Der Manhartsberg ist bekannt dafür, dass er der "Grenzstein" für das Waldviertel (Viertel ober dem Manhartsberg) und das Weinviertel (Viertel unter dem Manhartsberg) ist.
Der Name kommt vermutlich daher, dass er sich von "Meginhartesdorf = Dorf eines Meginhart" aus der Zeit um 800 herum ableiten lässt.
1932 wurde auf dem Gipfel eine Vermessungsstation errichtet. Zitat: "Die Hochfläche des Manhartsberges war schon im Mittelalter Vermessungspunkt. Ab 1932 war dort die „Pyramide“, ein 32 Meter hohes Holzgerüst, als Vermessungspunkt zu sehen. 1940 wird diese „Pyramide“, weil mittlerweile vermorscht, abgetragen."
Zu Beginn des 2. Weltkrieges errichtete die Deutsche Wehrmacht auf der Hochfläche eine Funkstation, ein unterkellertes Maschinenhaus, ein heute noch gut sichtbares Wasserreservoir und Unterkünfte für die Soldaten. Dazu werden zwei eiserne, 52 Meter hohe Funktürme errichtet, die von drei rund 20 Meter hohen Holztürmen umgeben sind und den Kern einer Flieger-Beobachtungsstation bildeten.
Diese Anlage hielt sich bis in die 50er-Jahre, danach wurden die Türme als Alteisen verkauft und Reste des Bunkers gesprengt und eingeebnet. Bis in die 1990er hielt das Bundesheer dort auch regelmäßig Übungen ab.
"1955 lässt das Eichamt schließlich ein hohes Vermessungszeichen aufbauen. Auch dieses Holzgerüst wird bald schadhaft und muss abgetragen werden. Die Stelle blieb leer, bis sich freiwillige HelferInnen aus den vier Gemeinden bereit fanden, hier ein Kreuz aufzurichten."
Quelle: http://www.noe.gv.at/pdf/46750_27-Mai-2005-10-29-Am-Gipfel-des-Manhartsbergs-wird-ei_75403_1493004240.pdf
Seit 2005 gibt es am höchsten Punkt, auf 537m Seehöhe, das Gipfelkreuz.
Anreise:
Wanderwege:
- Manhartsberg Rundweg; 22,1 km mit 6 Stunden Gehzeit
- Joseph-Misson-Pinkerl Wanderweg; 6 km mit 1 1/2 Stunden Gehzeit
- per Auto über die L1238 bis zur Silbernen Eiche und dann ein kurzer Fußweg
Tipp: Wer den cache finden will, sollte auch die Vermessungssteine besichtigen!
Viel Spaß!