Ich möchte euch gern das Stadtviertel "Wilder Mann" etwas näher bringen. Es liegt im Nordwesten Dresdens.
Erster nachgewiesener Besitzer war der spätere Dresdner Bürgermeister Philipp Strobel (1643-1702). Er gründete 1680 ein Weingut entlang des Steilanstiegs der heutigen Großenhainer Straße. Der damals neuangelegte Weinberg erstreckte sich von der Geblerstraße bis zur Radeburger Straße.
Strobel war Inhaber des Schankrechts und schenkte Wein und Most, ab 1690 auch Bier aus.
Sein Schwiegersohn Lüder Hildebrand, Generaladjudant August des Starken, erweiterte den Besitz beträchtlich, so dass das Gut auch landwirtschaftlich genutzt werden konnte.
Hildebrand erhielt auch Konzessionen zum Backen, Schlachten und Brennen. Er wählte als Wirtszeichen die Gestalt des wilden Mannes mit Vollbart, Lendenschurz und Keule. Ein Gemälde befand sich seit 1710 am Eingang der alten Gutsschänke.
Nach seinem Tod wechselten die Besitzer in rascher Folge.
1883 vernichtete die Reblaus die Kulturen und der Weinbau mußte in weiten Teilen des Dresdner Elbtals eingestellt werden.
Bis 1898 wurde noch die Landwirtschaft betrieben.
Denkt dran. Versteckt das Döschen wieder so, wie ihr es vorgefunden habt. Update 22.12.2020
Ein paar Meter neben den ursprünglichen Koordinaten findet ihr nun das Döschen. Nun gibt es auch ein Spoilerbild.