Seit über 30 Jahren verbringen wir einen Teil des Urlaubes im Vogtland, so auch Ende Mai 2018, nur diesmal legten wir den Urlaub so, dass wir das tolle Mega- Event an der Vogtland- Arena miterleben durften.
Wir kennen also den Raunergrund und haben dabei manches Unwetter vor Ort erlebt, so dass uns Blitze, Donner und Regen am frühen Nachmittag des 24.05.2018 erst mal nicht weiter aufregten. Im Gegenteil, versprach der Regen doch eine willkommene Abkühlung nach Hitze und Trockenheit der letzten Tage! Irgendwann wurde es aber langweilig, ein Waldspaziergang kam nicht infrage, an Mittagsschlaf war wegen der Geräuschkulisse nicht zu denken, der Fernsehempfang hatte eine Auszeit genommen.
Mit einem lauten Rauschen meldeten sich plötzlich das "Rauner Wasser" und der "Rauner Bach" zu Wort und wurden innerhalb von wenigen Minuten aus kleinen Bächen zu reißenden Strömen, kein Wunder bei geschätzten 200 l/m² innerhalb von 6 h, die doppelte Niederschlagsmenge von einem Mai.

Entlang der B92, auf ihrem gemeinsamen Weg zur "Weißen Elster" kamen auch noch Gründelbach, Pfarrbächel, Haarbach, den Schwarzen Brunnenbach und Jüdenlohbach "dazu". (Sicher fehlt hier noch das eine oder andere Bächlein, dessen Namen wir als Touristen nicht kennen.) Unterwegs wurde u.a., neben vielen Kellern und Einrichtungen das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Mühlhausen geflutet (und, weil einmal keinmal ist, genau eine Woche später nochmal).

Die Weiße Elster hatte ebenfalls einen schlechten Tag, und nun nahm die vereinigte Wasserwalze ihren Weg weiter gen Adorf und Oelsnitz, so dass der Sächsische Umweltminister Schmidt später im von der Flut heimgesuchten Adorf u.a. äußerte: "...Die Situation hier ist sehr dramatisch...". - Das "große Wasser" wird den Anwohnern wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.
Der Wirt des altehrwürdigen Gasthauses inspizierte seinen Dachboden, in Sorge, das Dach könne diesen Wassermassen nicht gewachsen sein. - Die Gefahr kam für ihn dann aber aus einer völlig unerwarteten Richtung, von unten ... durch den Felsen. Durch den Einsatz von 2 Pumpen konnte das Wasser kurz unterhalb der Stromkästen gestoppt werden.

Und, was haben wir u.a. durch dieses Unwetter gelernt? - "Elektrische Anlagen gehören nicht in Bodennähe!"
Der Cache findet sich mit Zustimmung des Besitzers auf einem privaten Parkplatz, er darf betreten und befahren werden. Bitte seid sorgsam, auch mit der Natur und hinterlasst alles wieder im Ausgangszustand! Werkzeug wird zur Bergung des Logbuchs nicht benötigt, bringt bitte einen Stift mit.
Achtet auf Kinder und Haustiere wegen des Verkehrs auf der nahen B92 !
Bei Starkregen und Schnee ist der Zugang für Rollstuhlfahrer leider deutlich schwerer !