Die Zeit der Errichtung einer Kirche in Groß-Karben ist nicht bekannt. Erwähnt wird sie zum ersten Male im Jahr 1378, als eine Lukard Dugel, Witwe des Ritters Dugel aus Karben, einen zweiten Altar für die hiesige Kirche stiftete.
Sie behielt über die Jahrhunderte ihren Charakter eines spätgotischen einfachen Saalbaus, dessen Dach einen weitgehend aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammenden Dachreiter trägt. Im Altarraum wurden in den 1980er Jahren spätmittelalterliche Wandmalereien freigelegt. Sie zeigen den Leidensweg Christi.
Um das Jahr 1700 erhielt die Kirche ihre heutige Kanzel und die Empore. Die heutige Orgel ist eine Bürgy-Orgel aus der Zeit um 1800. Aus dieser Zeit stammt auch die Herrschaftsloge der Familie von Leonhardi, der Anbau an der Südseite der Kirche.
Wenn man zur vollen oder halben Stunde hier ist, hört man eine der beiden Glocken läuten. Die ältere stammt aus dem Jahr 1454 und läutet jetzt seit fast 600 Jahren. Die andere stammt, nachdem ihre Vorgängerin im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde, aus dem Jahr 1953.
Sonn- und feiertags um 10 Uhr öffnet sie ihre Türen für den Gottesdienst.