Einleitung:
Die Geschichte des Ortes Münchsmünster ist untrennbar mit einem der frühen bayerischen Benediktinerklöster verbunden, dessen Gründung (am Rande der heutigen Ortschaft) im frühen Mittelalter um 750 n. Chr. durch Herzog Tassilo III. unter maßgeblichem Einfluss iroschottischer Mönche angenommen wird. Im Jahr 1556 erlosch das Klosterleben in den Wirren der Reformationszeit. Die Gebäude kamen unter der Verwaltung der bayerischen Herzöge. Maximilian I. übergab 1598 das Kloster dem Jesuitenkolleg von Ingolstadt, von wo aus es bis zur Auflösung des Jesuitenordens 1773 verwaltet wurde, ohne dass eine wieder eine aktive Glaubensgemeinschaft entstand. 1782 fiel die Anlage an den Malteserorden. Nach der Säkularisation wurde das Kloster und seine dazugehörige romanische Kirche St. Petrus auf Anordnung der Regierung 1815 auf Abbruch verkauft. Das ehemalige Kirchenportal fand so z. B. seinen Weg nach Landshut, wo es heute als Friedhofstor verwendet wird. Vom ehemaligen Kloster sieht man heute keine Überreste mehr. Als 2012 der Kindergarten einen Erweiterungsbau bekommen sollte, stieß man auf mittelalterliche Mauerreste: Sie stammen vom Kloster Münchsmünster! Endlich hat man die genau Position des Klosters bestimmen können. Eine 2500qm große Ausgrabung wurde vorgenommen, um die wichtigen Erkenntnisse zu sichern bevor bald darauf mit den Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Kindergartens begonnen wurde, welche die kompletten Überreste wieder verschütteten.
Quellen: Dr. Peter Morsbach, „Die Kirchen der Pfarrei Münchsmünster“, 1992, und Wikipedia Artikel „Kloster Münchsmünster“
Zu unserem Cache:
Schon lange wurde ein immenser Klosterschatz in der Nähe des ehemaligen Klosters vermutet. Viele Historiker, Archäologen und Schatzsucher haben sich dran gemacht, diesen zu finden, leider vergebens. So habe ich mich selber an dieses Thema herangewagt: nach intensivem Studieren der alten Klosterchroniken und anderer Quellen – endlich hat sich mein Geschichtsstudium mal bezahlt gemacht – habe ich in den alten Aufzeichnungen einen versteckten Code gefunden und geknackt. Die mittelalterlichen Mönche und die neuzeitlichen Verwalter haben in/bei den einzelnen Kirchen und Kapellen der Gemeinde Münchsmünster Hinweise versteckt, die zu den Koordinaten des Klosterschatzes führen. Besuche die historischen Orte, löse die Aufgaben und auch du wirst den Schatz in deinen Händen halten!
Auf dem Weg, meist asphaltiert, hab ich 8 Tradis versteckt, welche den Weg ein wenig versüßen. Ideal ist der Weg (kein Rundweg) mit dem Rad, ist aber auch mit dem Auto möglich. Parkplätze sind stets in GZ-Nähe vorhanden. Viel Spaß bei der Schatzsuche wünscht euch SgtPepper. Wie immer gilt: keine Gewalt anwenden, man braucht kein spezielles Werkzeug, und bitte alle Caches wieder dorthin zurücktun, wo du sie gefunden hast, und ggf. wieder tarnen, damit der nächste auch seinen Spaß dran hat.
Station 1 = Kapelle Oberwöhr
Dies ist eine Ortskapelle, ca. 1900 erbaut.
Aufgabe: Wie viele Glasfenster hat die Kapelle? Wert = A
Station 2 = Kirche Mitterwöhr
Die Filialkirche St. Vitus in Mitterwöhr, das 1350 erstmal urkundlich erwähnt wird, liegt inmitten eines alten Friedhofes, den noch heute eine Mauer mit (geschlossenen) Schießscharten umgibt. Der jetzige Bau entstand unter Verwendung älterer Teile um 1710 und wurde 1989 das letzte Mal restauriert.
Aufgabe: Wie viele Spitzen (auch im Laufe der Zeit abgebrochene) hat das Eingangstor? Bilde die Quersumme. Wert = B
Station 3 = Kirche Niederwöhr
Die Filialkirche St. Martin in Niederwöhr ist aus einem Urbau aus dem 12. Jh. entstanden, aber kleiner und niedriger als die bestehende. Dieser Bau wurde dann im 16. Jh. massiv erweitert und erhöht. Die letzten Restaurationsarbeiten fanden 1989 statt.
Aufgabe: Auf der wie vielten Säule (von der Straße aus gesehen) ist die Gans abgebildet? Wert = C
Station 4 = Kirche Münchsmünster + Taufkapelle
Die katholische Pfarrkirche St. Sixtus wurde um 1090 gebaut. Nach der Übernahme des Klosters und der umliegenden Kirchen durch die Jesuiten wurde im 17. Jh. St. Sixtus im größeren Maße renoviert. Erneute größere Umbauaktionen fanden im 19. Jh. statt. Die letzten Restaurierungen wurden 1977-1981 durchgeführt. Die ehemalige Seelenkapelle wurde zusammen mit der Pfarrkirche St. Sixtus 1092 geweiht. Man vermutet, dass sie etwas älter als die Kirche ist und wohl eine bauliche Verbindung zur Kirche direkt nebenan gehabt haben soll. Heute wird sie hauptsächlich für Taufen verwendet, wobei zu erwähnen sei, dass der Taufstein aus dem 13. Jh. stammt.
Aufgabe: Wie viele Schlösser hat die Kirchentür? Wert = D
Station 5 = Kapelle Niedermühle
Dies ist eine Hofkapelle, wohl Anfang des 19. Jh. gebaut.
Aufgabe: Wie viele Fenster hat die Kapelle? Wert = E
Station 6 = Kapelle Au
Wegkapelle Au wurde 1860 errichtet, die an die früheren Höfe erinnert.
Aufgabe: In welchem Jahr wurde die Infotafel von M. K. gestiftet? Bilde aus den vier Zahlen die Quersumme. Wert = F
FINAL
N48 (A)(B).(A+F)FB E11 A(B-F).A(D+C+D)E