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Verborgene Zeitzeichen (NaturZeitReise 4) Multi-Cache

Hidden : 1/16/2019
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Mit der „NaturZeitReise“ wird auf sechs ausgewählten Rundwanderwegen im Teutoburger Wald die Dimension „Zeit“ mit ihren vielfältigen Facetten in der Natur- und Kulturlandschaft erlebbar. Zur „Zeit“ gehört auch die „bewegte“ Geschichte der Erde, die den Teutoburger Wald vor rund 70 Millionen Jahren entstehen ließ. Weg 4 widmet sich verborgenen Zeitzeichen. Viel Spaß beim Wandern durch Zeit und Raum im Teuto.

Zu der Serie gehören die Wanderungen 1 (Relikte histor. Waldnutzungen; GC81459), 2 (Jahreszeiten im Buchenwald, GC81P0R), 4 (Steinbrüche als Zeitzeugen, GC83082) und ein Bonus (NaturZeitReisen Bonus; GC8309N). Bitte achtet auf die Bonuszahlen im Finale.

Alternativtext

Startpunkt der Runde ist der Wanderparkplatz an der Waterboer. Diese Etappe ist ca. 8 km lang und sollte in 2 – 2,5 Stunden zu erwandern sein. Sie ist nicht geeignet für Kinderwagen. Eine genaue Wegbeschreibung findet ihr auf der Website des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge (https://www.naturpark-teutoburgerwald.de/bielefeld/). Aus diesem Heft haben wir auch einige Erklärungen und Wegbeschreibungen übernommen.

Der Weg ist recht gut ausgeschildert. An einigen Stellen haben wir zusätzliche Wegpunkte eingefügt.

WICHTIG: Ihr bewegt euch teilweise in einem Naturschutzgebiet! Verhaltet euch bitte entsprechend und bleibt immer auf den Wegen! Bitte nehmt euren Hund an die Leine.

Ihr beginnt am

Start = Parkplatz Waterboer (N 51° 59.173 E 008° 32.724).

Hier fällt ein verbeultes Schild auf, mit dem ein Witzbold (?) dem Platz einen neuen Namen gegeben hat.

Frage: Wie viele Buchstaben hat das Wort, das vor „Platz“ steht? (Antwort: A Buchstaben)

 

Vom Parkplatz führt der Weg zunächst nach Osten an einem kleinen Bachtal entlang, das im Sommer schon mal trocken fällt. Am Bach kann man eine typische Pflanze der Quelltäler des Teutos, das grün-gelblich blühende Milzkraut, entdecken. Nach rund 300 m erreicht ihr eine beeindruckende Douglasie, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Zeitfenster Douglasie (N 51° 59.134 E 008° 32.964)

Trotz ihrer Größe und obwohl sie nur wenige Meter südlich des Weges steht, übersieht man sie im Wald sehr leicht. Wenn man aber direkt vor oder unter ihr steht, könnte man meinen, der Baum sei schon uralt. Tatsächlich kamen die ersten Douglasien aber erst vor rund 100 Jahren zu uns.

Frage: Wie hoch ist die Douglasie im Arboretum Freiburg-Günterstal? (Antwort: B m)

 

Sobald der Weg den Wald verlässt, zweigt er am Wegweiser nach Norden ab.

Zwischenstation 1 (N 51° 59.112 E 008° 33.032)

Von hier ist eine alte Linde zu sehen, die ebenfalls als Naturdenkmal geschützt ist. Sie steht am Weg zum Hof der alten Adelsfamilie von Spiegel.

Parallel zum kleinen Bach, an dem ihr schon eine Zeit entlang wandert, führt der Weg an dessen Quelle vorbei bergan. Obwohl der Kamm des Teuto meist nur 100 bis 200 m höher liegt als sein Umland, regnen sich viele der vom Atlantik kommenden Regenwolken hier ab. Er stellt somit ein wichtiges Grundwassererneuerungsgebiet bzw. eine wertvolle Quellregion dar. Dies erkennt man auch an den vielen kleinen Kerbtälern, die seine Hänge durchziehen.

Zwischenstation 2 (N 51° 59.145 E 008° 33.249)

Hier haltet ihr euch rechts. Ihr gelangt bald zu einer ehemaligen Windwurffläche, die hier am 18./19. Januar 2007 durch den Wintersturm Kyrill entstand.

Zeitfenster Kyrill und Käfer (N 51° 59.085 E 008° 33.401)

Die damaligen Schäden sind kaum noch zu erkennen, denn die Sand-Birke hat als sogenanntes Pioniergehölz die Fläche mittlerweile fast vollständig „erobert“. Damals führten extrem hohe Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h insbesondere in den Nadelwaldbeständen der Mittelgebirge zu großflächigen Schäden.

