
ACHTUNG!
Bei diesem Cache handelt es sich nicht um den schnellen Punkt! Wenn ihr keine Lust auf Herausforderungen habt, die evtl. ein paar Minuten länger dauern, braucht ihr weder weiterzulesen noch vor Ort zu suchen!
Nur wenige Meter von der lärmenden Coburger Stadtautobahn entfernt erhebt sich auf dem Adamiberg ein Ort der Ruhe und Beschaulichkeit. Kaum jemand kennt den richtigen Namen dieses Idylls.
Schon in den frühen 1730er Jahren befand sich auf diesem Gelände eine Gartenanlage ohne großrartige Bebauung. Nach dem Erwerb des Grundstücks durch Johann Andreas Adami 1742 wurde hier der erste Coburger Gesellschaftsgarten angelegt und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Später erfolgte eine Neugestaltung inkl. Kellergartenwirtschaft und einem Gartenhaus, dem Vorgänger des heutigen Jean-Paul-Hauses.
Oberfinanzrat Albert Friedrich Schnür erwarb 1844 das Gartengrundstück und lässt nach Erweiterung und Umgestaltung 1862 den bis heute dort befindlichen Pavillion bauen, welches er sein "Sommerschlösschen" nennt.
Nach dem Ende der Ära Schnür erwarb 1889 der Coburger Theatermaler Professor Friedrich Lütkemeyer das Gartengrundstück für run 22.000 Goldmark. Lütkemeyer verbrachte vor allem die Wochenenden in seinem Gartenhaus, welches er sein "Tusculum" nennt. Auch zahlreiche Feste mit regionaler Bedeutung veranstaltet Lütkemeyer hier. Das Gartengrundstück erweitert er durch diverse Ankäufe und wertet den Schnürsgarten als Parkanlage auf.
Nach dem Tod von Lütkemeyer entbrennt ein bitterer Streit um das Erbe. In dieser Zeit verwildert die Gartenanalge immer mehr. Die Stadt Coburg erwirbt 1917 das Grundstück und beginnt 1919, die Gartenhäuser notdürftig umzubauen und daraus Sozialwohnungen zu machen. Die Parkanlage wird aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht mehr gepflegt.
Nach Kriegsende werden Vertriebene und Flüchtlinge im Pavillion untergebracht, die Anlage verfällt weiter.
Erst 1958 bewilligte der Stadtrat finanzielle Mittel für die Wiederherstellung des Gartens. 1959 erfolgte eine Sanierung des Pavillions. Durch die Erschaffung der Minigolfanlage 1964 wurden 2000 Quadratmeter des früheren Gartenareals umfunktioniert und waren als Park für immer verloren.
Nach Leerstand in den 70zigern wird das Haus ab 1975 zum Verbindungshaus.
Heute ist der Schnürs Pavillion in Privatbesitz, wunderbar hergerichtet und an eine Verbindung vermietet. Die Wege rund um das Grundstück sind nach wie vor Eigentum der Stadt Coburg.
Die Dose selbst ist einfach zu finden, die Angelausrüstung kann zu Hause bleiben. Um aber an das Logbuch zu kommen, kann es schon einmal etwas dauern. Deswegen haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, um extra am Cache eine Bank zu installieren. Setzt euch einfach hin, geniesst die Aussicht und flucht nicht allzu laut.
P.S.: Bitte wendet keine Gewalt an, um ans Logbuch zu kommen!
P.P.S.: Bitte Stift mitbringen!
Quelle: Christian Boseckert: Der Schnürsgarten - Ein Repräsentationsgarten aus der Gründerzeit; aus Coburger Geschichtsblätter Jahresband 2010