesondere im urbanen Bereich.



Spricht man von Ulmen, denken die meisten wohl zuerst an das Ulmensterben im vergangenen Jahrhundert. Doch wo Berg- und Feld-Ulme insbesondere durch ihren dramatischen Rückgang traurige Berühmtheit erlangt haben, zeigt die Flatter-Ulme ein ganz anderes Gesicht. Ulmus laevis unterscheidet sich nicht nur botanisch deutlich von ihren bekannteren Schwestern, sie erwies sich auch gegen die Ulmenkrankheit als deutlich widerstandsfähiger.

Über hundert Jahre ist es her, dass eine der dramatischsten und bis heute andauernden Baumkrankheiten in Nordwesteuropa ihren Anfang nahm: die Holländische Ulmenkrankheit. Sie ist ein eindrückliches Beispiel, welche Kollateralschäden beim weltweiten Holzhandel passieren können. Der Erreger: ein aaa Pilz, eingeschleppt mit Hölzern von Ulmen aus dem ostasiatischen Raum. Der Pilz löst im Holz der Ulmen bbb aus und lässt so zunächst einzelne Kronenäste, letztlich aber meist die gesamte Baumkrone vertrocknen. 1925 hatte die Epidemie Deutschland erreicht und sich bis Mitte der Dreißigerjahre quer durch ganz Europa von England bis zum Ural ausgebreitet. Anfang der Dreißigerjahre überquerte dieser Pilz – diesmal mit einer Schiffsladung von europäischem Ulmenholz – den Atlantik und wütet seitdem unter den Ulmen in Nordamerika.

Mitte der Sechzigerjahre, als man in Europa längst davon ausging, dass die Epidemie weitgehend abgeklungen sei, kehrte dieser Pilz – diesmal in einer deutlich aggressiveren Version – mit einer Ladung Funierstämmen kanadischer Ulmen über England zurück nach Europa. Und auch aus Russland kommend tauchte hier eine weitere, stärker infektiöse Pilzvariante auf.

Heute hat diese Ulmenkrankheit kaum noch ausgewachsene Feld-Ulmen übrig gelassen. Auch die Berg-Ulmen erreichen immer seltener ein höheres Alter.

Doch bei der Flatter-Ulme, der dritten in Mitteleuropa heimischen Ulmenart, ist das offensichtlich anders. Dieser hochgewachsene Baum ccc erscheint weitgehend immun gegen diese Krankheit. Selbst jahrhundertealte Exemplare zeigen sich überraschend vital. Es gibt zahlreiche höchst eindrucksvolle Beispiele, wo Flatter-Ulmen in unmittelbarer Nachbarschaft von infizierten und absterbenden Feld-Ulmenbeständen stehen, aber selbst keinerlei Symptome der Ulmenkrankheit erkennen lassen. Diese scheinbare Immunität ist allerdings in erster Linie eine indirekte Resistenz. Sie rührt vor allem daher, dass die Flatter-Ulme von den Hauptüberträgern dieser Pilzkrankheit, dem Großen und dem Kleinen Ulmensplintkäfer, in Ruhe gelassen wird. Diese Käfer fliegen sie nicht an. Sie erkennen sie schlicht nicht als Ulme, da sich ddd in Struktur und Inhaltsstoffen deutlich von der der anderen beiden mitteleuropäischen Ulmenarten unterscheidet.

Und so entgeht die Flatter-Ulme als Einzige der für die anderen Ulmenarten so fatalen Infektion. Wird sie doch mal infiziert, dann zeigt sich, dass sie auch gewisse eigene, wenn auch nicht vollkommene eee gegen den Pilz hat. Der Krankheitsverlauf ist weniger gravierend und endet selten tödlich. Doch auch ihre Existenz ist in Deutschland keineswegs gesichert. In sieben Bundesländern gilt sie laut Roter Liste als gefährdet, in Nordrhein-Westfalen sogar als stark gefährdet. Ursache ist der starke Verlust ihrer natürlichen Lebensräume im Verlauf der letzten zwei Jahrhunderte.

