Die große Schachtenwanderung
Gleich vorweg möchte ich auf folgendes hinweisen, bitte haltet Euch daran, da es sich um ein wunderbares Fleckchen Natur handelt:
Auf der ganzen Wanderung seid ihr im Nationalpark Bayerischer Wald unterwegs. Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden. Alle Caches sind direkt am Wanderweg gelegen und bei jedem Cache sind Spoilerfotos dabei um die Natur zu schonen. Ausserdem ist jeder recht einfach versteckt, da ich Euch mit diesen Geocaches einen Anreiz bieten möchte die Schachtenwanderung anzupacken.
Beachtet bitte auch die Richtlinien des Nationalparks Bayerischer Wald:
- Die Suche nach einem Cache sollte besonders umsichtig und mit Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt erfolgen.
- Beim „Bergen“ des Caches möglichst kurz am Fundort verweilen.
- Es dürfen keine Tiere gestört und/oder die Vegetation (dazu zählt auch stehendes und liegendes Totholz) beschädigt oder sogar zerstört werden
- Geocaching in der Dämmerung sollte vermieden werden. Suchen in der Nacht ist nicht gestattet.
Die Schachten:
Die Almen des Bayerischen Waldes werden als Schachten bezeichnet. Dort weideten während der Sommermonate Rinder, die von den Hirten hinaufgetrieben wurden. Der Name Schachten wurde von "Schacht" bzw. "Schächtl" abgeleitet, wie man stark aufgelichtetes Laubgehölz bezeichnete, in dem die Waldweide ausgeführt wurde. Der Begriff ist nur im Raum zwischen dem Südosthang des Arbers (Westgrenze) und der kleinen Ohe bei Grafenau (Ostgrenze) gebräuchlich. Die Schachten befinden sich im Übergangsbereich von den oberen Hanglagen (900 - 1.150 m ü.NN) zu den Hochlagen (über 1.150 m ü.NN). 1963 wurde die Waldweide auf den letzten Weideschachten aufgegeben. Nur im Bereich des Arbers wird auch heute noch Vieh auf die Hochweiden getrieben.
Die komplette Wanderung dauert ca. 7 Stunden und ihr werdet etwa 23 Kilometer Wegstrecke vor Euch haben, denkt also an eine Brotzeit und nehmt ausreichend Getränke mit. Die Wanderwege sind gut beschildert und recht eindeutig. Folgt ab dem Wanderparkplatz in Buchenau dem Schildchen Pestwurz bis zum Lindberger Schachten, von da gehts weiter auf dem Goldsteig bis ihr nach dem Hochschachten dem Schildchen Borstgras folgen könnt, das Euch zur Trinkwassertalsperre Frauenau führt. Von dort ist der Weg zurück nach Buchenau wieder eindeutig beschildert.
Ich habe auch ganz bewußt keine "Powertrail" aus dieser Wanderung gemacht, da ihr Euch mehr auf die Wanderung einlassen könnt und nicht ständig aufs GPS schauen müsst.
Der Kohlschachten
Der 7,5 Hektar große Kohlschachten liegt auf einer Höhe von 1150 Meter ü.NN und ist der einzige Schachten der keine geneigte Hanglage hat. Er fällt besonders durch seinen urigen, ja schon fast bizarren Baumbestand auf. Er wurde 1733 erstmals erwähnt und trug später den Namen "Kalt-Schachten". Bei der Bestandsaufnahme 1831 betrug seine Fläche noch 16 Hektar. Der Kohlschachten wurde 1961 zum letzten mal beweidet.