Dies ist ein echter Mystery Cache, daher ist an den oben angegeben Koordinaten nichts versteckt. Aber wer sich die Eingangsszene besser vorstellen möchte, lässt diese einfach genau dort stattfinden. Ach ja, und ihr müsst wieder viel Text lesen, dies ist leider kein Hörspiel.

Die drei Fragezeichen fuhren gerade mit ihren Fahrrädern am Feuerwehrhaus vorbei, als sie dort Inspector Cotta mit einem anderen Mann stehen sahen. Da die beiden relativ unglücklich aussahen, beschlossen Justus, Peter und Bob kurzerhand anzuhalten und freundlich „Guten Tag“ zu sagen.
Inspector Cotta war recht überrascht die Drei zu sehen. „Justus! Peter! Bob! Schön Euch zu sehen. Darf ich Euch meinen Kollegen Detective Gregston vorstellen. Wir wollten gerade etwas essen gehen, aber leider hat Larry’s Pub wohl für immer geschlossen. Und auch der Grieche ist dicht. Jetzt wissen wir nicht, wo wir hingehen sollen, dabei wollte mir der Detective gerade von einem mysteriösen Einbrecher erzählen.“
„Bei allem Respekt!“, mischte sich nun Detective Gregston ein, „Aber das ist Polizeiarbeit und damit streng vertraulich. Ich glaube nicht, dass das die Jungs etwas angeht, so nett sie auch sein mögen.“
Inspector Cotta machte ein nachdenkliches Gesicht, schürzte die Lippen, sah zum Himmel und murmelte etwas von „Mmmh, warum eigentlich nicht?“ Dann wand er sich zu Detective Gregston: „Aber ganz im Gegenteil mein lieber Gregston. Es kann sogar sein, dass uns ein Wink des Schicksals diese drei Jungs geschickt hat.“ Er erzählte ihm von den drei Fragezeichen und überredete ihn dazu, die Informationen, die er mit ihm teilen wollte auch mit Justus, Peter und Bob zu teilen.
Detective Gregston zögerte kurz, meinte dann aber: „Also gut, aber nicht hier auf der Straße. Gibt es nicht irgendwo einen Ort, wo wir uns ungestört unterhalten können?“
„Tja, die Sportsbar ist im Moment die einzige Alternative.“, meinte Peter. „Allerdings ist die Küche dort womöglich nicht nach ihrem Geschmack.“, ergänzte Bob. „Aber Currywurst und ein kühles Getränk sollten möglich sein.“, fügte Justus hinzu.
Damit war es abgemacht. Und als alle ihre Bestellungen aufgegeben hatten, fing Detective Gregston an zu erzählen: „Also, um es kurz zu machen. Wir haben es zur Zeit mit einem besonders dreisten Einbrecher zu tun, der sich selbst ‚Der Rabe‘ nennt. Leider hat noch nie jemand diesen Raben zu Gesicht bekommen und neuerdings macht er sich auch noch lustig über uns und schickt uns Nachrichten zu.“
„Nachrichten? Was denn für Nachrichten?“, bohrte Peter nach.
„Genau darüber wollte ich mit Inspector Cotta sprechen.“, fuhr Gregston fort, „Wir haben einen Brief vom Raben erhalten, den wir so deuten, dass er uns dort seine nächsten Taten oder sein Versteck oder irgendetwas derartiges ankündigt. Vielleicht hält er uns aber nur zum Narren.“
„Glauben Sie, der Brief ist echt? Vielleicht macht sich nur jemand einen Spaß mit Ihnen.“, fragte Bob.
„Dem Brief lag die gleiche schwarze Feder bei, die der Rabe auch bei allen Diebstählen als eine Art Visitenkarte hinterlässt. Diese Art von Federn bekommt man nicht sehr leicht, daher müssen wir bei dem Brief davon ausgehen, dass dieser echt ist.“
„Aber der Brief ist irgendwie verschlüsselt oder sein Inhalt kryptisch, nehme ich an. Und nun war es Ihre Absicht Inspector Cotta den Brief zu zeigen, in der hoffnungsfrohen Annahme, dass dieser aus der Nachricht des Raben schlau wird.“, dozierte Justus.