Frage: Wie groß ist der Buchdrucker, der vor allem geschwächte Fichten befällt? (Antwort: C mm)

 

Wie viele andere Flächen auf dem sauren Sandsteinkamm des Teutos wurden auch die Waldbereiche nördlich des Weges jahrhundertelang mit Schafen und Ziegen beweidet und waren so weitgehend waldfrei. Das nördlich des Weges liegende Gebiet bekam daher wohl auch seinen Namen „Kahle Egge“. Als die Haltung von Schafen und Ziegen durch den Verfall der Fleisch- und Wollpreise im 19. Jahrhundert unwirtschaftlich wurde, wurden vor allem die Sandsteinbereiche mit der schnellwüchsigen und anspruchslosen Fichte aufgeforstet. Unter ihrem dichten Schatten und den sauren, nährstoffarmen Bedingungen des Sandsteinkamms wächst meist nur eine dürftige Krautschicht aus wenig anspruchsvollen Kräutern und Moosen.

Zeitfenster Fichtenforst (N 51° 58.893 E 008° 33.759)

Frage: Wie alt können Fichten werden, wenn man sie wachsen ließe? (Antwort: bis zu D Jahren)

 

Nach etwa 500 m führt der Weg am Wegweiser durch einen Hohlweg nach Südosten bergab. Hier treffen sich die Wege 4 und 5, denen ihr gemeinsam folgt. Hier seht ihr ein Wanderschild.

Wanderschild (N 51° 58.847 E 008° 33.880)

Frage: Addiert die Entfernungsangaben der Wanderwege auf den beiden Schildern mit "Wanderparkplatz Buschkamp" (nur jeweils eine Seite). Wie lang sind die Wege (gerundet) zusammen? (Antwort: E km)

 

Der Hohlweg stellte in früheren Zeiten eine Verbindung zwischen einem Wegekreuz auf dem Kamm des Teuto im Nordwesten und der Senne im Südosten dar. Schon vor Jahrtausenden existierten in diesem Raum Wegeverbindungen, die entweder der Richtung des Teutos folgten oder ihn querten, indem sie die Quertäler durchliefen.

Die Kammwege boten die Möglichkeit, ein Ziel relativ sicher und ohne große Umwege zu erreichen. Im Tal verhinderten hingegen oft feuchte, unwegsame Bachsenken oder nur zu bestimmten Jahreszeiten begehbare Wege das Weiterkommen.

Durch die jahrhundertlange Nutzung mit Fuhrwerken und Vieh, sowie vom Berg abfließendes Niederschlagswasser, gruben sie sich tief in den Untergrund ein. So entstanden Hohlwege. In der Vergangenheit wurde auf dem Hohlweg Bauschutt zur Befestigung aufgebracht, eine schon im 20. Jahrhundert unsachgemäße Form der Entsorgung von Bauschutt.

Zeitzeuge Hohlweg (N 51° 58.819 E 008° 33.963)

Frage: In welchem Jahrhundert entstanden befestigte Wege? (Antwort: im F. Jahrhundert)

 

Am Ende des Hohlwegs erreicht ihr ein mit Erlen, Eschen und Vogelkirschen bestandenes Längstal, durch das der Landwehrbach fließt. An diesem befand sich auch die Mühle des Hofes Große Bockermann. Heute ist hier der Landschaftspflegehof im Mömketal untergebracht.

In den ehemaligen Fischteichen befindet sich das einzige erhaltene Edelkrebsvorkommen in Bielefeld. Seinen Namen hat der Bach wohl von der ehemaligen Landwehr, die ihr einige Hundert Meter später erreichen werdet und die die Grenze Ravensbergs zur Senne schützen sollte.

Gelbes Wanderschild (N 51° 58.615 E 008° 34.278)

Frage: Addiere die Wegnummern der beiden unteren Schilder. (Antwort: Summe = G)

 

Bitte haltet euch nach dem Wanderschild rechts.

Bald zweigt westlich ein Weg zu einem ehemaligen Kalksteinbruch ab, zu dem ein kleiner Umweg lohnt. Der als Naturdenkmal ausgewiesene Steinbruch weist imposante Steilwände auf. Zusammen mit der daneben stehenden Erläuterungstafel geben sie einen guten Einblick in die Geologie des Raumes. Zu Tage tritt hier insbesondere die Lamarcki-Schicht, die nach einer der darin häufig vorkommenden dickschaligen Muschelart benannt ist und vor 90 Millionen Jahren im Kreidemeer abgelagert wurde.