Die Flatter-Ulme, die die letzte Eiszeit vermutlich im Balkan überdauert hat, ist schon vor 10.000 Jahren nach Mittel- und Osteuropa zurückgekehrt. Ihr heutiges Hauptverbreitungsgebiet ist das kontinentalere Osteuropa.
Bei uns in Deutschland ist sie lediglich in den fff gut verbreitet – besonders stark in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Im übrigen Deutschland ist sie deutlich seltener und längst nicht überall, am ehesten noch in den größeren Flußtälern anzutreffen – in der Rhein-Main-Ebene, im Oberrheingraben und entlang der Donau.
Ihre westliche Verbreitungsgrenze durchzieht – noch deutlich vor der Küstenline der Nordsee und des Atlantiks – Westdeutschland, Belgien und Frankreich. In Skandinavien, Groß-britannien und im mediterranen Südeuropa kommt die Flatter-Ulme – außer in Albanien – von Natur aus nicht vor.

Auch wenn sie die Nähe des Wassers liebt – die Flatter-Ulme kann auch auf trockeneren Standorten ganz gut zurechtkommen. Schon im Barock gehörten Ulmen zusammen mit den Linden zu den ggg. In Osteuropa, ihrem Hauptverbreitungsgebiet, ist die Flatter-Ulme auch heute noch ein häufiger Alleenbaum. Aber auch in Nordostdeutschland kann man noch durch so einige Flatter-Ulmenalleen fahren.Die Flatter-Ulme hält auch das trockenwarme Stadtklima gut aus. Und sie ist recht tolerant gegenüber Luftverschmutzung, Streusalz und Bodenverdichtung. Sie könnte daher – auch als Ersatz für die längst weggestorbenen Feld- und Berg-Ulmen – wieder häufiger an Straßen, auf Plätzen und in Parks innerhalb von Städten angepflanzt werden.

Auf etwa 400-500 Jahre wird sie geschätzt, die Flatter-Ulme hinter der Kirche auf dem ehemaligen Friedhof in Gülitz, einem kleinen Ort im Nordwesten Brandenburgs. Noch beeindruckender ist ihr Stammumfang von fast 10 m (genauer: 9,87 m).

Sie ist damit nicht nur Deutschlands dickste Flatter-Ulme, sondern Deutschlands dickste Ulme überhaupt. Ein paar dicke Feldsteine - Reste der ehemaligen Friedhofsmauer - sind in der Basis des mächtigen, stark knolligen Stamms eingewachsen.

Schon seit prähistorischen Zeiten hat der Mensch Ulmen gezielt genutzt. Aus ihrer Rinde ließ sich viel und guter Bast gewinnen, feiner noch und weicher als der der Linden, deren Nutzung als Bastlieferant am verbreitetsten war. Die Bastfasern der Flatter-Ulme sind besonders leicht aus der Rinde zu herauszulösen. Die hhh Blätter der Ulmen wurden als besonders hochwertiges Viehfutter genutzt. Zu diesem Zweck wurden die Ulmen geschneitelt, das heißt: Ihr wurden belaubte Zweige noch vor dem Herbst abgeschnitten, getrocknet und im Winter dann verfüttert. Und bereits in der Steinzeit wurden Jagdbögen vorrangig aus dem iii -elastischen Holz der Ulmen hergestellt.

Ob damals schon für die jeweiligen Nutzungen spezielle Ulmenarten bevorzugt wurden, ist nicht bekannt. Aber selbst in der Neuzeit wurde bei der Verarbeitung von Ulmenholz – in der Holzbranche meist Rüster genannt – nicht immer groß unterschieden, von welcher Ulmenart das Holz stammte. Wenn doch, dann galt allerdings in der Regel das Holz der Flatter-Ulme als am schwierigsten und verlustreichsten in der Verarbeitung. Es reißt leicht, lässt sich schwer spalten und ist recht zäh. Es war daher insgesamt wenig geschätzt. Gefragt war es allerdings – gerade wegen seiner Zähigkeit – für den Bau von Gerätschaften mit hoher mechanischer Beanspruchung – für Mühlen, jjj Räder, Karren, Kutschen oder auch für Skier.