Detective Gegston guckte Justus scharf an. „Sag mal, redest Du immer so geschwollen?“. Bob und Peter mussten lachen. Doch das beachtete Gregston nicht, stattdessen öffnete er seine Tasche und nahm ein Dokument heraus, das er mit den Worten „Na mal gucken, ob Du daraus schlau wirst!“ an Justus weiter reichte.
Dieser schaute auf das Blatt und begann den Inhalt vorzulesen:
„Erneut wart ihr zu spät am Ort,
zu schnell, der Rabenflug?
Drum hört genau auf mein Wort,
ich hab‘ lange nicht genug!
Ihr habt `ne Chance, und das ist wahr,
denn noch könnt ihr gewinnen.
Denn aller Anfang ist das A,
und nun lasst uns beginnen.
Sucht nach dem blinden Banditen,
doch meidet unbedingt einarmige Passagiere!
Wo ist er, der magische Zugang,
vielleicht ist er in der U-Bahn?
Taucht in den Gewässern der Haie
und macht dort Jagd auf das Raben-Ei.
Hilfreich ist dabei der Tauch-Roboter,
doch fürchtet das Summen der Fliegen!
Betretet besser nie brennendes Land!
Kehrt niemals ein im Theater des Zauberers!
Folgt dem Ruf: rettet Schätze!
Bleibt fern vom Holzweg der Ritter!
Findet Ihr den Raben im Dschungel?
Kra kra kra,
versteht den Sinn,
fangt den Raben!“
Als Justus geendet hatte, ergänzte Gregston: „Natürlich untersuchen wir alle U-Bahn-Bereiche, durchwühlen unseren Computer nach bekannten Spezies mit eingeschränktem Augenlicht. Auch das große Aquarium haben wir durchsuchen lassen, ebenso wie Orte, in denen es in den letzten Monaten und Jahren gebrannt hat oder ein Zauberkünstler aufgetreten ist. Doch nirgendwo haben wir etwas gefunden, was auf einen Raben oder gar ein Rabennest hindeutet. Wenn wir der Sache aber nicht nachgehen und der Brief bekannt wird, stehen wir in der Presse dumm da. Also Ihr drei, habt Ihr eine Idee!“
Peter war derweil etwas blass geworden und stotterte: „Sag mal Just, … das ist doch nicht …“ Und auch Bob wirkte merkwürdig aufgewühlt: „Ich glaube, ich weiß genau, was Du meinst Peter, doch…“ Weiter kam er nicht, denn Detective Gregston unterbrach ihn: „Was ist los mit Euch Jungs, bekommt Euch die Wurst nicht, müsst Ihr mal verschwinden?“
„Das ist es nicht, Detective. Wenn mich nicht alles täuscht, haben meine beiden Kollegen gerade das Gefühl, dass sie von der Vergangenheit eingeholt werden. Wenn Sie mir kurz einen Stift leihen würden? Wir müssten da eben mal etwas aufschreiben und dann finden wir den Raben oder was auch immer. Ich fürchte allerdings, da hat sich jemand einen Scherz mit Ihnen erlaubt.“, erklärte Justus.
Habt Ihr auch entdeckt, was die drei Fragezeichen bemerkt haben? Dann nichts wie los, bevor der Rabe womöglich ausfliegt oder was auch immer es dort zu finden gibt, verschwunden ist.
Für Coins und TBs ist das Versteckt nicht groß genug, wäre doch zu schade, wenn diese vom Raben geklaut würden.
Beim Ausmessen hat das GPS eine mögliche Abweichung von 5m angezeigt.
Um Natur und Umwelt zu schützen geht den Cache bitte nicht in der Nacht oder Dämmerung an.
Ein Parkplatz befindet sich in der Nähe der Zielkoordinaten.
Achtet auf Muggel aller Art! Mal ist hier nix los und mal ist es wie im Taubenschlag.
Und immer daran denken, jeder ist für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich.
Habt Spaß, genießt Geocaching!