Hier könnt ihr auch den empfehlenswerten Earthcache „Kalksteinbruch am Togdrang“ (GC7AQ81) besuchen.

Kurz danach trefft ihr auf einen Pfosten mit Schloss.

Pfosten (N 51° 58.391 E 008° 34.172)

Frage: Auf dem Schloss stehen zwei Zahlen. Wie lautet die höhere? (Antwort: Zahl = H)

 

Schnell erreicht ihr den Wanderparkplatz „Am Togdrang / Buschkamp“ mit einer mächtigen Eiche. Für uns Cacher ist dies natürlich „Troopers 1983er“ Parkplatz, den wir jährlich zum „Bielefelder - EarthCache-Day – Meeting“ nutzen. Hier trennen sich die Wege 4 und 5 wieder.

Der Weg verläuft auf Sandwegen nun ein gutes Stück nach Westen. Schon nach wenigen Metern durchschreitet ihr merkwürdige Torpfeiler und erreicht die wieder frei gelegten Fundamente eines früheren Bunkers.

Torpfosten an der Einfahrt zum ehemaligen Raketen-Testgelände (N 51° 58.370 E 008° 34.112)

Frage: Wie viele rostige Türangeln seht ihr an den Torpfosten? (Antwort: I Türangeln)

 

Hier könnt ihr auch den Tradi „Senner Bunker“ (GC2QJMK) besuchen.

Vor und während des Zweiten Weltkriegs diente das umliegende Gelände als Raketen-Testgelände und als Munitionslager. Nach dem Krieg wurden fast alle militärischen Einrichtungen in die Luft gesprengt; nur ein Doppelbunker blieb erhalten. Dieser wurde 1948 zur Gaststätte „Bergfrieden“ umgebaut. Dieses im Volksmund „Bunker-Café“ genannte Lokal war anfangs sehr beliebt, wurde aber Ende der 1950er Jahre abgerissen.
 

Zeitzeuge: Bunker-Café (N 51° 58.364 E 008° 34.097)

Frage: Wann wurden die Anlagen gesprengt? (Antwort: im Jahr J)

 

Vor rund 200 Jahren stand hier am nördlichen Rand der Senne noch ein Schafstall. Heute deutet jedoch wenig auf die bewegte Geschichte dieser Gegend hin.

Frage: Auf einer alten Karte ist der Schafstall noch zu sehen. Aus welchem Jahr stammt die Karte? (Antwort: aus dem Jahr K)

 

Ihr geht weiter auf dem befestigten Weg. Leider ist der Lärm der Bundesstraße nun eine ganz Zeit lang zu hören.

Abzweigung Lämmerweg (N 51° 58.425 E 008° 33.758)

Hier verlässt der Lämmerweg wieder unseren Weg. Der Lämmerweg führt über ca. 22 km in 5 Teilstrecken von Ubbedissen zum Ramsbrockhof.

Frage: An der Abzweigung war bis vor kurzem auch das Wanderzeichen eines anderen Weges zu lesen. Bis zur Erneuerung gilt: L = G.

 

Hier am Rand der „Kettlerschen Berge“ stehen zurzeit noch typische Wirtschaftswälder mit Nadelbaumbeständen. Das soll sich aber nach dem Willen der Eigentümerin, der „Stiftung für die Natur Ravensberg“, bald ändern, da künftig naturnahe Waldwirtschaft demonstriert werden soll, das heißt der Wald soll teilweise völlig sich selbst überlassen werden. Um die Waldentwicklung beobachten und vergleichen zu können, wurde eine Fläche eingezäunt, damit das Rehwild nicht die frischen Triebe und Knospen junger Bäume „verbeißen“ und die Stämmchen mit dem Gehörn „fegen“ kann.

Zeitfenster Naturwald (N 51° 58.452 E 008° 33.605)

Frage: Wie viele Tierarten sind auf den Fotos zu sehen? (Antwort: M Tierarten)

 

Der Sandweg und die umgebende Waldlandschaft wirken sehr alt. Tatsächlich hat sich die Landschaft hier am Rand der Siedlung „Buschkamp“ in den letzten 200 Jahren grundlegend gewandelt, nämlich von einer waldarmen Heidelandschaft am Rand der Senne zu einer urban geprägten Landschaft.

Die offene Heidelandschaft der Senne ragte früher weit bis in den Höhenzug des Teutoburger Waldes hinein. Am Ende des 19. Jahrhunderts waren aber bereits große Teile der sandigen Heideflächen der Senne aufgeforstet.

