Westgrat der Schüsselkarspitze
Die Schüsselkarspitze
Die Schüsselkarspitze ist ein Berg im östlichen Teil des Wettersteingebirges auf der Staatsgrenze zwischen Österreich (Bundesland Tirol) und Deutschland (Bundesland Bayern). Sie gehört zu den bekanntesten Kletterbergen in den Nördlichen Kalkalpen. Auf ihren Gipfel führen jedoch nur teilweise anspruchsvolle Kletterrouten, so dass man ohne Gurt und Seil hier nicht weit kommen wird. Im Gipfelbereich der Schüsselkarspitze befindet sich eine fest installierte Biwakschachtel, die Kletterern in Notfällen Zuflucht bietet.
Die Erstbesteigung der Schüsselkarspitze gelang laut Leberle im Jahr 1894 durch Heinrich Moser und Oscar Schuster über die Nordflanke. Bis dahin galt der Gipfel infolge einiger missglückter Versuche als unersteigbar. Nach dem Führerbuch von Johann Dengg, Garmisch bestieg er zusammen mit Mainzer den Gipfel am 16. Juli 1892 und sie benannten den bis dahin namenlosen Berg als Schüsselkarspitze. (Quelle: Wikipedia)
Der Westgrat
Der Westgrat ist ein Klassiker für die Besteigung der Schüsselkarspitze. Dazu erklimmt man die östliche Wangscharte entweder von Süden über den Einstieg der Siemens/Wolf oder von Norden von der Oberreintalhütte durch freies Gehgelände. Der Grat an sich ist aber recht lang, die Routenwahl anspruchsvoll und Sicherungen müssen selbst angebracht werden. Technisch bewegt man sich zumeist im Bereich des des III. Grades (UIAA). Der Grat lohnt sich aber wohl als Zusatz nach dem Ausstieg aus einer der vielen Südwandrouten, wobei man sich hier je nach Route neben dem Zustieg auch einiges an Weg sparen kann.
Da der Grat aber für alle diese Routen auch als Abstiegsroute dient, muss hier sehr vor- und umsichtig agiert werden. Lose Steine insbesondere in die Südwand sind unbedingt zu vermeiden.
Der Cache
Der Cache ist eine Filmdose, die im Bereich des Hubschrauber-Landesplatzes westlich des Westgratturms liegt. Der Landeplatz befindet sich auf einem kleines Plateau, so dass es sich ungefährdet und ungesichert suchen lässt. Ganz nebenbei ist das auch ein guter Platz für die Brotzeit.
Beim Auslegen waren zwei kleine Bleistifte mit im Cache, aber darauf sollte man sich ja sowieso nie verlassen. Bitte auch Hint und Spoiler beachten.
Routen zum Cache
Neben der Möglichkeit, direkt über den Westgrat zum Cache zu gehen, bieten sich unter anderem folgenden Kletterrouten an, in deren Abstieg man automatisch am Cache vorbei kommt:
- Siemens/Wolf (1922, V-)
- Phantasia (2006, V+)
- Erdenkäufer/Sigl (1968, VI)
- Spindler (1927, V/A0)
Eine geeignete Karte für den Zustieg ist die AV-Karte 4/3 (Wetterstein- und Mieminger Gebirge, Östliches Blatt), für die Kletterrouten findet man Topos sowohl in den einschlägigen Führern als auch Internetseiten.
Parken kann man in Klamm (siehe Wegpunkt), im Jahr 2019 kostete ein einzelner Tag 4 €. Am Besten bringt man eine Kreditkarte mit, es gibt aber auch einen Wechselautomaten. Der Zustieg erfolgt dann über die Wettersteinhütte (GC315MR), die Wangalm (GC315NC) und das Scharnitzjoch.
Anforderungen
Alle geschilderten Routen verlangen dem Grad angemessene Klettererfahrung, passende Ausrüstung und Sicherungskenntnisse sowie einen Kletterpartner. Außerdem braucht es gutes und stabiles Wetter sowie eine solide Tourenplanung. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich, kein Cache ist es wert, sich unnötig in Gefahr zu bringen.