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Nordhausen - Unterwelten #1 Mystery Cache

Hidden : 4/3/2019
Difficulty:
5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


 

Die Nordhäuser Luftschutzanlage „Felsenkeller“

Hinter dem Haus Wallrothstraße30 – bei den Nordhäusern als „Felsenkeller“ bekannt – verbirgt sich
die zweitgrößte Luftschutzanlage Nordhausens. Das Haus wird 1848 in Nordhäuser Adressbüchern erstmals
als „Hagens Bierhalle“ erwähnt. 1858 ging die Gaststätte „Felsenkeller“ in das Eigentum der Brauerei
„Schulze & Rühlemann“ über. Der eigentliche Felsen- „keller“, der sich als gewölbter Gang von knapp 2 Meter Breite
rund 40 Meter in den Berg hineinzieht, diente neben der Bierlagerung zur Aufbewahrung von Natureis.
1874 kam der Gaststättenbetrieb wieder zum Erliegen.

Seit Oktober 1943 hatten die Mitarbeiter der „Mittelwerke GmbH“, der Entwickler und Hersteller der V2-Raketen,
neben ihren Standorten im Stollensystem des Kohnsteins, in Ilfeld und in Niedersachswerfen Büros in Nordhausen
in Beschlag genommen. So arbeiteten in den Räumen des Gehege-Restaurants zeitweise etwa 200 Mitarbeiter der
„Mittelwerke GmbH“. Aus einem Aktenvermerk vom 29.10.1943 der „Firma Gebhardt & Koenig Deutsche Schachtbau AG Nordhausen“
ist zu ersehen, dass die „Mittelwerke GmbH“ für ihre Mitarbeiter einen Luftschutzraum im Gehege anlegen wollen.
Die Wahl fiel unter mehreren Varianten (wohl auch aus Kostengründen) auf die Verlängerung bzw. Vergrößerung des
bestehenden „Felsenkellers“. Die Arbeiten begannen dann auch unmittelbar.

Es war vorgesehen in drei Schichten zu arbeiten. Als Hilfskräfte wollten die Mittelwerke Sträflinge aus dem
KZ Lager „Dora“ beistellen. In Archivunterlagen ist aber im Gegensatz zur Stollenanlage unter dem „Neuen Weg“
nicht vermerkt, dass Häftlinge am Bau der Anlage mitgewirkt haben.

Bei einer Ortsbesichtigung hatte man feststellen müssen, dass der Keller mit seinem Ausgang zur Straße für die Abfuhr
des Haufwerkes (ausgebrochener Gesteinsschutt) ungeeignet war. Das Problem wurde durch den Bau eines Eingangsstollens
in Verlängerung des alten Eiskellers gelöst. Dieser sogenannte zweite Ausgang wurde im September 1944 auf einer Länge
von 39 Meter manuell aufgefahren. Das Mundloch dieses Stollens soll sich unterhalb des ehemaligen Kolonialdenkmals (am Aufgang
vom Beethovenring zum Gehegeplatz) befunden haben. Der Stollen war, nach der Erinnerung von alten Nordhäusern,
in Türstock-Zimmerung ausgeführt und mit einer Holztür verschlossen.

Im Oktober 1944 wurde die elektrisch betriebene Kompressor Anlage installiert und die weitere Auffahrt der Strecke
konnte mit druckluftgetriebenen Abbauhämmern in Angriff genommen werden. Bereits im November wurde mit dem Bau eines
dritten Ausgangs begonnen und im Dezember an dem Sanitärraum (WC) gearbeitet.

Insgesamt wurden ca. 130 Meter Strecke mit einem Querschnitt von 2 m x 2,2 m aufgefahren. Für den Vortrieb mussten
ca. 580 Kubikmeter anstehendes Gestein herausgebrochen werden. Das daraus entstandene Haufwerk von ca. 1.000 Kubikmeter
wurde an mehreren Stellen im Gelände deponiert.

Die Stollen liegen in bankigen Sandsteinschichten des Unteren Bundsandsteins und haben – soweit sie zugänglich sind –
keinen Ausbau, auf den man wegen der söhligen Lagerung des festen Sandsteins verzichten konnte. Die Luftschutzanlage „Felsenkeller“
wurde Ende Februar 1945 fertiggestellt.

Nach dem Ende des Krieges hat die sowjetische Kommandantur (Befehl Nr. 176 des Militärkommandanten Krawtschenko
vom 2. März 1946) dann die Ausgänge zuschütten und sprengen lassen. Übrig ist nur noch der eigentliche Notausgang,
der heute auf Privatgelände liegt. Das bestätigt der gegenwärtige Befund am Gehege. Der sogenannte zweite Eingang
vom „Kolonialdenkmal" ist offenbar völlig versetzt und auch der Doppeleingang an der Wallrothstraße ist behelfsmäßig verfüllt.
Nur die Zugangsmöglichkeit vom „Felsenkeller“ her ist offenbar vergessen worden.

(Quelle: Alle Text und Bildinhalte wurden dem 29. Band „Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis Nordhausen“, Herausgeber: Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein, Stadtarchiv und Museum Tabakspeicher, entnommen)

 

An den oben genannten Koordinaten befindet sich nicht der Cache.

Den Cache findet ihr bei:

N51° 29.64 00.00 04.45 09.60 39.10

E10° 17.11 41.77 21.92 00.00 03.06

 

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Additional Hints (Decrypt)

ghurauberceöxergznfrt Page width: min 900 px

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)