Ulmenholz findet aber auch Abnehmer in der Möbel- und Kunsttischlerei, und zwar wegen der interessanten Farbunterschiede zwischen Kern- und Splintholz . Doch auch in dieser Branche wird das Holz der anderen beiden Ulmenarten vorgezogen. Es ist viel kontrastreicher, dunkel schokoladenbraun oder auch rötlich braun im Kern und gelblich hell im Splint. Die Flatter-Ulme dagegen kommt lediglich mit einem etwas müden, hellgrauen bis gelbbraunen Kernholz daher. Aber wenn – und das kommt bei Flatter-Ulmen sehr viel häufiger vor – sich im Stammholz dank zahlreicher ruhender Knospen , immer wieder austreibender, aber vergänglicher Wassertriebe und mit der Zeit entstehender Knollen höchst dekorative Maserungen herausgebildet haben, dann ist so ein Flatter-Ulmenstamm besonders teuer und begehrt – für Täfelungen, Möbel kkk und teures Schreibwerkzeug.

Auch wenn wir die Hoffnung nicht aufgeben sollten, dass die holländische Ulmenkrankheit irgendwann wieder abklingen wird – ausgewachsene Feld- und Berg-Ulmen werden vorerst weiter aus unserer Landschaft verschwinden. Und mit ihnen werden auch zahlreiche, auf Ulmen spezialisierte Lebewesen – vor allem Insekten, Spinnen und Pilze – ihren Lebensraum verlieren. Der zu den Bläulingen gehörende Ulmen-Zipfelfalter ist dafür das bekannteste Beispiel. Es ist daher dringend nötig, den Bestand der Flatter-Ulmen in Deutschland nicht nur zu erhalten, sondern ihn auch zu erhöhen. Denn der Flatter-Ulme als einzige weitgehend resistente Ulmenart kommt die Rolle des lll für alle diese bedrohten Arten zu.


Bruch- und Auenwälder sind heute laut Bundesnaturschutzgesetz, aber auch EU-weit geschützt. Sie müssen erhalten werden. Es gibt darüber hinaus Bestrebungen, trockengelegte Feuchtwald-Standorte wieder zu vernässen und ehemalige Überflutungsräume in den Flußtälern wieder zu öffnen und der natürlichen Dynamik des Flusses zu überlassen. Das wäre die beste Art, mehr Lebensraum auch für die Flatter-Ulme zu schaffen. Dies sollte mehr forciert und gefördert werden. Die Flatter-Ulme könnte hier sogar noch eine weitere Ersatzfunktion übernehmen. Denn sowohl die Eschen als auch die Schwarz-Erlen, die zwei häufigsten Begleitbaumarten der Flatter-Ulme auf den Feuchtwaldstandorten, sind derzeit erheblich von Pilzkranheiten heimgesucht und kommen für eine Renaturierung vorerst schwerlich in Frage.


Da lange angenommen wurde, dass alle heimischen Ulmen von der Ulmenkrankheit stark betroffen seien, wurden in den urbanen Bereichen seit etwa einhundert Jahren auch so gut wie keine Flatter-Ulme mehr nachgepflanzt. Mit den Erfahrungen von heute sollten nun aber die Möglichkeiten, die Flatter-Ulme in die Städte, in die Parks und an die Straßen zurückzubringen, genutzt werden.

Die Unterscheidung der drei heimischen Ulmenarten wird nicht selten als schwierig dargestellt. Auch mmm, der Begründer der heutigen Pflanzensystematik, hatte 1753 alle europäischen Ulmen noch unter einem Artnamen zusammengefasst. Tatsächlich geistern auch heute immer mal wieder fälschliche Artzuweisungen durch die Baumliteratur. Aber eigentlich kann nur die Unterscheidung zwischen Feld- und Berg-Ulmen gelegentlich schwierig werden. Denn zwischen diesen beiden Ulmenarten gibt es keine Kreuzungsbarrieren. Und so kommen in Gebieten, wo beide Arten vertreten sind, auch entsprechende Bastarde durchaus häufig vor. Mehr noch: Da auch diese Bastarde nicht steril sind, sondern sich weiterhin untereinander und auch mit den beiden Ausgangsarten kreuzen können, gibt es eine Fülle von Varianten, die in der Tat keine eindeutige Zuordnung zu einer der beiden Arten zulässt. Doch bei der Flatter-Ulme ist auch das entschieden anders. Sie ist erstens mit keiner der beiden anderen heimischen Ulmenarten kreuzbar. Es gibt also auch keine verwirrenden Hybridformen. Und sie hat zweitens ein paar sehr klare Erkennungsmerkmale.


