Skip to content

Steinbruch Lindener Berg-Brachiopoden u. Trochiten EarthCache

Hidden : 2/8/2019
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:




Geologie:

Der gesamte Jura bietet in unserer Gegend das Bild einer fast ozeanisch anmutenden Lebensgemeinschaft. Allerdings dürfen wir uns das Jurameer nicht als ein großes Weltmeer vorstellen, sondern als ein flaches Randmeer, welches das "Germanische Becken" bildete und das durch breite Meeresengen mit dem Ozean verbunden war.

Zu Beginn des Malm erfolgte eine Verflachung, das norddeutsche Jurameer wurde von dem süddeutschen Jurameer getrennt. Mit dem Ende der Jurazeit wurde Süddeutschland trockengelegt und das nordwestdeutsche Becken wurde weiter eingeengt.

Im oberen Dogger kam es zur Verflachung des Jurameeres und Ablagerung von Sanden und Kalken, die heute als braune eisenhaltige Kalksteine den "Braunen Jura" bilden und namensgebend waren.

Mit Beginn des Malm erfolgte ein Übergang von dunklen Tonen und braunen Sandsteinen zu hellen gelblichweißen Karbonatsedimenten. Der Korallenoolith und die Gigasschichten bauten sich aus Bruchschillkalken und Oolithen auf, der Kimmeridge aus knolligen Mergelkalken. Im Kimmeridge bestand nur noch eine schmale tiefe Senke, das "Niedersächsische Becken", das einer allmählichen Verdampfung verfiel.

Die Schichten des Kimmeridge wurden früher zum Beispiel am Lindener Berg abgebaut und lieferten eine große Menge der schönsten Versteinerungen, die heute noch in vielen europäischen Sammlungen zu sehen sind.

Der Steinbruch Lindener Berg:

Im 19. Jahrhundert sammelte der Paläontologe Carl Struckmann regelmäßig Muscheln, Schnecken und Zähne in dem Steinbruch am Lindener Berg. Aber auch in den Rehburger Bergen war er unterwegs und fand eigenartige Spuren, die er als erster mit den Dinosauriern in Verbindung brachte. Der Lindener Berg ist eine herausragende Fundstelle von Fossilien und Gesteinen, die über 100 Millionen Jahre alt sind. Nicht nur Überreste von Schwämmen und Schnecken, sondern auch Flossenstacheln von Urhaien und Mahlzähne von Fischen wurden hier entdeckt.
Bis zu seinem Tod im Jahr 1898 sammelte Struckmann über 10 000 Fossilien in Linden und füllt heute mehr als vier Schränke im Niedersächsischen Landesmuseum.

Verlauf der Fossilisation

Eine Fossilisation beginnt mit der Einbettung der toten Organismen im Untergrund. So ist er vor dem intensiven Kontakt mit Sauerstoff geschützt. Im weiteren Verlauf werden die Organismen mit Sedimenten wie z.Bsp Sand oder Ton bedeckt. So entsteht mit der Zeit eine Sedimentdecke, durch deren Poren Wasser fliessen kann. Die Weich- und Hartteile der Organismen reagieren mit dem Wasser und den darin gelösten Stoffen. So werden die Weichkörper meist vollständig abgebaut. Ist dieser mit einer Schale umgeben, entsteht ein Hohlraum. Dieser kann mit der Zeit durch Mineralneubildungen oder feinen Sedimentkörnern ausgefüllt werden. Diesen Vorgang nennt man Verkiesung. Härtet dieses dann aus, bleibt die Form des Organismusrestes konserviert. Daher spricht man dann von Verkieselung. Als Beispiel sei hier der Seeigel genannt.

Bei Hartteilen (zum Beispiel die Schalen von Brachiopoden oder Muscheln) kann das ursprüngliche Material z.Bsp. durch den Druck oder der Temperatur eine andere stoffliche Zusammensetzung annehmen. Die Gestalt bleibt dann meist erhalten. Hier spricht man von einer Versteinerung.

Brachiopoden

Die Brachiopoden gehören zum Stamm der Fangarmtiere und sind ausschließlich im Meer lebende Armfüßer. Man findet Sie auf der ganzen Welt und es sind sozusagen "lebende Fossilien", da sie seit dem Kambrium vorkommen. Sie sehen aus wie Muscheln, sind mit diesen jedoch nicht verwandt. Anatomisch unterscheiden sie sich stark von den Muscheln, denn die zwei Schalen der Brachiopode liegen oben und unten. Die Schalen der Muscheln sitzen seitlich. Die Brachiopoden können sich mittels eines fleischigen Stiels fest verankern. Daher ist ein wichtiges Merkmal das in der Stielklappe vorhandene Stielloch.

Aufgrund des Namens und des Aussehen könnte man vermuten, dass die Seelilien eher zum Pflanzenreich als zum Tierreich gehören. Seelilien gehören aber tatsächlich zu den Stachelhäutern und sind somit mit Seeigeln und Seesternen nahe verwandt. Die Seelilie trat während des Mittleren Trias (Muschelkalk) so massenhaft im Flachmeer auf, dass sie gesteinsbildend wurde (Trochitenkalk).

Logbedingungen:

Zum Loggen dieses EarthCaches beantwortet bitte vorab folgende Fragen:

1. Wo vermutet ihr den Steinbruch heute. Beschreibt, was ihr seht.

2. Am Waypoint 2 findet ihr Fossilien (auf der Seite zum Wohngebiet hin, neben dem Graffiti). Beschreibt eure Funde mit eigenen Worten (Größe, Form, was für ein Fossil könnte es sein).
Schaut euch hier das Gestein genauer an und beschreibt wie es aufgebaut ist:
Könnt ihr Lagen / Schichtungen erkennen oder ist es eher massiv ?
Wie ist der Zusammenhalt des Gesteins – fest, hart, weich, bröckelig, wie lässt es sich bearbeiten?
Wie würdet ihr den Kalkstein mit eigenen Worten beschreiben?

3. Am Waypoint 3 findet ihr Platten mit Fossilien (Das gesamte Gebäude ist mit den Platten verziert). Was seht ihr hier? Beschreibt die offensichtlichen Unterschiede zwischen Waypoint 2 und Waypoint 3 (Anzahl der Fossilien, Größe, Form). Was für ein Fossil könnte es hier sein? Begründe Deine Vermutung. Was ist die Besonderheit an Waypoint 3?

4.Ich freue mich über ein Foto von euch an der Von-Alten-Gartenmauer.

Die Fragen 1 – 3 können an den Zielkoordinaten beantwortet werden.
Infotafeln findet ihr hier nicht !
Beantwortet die Fragen und sendet die Antworten über das MessageCenter.
Nach Beantwortung der Fragen dürft ihr sofort loggen, ich melde mich, falls etwas nicht richtig ist und nachgebessert werden muß...

Und jetzt viel Spaß mit diesem EarthCache.

Quelle:
Steinkern.de
Quartier e.V.
Fossilien.de

Additional Hints (No hints available.)