Glück Auf liebe Geocacher! Willkommen am Bergbaulehrpfad in Eibenstock.

Der Eibenstocker Bergbau- und Seifenlehrpfad befindet sich am Gerstenberg unweit der Talsperre Eibenstock. Der Lehrpfad gibt Einblick in den historischen Zinn- und Eisenbergbau des 15. bis 17. Jahrhunderts.
In der Gegend um Eibenstock wird vermutlich schon seit dem 13. Jahrhundert Bergbau betrieben. Das damals durch Seifen gewonnene Zinn war in ganz Europa ein sehr begehrtes Handelsobjekt. Mit der Technik des Seifens wurde aus Bachgeröll und Geröllablagerungen Zinn gewonnen. Dabei wurden die sogenannten Zinngraupen mittels Wasser und Seifengabel herausgewaschen. Die Herstellung von Weißblech direkt vor Ort, welche durch Andreas Blau im Jahre 1537 eingeführt wurde, brachte eine Wende im Eibenstocker Bergrevier. Reichte es anfänglich aus, nur oberflächennahes Gestein zu waschen, wurde es ab dem 17. Jahrhundert notwendig, den Erzgängen in den Fels zu folgen. Ab dieser Zeit erfolgte der Abbau mit Schlägel und Eisen.
Das Gebiet um Eibenstock ist geologisch auf Turmalingranit aufgebaut. Gangspalten mit verschiedenen Richtungsverläufen mit und ohne Erzführung durchziehen das Gestein. Hauptgangart sind verschiedene Quarzvarietäten. Vorwiegend wurden hier Rot- und Brauneisengestein, wie Zinnstein und Wismutglanz, abgebaut.
Als Gangspalten werden Störungen bezeichnet, die im gesamten Erzgebirge zu finden sind. Im Laufe der Gebirgsbildungsperiode des Erzgebirges setzten tektonische Kräfte die Erdkruste so unter Spannung, dass bei Überschreitung der Gesteinsfestigkeit Brüche auftraten und die Schollen der Erdkruste gegenseitig verschoben wurden. Die Brüche öffneten sich durch das Auseinanderrücken der beiderseitigen Erdkrustenschollen zu Spalten und anschließend drangen aus tieferen Bereichen des Gesteins mineralische Lösungen oder Gesteinsschmelzen in die Spalten ein, füllten diese mit Mineralen und Gesteinen und bildeten somit Gänge. Je nach Füllung dieser Gangspalten werden Erzgänge, Mineralgänge und Gesteinsgänge unterschieden.
Im Moment sind aus Sicherheitsgründen und wegen Umbaumaßnahmen die Wege teilweise gesperrt. Seit dem 6. Juli 2019 gehört die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum Welterbe. Aus diesem Grund wird auch der Bergbaulehrpfad erneuert und erweitert. Bisher stand vorrangig der lokale Bergbau mit allgemeinen Informationen im Vordergrund. Zukünftig soll die dargestellte Bergbaulandschaft stellvertretend für ähnliche Objekte im Erzgebirge stehen. Mittelpunkt der Präsentation sollen die Spuren der Zinngewinnung darstellen. Geplant sind weiterhin speziell auf Kinder zugeschnittene Bereiche. Die Fertigstellung des Bergbaulehrpfades ist für Frühjahr 2021 geplant und wird dann ein attraktiver Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes sein.
An den angegebenen Koordinaten beginnt der Bergbaulehrpfad. Ihr findet hier einen großen Stein, dieser ist ein Teil des Lehrpfades.
Jetzt zu den Fragen:
- 1. Vor Ort findet ihr einen großen Stein. Aus welchem Grundgestein besteht dieser und welche Besonderheit weist er auf?
- 2. Wie sehen die Übergänge zwischen dem Grundgestein und dem Mineral aus? Warum sind die Quarzkristalle so gut ausgebildet?
- 3. Weißt der Stein weitere Risse und Kluften mit Mineralien auf?
Die Antworten auf die Fragen findet ihr vor Ort. Schickt diese bitte über mein GC-Profil. Ihr dürft dann gleich loggen. Wenn die Antworten nicht richtig sind, melde ich mich. Über ein Foto von euch oder eurem GPS-Gerät mit dem Stein würde ich mich natürlich sehr freuen, ist aber keine Logbedingung.