Am einfachsten ist es, sie im Frühjahr – von März bis Mai – zu erkennen, wenn sie noch vor dem Blattaustrieb blüht und während des Blattaustriebs fruchtet. Denn die in Büscheln an den Zweigen hängenden Blüten und Früchte sitzen auf dünnen, bis zu vier Zentimeter langen Stielen und können – daher ja ihr Name – locker im Wind flattern. Die Blüten und Früchte der anderen beiden heimischen Ulmenarten sind dagegen relativ kurz oder ungestielt und entsprechend unbeweglich. Sehr spezifisch sind auch die auffälligen, unter europäischen Baumarten einmaligen Brettwurzeln. Die Flatter-Ulme bildet sie besonders ausgeprägt auf flachgündigen, vor allem aber auf nassen Böden zur Erhöhung ihrer Standfestigkeit aus. Diese ausladenden Wurzelanläufe dienen aber möglicherweise auch zur besseren Sauerstoffversorgung der Wurzeln bei Hochwasser.

Die Flatter-Ulme erreicht Wuchshöhen von über 30 m, unter günstigen Bedingungen auch 40 m und mehr; im Einzelstand bildet sie meist eine weit ausladende Krone

Der Stamm bildet oft auffällige, am Stammfuss hochziehende Brettwurzeln aus; alte Flatter-Ulmen können einen Stammumfang von über neun Meter erreichen

Die Farbe der Rinde ist ein helles Graubraun, ihre Struktur ist längsrissig und flach geschuppt

Die Knospen sind schlank, kegelförmig spitz mit zimtbraunen, dunkel umrandeten Knospenschuppen, wodurch ein charakteristisches Streifenmuster entsteht

Der Austrieb der Blätter ist etwa ab Mitte April; Sie haben eine ausgezogene Blattspitze und sind am Blattgrund stark asymetrisch; die größeren Zähne nnn sind stark zur Blattspitze hin gekrümmt; die Blattnerven laufen parallel und sind normalerweise nicht gegabelt – wenn doch, dann nur im unteren Drittel des Blattes; (zur Bestimmung sollten nur Blätter von Kurztrieben aus der Laubkrone, nicht von Langtrieben, Wasserreisern oder Stockausschlägen gewählt werden); Gelbfärbung im Oktober, Abwurf bis Anfang November

Die Blüten werden meist erst ab einem Alter von 35-40 Jahren ausgebildet; Blütezeit ist manchmal schon im Spätwinter, meist aber von Ende März bis Anfang April, deutlich vor dem Blattaustrieb; es sind lockere, lang gestielte (bis zu 4 cm lang), zwittrige Einzelblüten in vielblütigen Büscheln; sie haben filzige, weiße, zweilappige Narben und – etwas später – rotviolette Staubbeutel; Blüten werden haupt-sächlich duch Wind bestäubt, Insekten kommen aber auch vorbei

Die Früchte sind lang gestielte, kleine Nussfrüchte, die von einem flachen, ringförmigen und am äußeren Rand ooo umrahmt sind („Scheibendrehflieger“); die noch jungen Früchte sind grün und fotosynthetisch aktiv; sie reifen dann im Mai, wenn die Blätter austreiben und sind im reifen Zustand gelbbraun gefärbt; sie werden durch Wind und Fließgewässer verbreitet



Für die Errechnung der Zielkoordinaten wird aus den gesuchten Begriffen der Buchstabenwortwert ermittelt. Umlaute ergeben Null, die daraus zu bildenden iterierten Quersummen werden wie folgt betitelt : aaaa = A usw.



Das Final findest Du bei

Nord J ( F - E )° J ( B + L ) . A I ( M + N )

und Ost K ° J D. ( C + G ) ( H + L ) O




Mystery made by Kuschelkarotte



wir möchten uns beim Vorstand der Stiftung „Baum des Jahres“ sowie bei

Herrn Prof. Dr. A. Roloff für die Genehmigung der Quellennutzung bedanken

www.Baum-des-Jahres.de


Additional Hints (Decrypt)

Reqtnf

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)