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Lost Place - Eisteiche der Felsenkeller-Brauerei Traditional Cache

This cache has been archived.

mocridh: Manchmal reicht die Zeit einfach nicht für Freizeit. Ich mache den Cache bedauernd zu. Vielleicht hat ja jemand eine andere Idee für hier... Vielleicht sogar ich? 😁 Weiterhin viel Freude beim cachen wünscht mocridh 🥳

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Hidden : 5/8/2019
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


"Brauns Weiher"

Postkarte des Verlages Reinicke und Rubin in Magdeburg aus dem Jahre 1908.
Von den insgesamt 9 Weihern sind hier in dieser Ansicht 4 zu erkennen.

Im Dezember 1891 beantragte der Brauereibesitzer Wilhelm Braun aus Monschau, Eigentümer der Felsenkeller-Brauerei, auf seinem Grundstück im Tal des kleinen Laufenbachs den Bau eines Stauweihers.


Wilhelm Braun ist der Begründer der Bierbrauer-Dynastie Braun.

Er kaufte 1847 die Grüneburg am Roetgen unterhalb des Laufentales und baute die vorhandene Brauerei aus. Die Felsenkeller-Brauerei existierte mit Pausen bis Februar 2019. Wilhelm Braun starb 1898, seine Söhne Joseph und Albert übernahmen die Brauerei, aber Joseph Braun starb schon 1902 im Alter von nur 52 Jahren.
Unter der Leitung von Albert Braun wurden die Teiche realisiert, sie wurden im Volksmund schnell „Brauns Weiher“ genannt.
Es wurden 9 Teiche gebaut, deren Mauern teilweise heute noch zu erkennen sind. Die künstlichen Teiche waren nicht tief, etwa 1 Meter, so dass sie im Winter schnell durchfroren.

Bevor das Eis „geerntet“ wurde, im Volksmund „gezogen“ genannt, wurde die Eisfläche gerne zum Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen genutzt.
Jeden Winter wurden etwa 1400 Tonnen Eis gezogen, das Eis wurde mit Pferdefuhrwerken und Schlitten talwärts zur Brauerei gebracht.

Jedes Fuhrwerk fasste eine Tonne Eis, es waren also jeden Winter 1400 Fahrten notwendig, um die Kühlung über das Jahr zu gewährleisten. An der Brauerei angekommen, wurden die Eisblöcke über eine große Rutsche in den Keller eingebracht. Es reichte, um die Lagerfässer das ganze Jahr zu kühlen.
Desweiteren wurde das Eis auch in kleinen Blöcken an die Monschauer Haushalte verkauft. In der heutigen Zeit mit Elektrizität und Kühlschränken ist es nur noch schwer vorstellbar, mit welcher Mühe, Aufwand und Erfindungsreichtum die Menschen früher arbeiten mussten, um ihre Lebensmittel frisch zu halten.

Die Teiche sind heute größtenteils verlandet, aber ihre alten Mauern zeugen immer noch davon. Am deutlichsten erkennt man sie, wenn man den Biesweg von der Schwimmhalle aus nach oben Richtung Mützenich geht, sie liegen dann links des Weges.


Oft sind sie nur noch an den talseitigen Mauerresten sowie einer sehr planen bewachsenen Oberfläche zu erkennen.

Ihr befindet Euch in einem Naturschutzgebiet / Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden, dies ist auch nicht zum Heben der Dose nötig!
Hunde sind im Naturschutzgebiet an der Leine zu führen.
Am Ort der Dose sieht man einen noch sehr gut erhaltenen Teich.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen Ort der Monschauer Geschichte etwas näher bringen.
Mit freundlicher Unterstützung des Monschauer Geschichtsvereines,
Texte und Bilder Universitäts- und Stadtbibliothek Köln – Sammlung Schriften aus dem Monschauer Land,
„Eremit am Hohen Venn, 1970“ und
„Heimatkalender 1970 Landkreis Monschau“

Additional Hints (Decrypt)

Qerura. Avpug mvrura.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)