Einzelne Altbuchen stehen am Rand des Sandweges. Sie zeigen die Spuren der früher verbreiteten Schneitelwirtschaft, dem Schneiden belaubter Äste und Zweige zur Futtergewinnung.

Zeitfenster Landschaftswandel (N 51° 58.622 E 008° 32.681)

Frage: Im Text (!) werden fünf Jahreszahlen genannt. Welches ist die höchste? (Antwort: Jahreszahl = N)

 

Auf der Westseite bzw. nördlich des Weges befinden sich zwei kaum erkennbare Hügelgräber (Grabhügel). Diese wurden häufig an besonders markanten Stellen wie Wegekreuzungen oder auf Bergkuppen angelegt.

Hier könnt ihr auch den Tradi „Eierpflanze? - Eggplant?" (GC5Q1RM) besuchen.

Nur rund 100 m weiter südlich verläuft der alte Senne Hellweg.

Zeitzeuge: Senne-Hellweg (N 51° 58.656 E 008° 32.338)

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Der Senne Hellweg verband im 8. Jahrhundert die beiden Bischofsstädte Paderborn und Osnabrück. Wie alle Wege in der Senne war auch er nur ein Sandweg. Von Süden kommend, querte er die Grenze von Lippe nach Ravensberg etwas weiter östlich am Bartholdskrug. In früheren Jahrhunderten waren auf den Wegen nicht nur Kutschen, sondern auch viele Händler zu Fuß unterwegs – die sogenannten Kiepenkerle oder Tödden. Mit geschulterten Weidenkörben zogen sie von Ort zu Ort, von Bauer zu Bauer und handelten mit allem Denkbaren, vor allem aber mit Leinen.

Frage: Wie breit waren die Wegetrassen? (Antwort: bis zu O m)

 

Der Weg umgeht die Haltestelle auf einem Trampelpfad, überquert die Waterboerstraße nach Westen, vorbei an einem historischen Fachwerkensemble mit einer alten, als Naturdenkmal geschützten Eiche. Nach und nach lässt der Weg die lärmende Paderborner Straße hinter sich, bis ihr an der Südseite des Kortenbergs den nächsten Wegweiser erreicht.

Wegkreuzung (N 51° 58.927 E 008° 32.109)

Hier stoßt ihr wieder auf Weg 3, den ihr vom Multi „Jahreszeiten im Buchenwald“ kennt. Nun lauft ihr diesen Weg in umgekehrter Richtung.

Frage: An einem abgesägten Baum an der Wegkreuzung findet ihr einen handgeschriebenen Hinweis auf ein Haus. Welche Nummer hat das Haus? (Antwort: Nummer = P)

 

Der Weg wendet sich hier an der Wegespinne nach Norden und statt der kargen Kiefernwäldern empfängt den Wanderer nun ein üppiger Kalk-Buchenwald. Der kräftige Laubjungwuchs im angrenzenden Buchenwald zeigt an, dass sich hier im Untergrund Kalk vorhanden sein muss. Ihr befindet euch auf einem geologischen Grenzgang: An frei liegenden Wegeböschungen kann man gut erkennen, wie hoch der Sennesand auf dem darunter anstehenden Kalkgestein aufliegt. Der Wechsel von Kreidekalk und Sennesand und der damit verbundene Wechsel in der Vegetation prägt diese Übergangszone am Rand des Teutos.

Zeitfenster: Geologischer Grenzgang (N 51° 58.934 E 008° 32.192)

Frage: Aus welchem Jahr stammt das Gemälde von Ludwig Menke, das den geologischen Übergangsbereich deutlich zeigt? (Antwort: aus dem Jahr Q)

 

Ihr findet das Final bei N 51° 58.A+B*C+D+E*G+F+I+J-K+L+3 und E 008° 32.L*M+H+M+N+O+P-Q+3

 

Update (07.09.2023): Ein Wegpunkt wurde um wenige Meter verlegt. Die Fragen an zwei Stationen wurden aktualisiert.
Update (14.10.2025): Das Finale wurde auf die andere Seite des Weges verlegt.

Achtung: Ihr müsst zum Auffinden des Caches die Wege nicht verlassen.

Bitte denkt daran, die Werte für den Bonus zu notieren.

Vielen Dank an michardbegel für den Betatest.

Additional Hints (Decrypt)

Aöeqyvpu ibz Jrt hagre Fgrvara. / Ovggr jvrqre thg gneara.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)