Skip to content

Kalksinterquelle bei Flehingen EarthCache

Hidden : 10/21/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


An der Landstraße zwischen Gochsheim und Flehingen befindet sich östlich der Kläranlage Flehingen am Kraichbach ein Naturdenkmal der besonderen Art. Eine Quelle hat hier an ihrem Austritt einen Sinterkalkfelsen von beachtlichem Ausmass aufgebaut. Der sichtbare Teil des Kalktuffsteins umfasst etwa 180 Kubikmeter. Durch den Bau der Straße in der ersten Hälfte des zurückliegenden Jahrhunderts wurde das Quellwasser abgelenkt. Heute tritt die Quelle ganz in der Nähe neu aus und lagert in beeindruckendem Tempo erneut Kalk ab.

Sinter ist die Substanz bzw. das Gestein, das durch eine allmähliche mineralogische Ablagerung ("Versinterung") entsteht. Besteht die mineralogische Ablagerung vorwiegend aus Calciumkarbonat, so spricht man von Kalksinter (andere Bildungen sind beispielsweise Kieselsinter oder Schwefelsinter). Diese Ablagerungen sind in der Natur von relativ reiner Zusammensetzung. Kalkablagerung bzw. Kalksinter als Oberbegriff gleidert sich in Kalktuff und Travertin.

Kalktuffe haben keine deutliche Schichtung und zeigen eine teilweise gleichförmige Oberfläche. Sie weisen manchmal große Hohlräume auf und können auch versteinerte Pflanzen und Kleintiere wie Schnecken enthalten. Mitunter werden blumenkohlartige Oberflächenstrukturen gebildet. Eine Bänderung liegt nicht vor. Häufig liegen sie in gelockerter und nur teilweise verfestigter Form vor. Eine Polierung ist nicht möglich. Kalktuff ist ist eine noch junge, poröse, sekundäre Ablagerung (Sediment). Sekundär deshalb, weil hier ursprüngliches Kalkgestein nach chemischer Kohlensäure-Lösungsverwitterung und Ausfällung erneut abgelagert wurde.

Travertin hingegen ist deutlich geschichtet, fest und polierfähig. Er zeigt eine deutliche Bänderung, wenn er gegen seine Lagerungsrichtung gesägt wird. Kalksinter wird dann als Travertin bezeichnet, wenn er fest und polierfähig ist.

Wechselwirkungen von Karstwasser und Kohlenstoffdioxid - unterirdisch oder beim Wiederaustritt an die Oberfläche - können den Prozess des Ausfallens von Kalk auslösen. Die Produkte dieser sekundären Sedimentierung werden in den Geologien zu den Sintern gerechnet.

Die Ablagerung von Kalk  entsteht vornehmlich hinter kalten Schichtquellen im Karst. Die Ausfällung von Kalk aus Karstwässern hängt von klimatischen und geologischen Bedingungen ab. Neben hohen Außentemperaturen und geringen Niederschlägen sind weitere Bedingungen:

eine relativ geringe Schüttung der Quelle, eine relativ große Verdunstungsoberfläche, ein günstiger Korridor der Wassertemperaturen, eine Veränderung der Druckverhältnisse und eine bestimmte Ionenkonzentration. Ein flächiges Durchnässen und Moos-Assimilation begünstigen die Ablagerung von Kalk. Cyanobakterien besitzen wie Moose und Algen die Fähigkeit zur Photosynthese, also zur Aufnahme von Kohlendioxid. Dadurch steigt der pH-Wert des Wassers und die Löslichkeit von Kalk sinkt, der Kalk fällt aus. Die Kalksedimente können mit Raten von 0,01 mm/Jahr bei anorganischer und bis zu 20 mm/Jahr bei organisch mitinduzierter Ausfällung wachsen.

Der ausgefällte Kalk legt sich als feinkristalline Kruste um alles relativ ruhende Kleinmaterial (Sand, Steinchen, Zweige, Blätter, Farne, Moose, Algenschleim). Es entstehen durch Übergussschichtung nach oben und vorne wachsende Gebilde. Moose wachsen über ihren sich verkrustenden Teil frisch hinaus und wirken dabei wie kleine Reusen und bilden ein tragendes Gerüst. So können auch größere, fragile Gehänge entstehen. Die Strukturen sind poröser und leichter, wenn Moose der Fließenergie widerstehen konnten.

Kalktuff im ausgehärteten Zustand wurde seit Jahrzehnten als hochwertiges Baumaterial genutzt: es ist leicht, bleibt witterungsbeständig, abriebfest, ist gut isolierend und feuerbeständig. Die Gewinnung im Steinbruch ist arbeitstechnisch leicht. Im bruchfrischen Zustand können poröse Quader auch leicht gesägt und bearbeitet werden. Sie härten anschließend weiter aus. An vielen repräsentativen Gebäuden wurde Kalktuff verwendet.

 

Um diesen Earthcache zu loggen, beantworte bitte die nachfolgenden Fragen über mein Profil. Es kann danach sofort geloggt werden. Sollte etwas nicht stimmen, werde ich mich melden.

 

1. Beschreibe mit eigenen Worten, wie diese Erscheinung entstanden ist. Handelt es sich um Kalktuff oder Travertin ?

2. Stelle auf der Grundlage des Listings fest, aus und in welche Himmelsrichtung das Quellwasser geflossen ist.

3. Welche Größe erreichen vorhandene Hohlräume ? Wie sind diese entstanden ?

4. Sind überlagerte Pflanzen und Kleintiere auszumachen ? Wenn ja, welche ?

5. Wie viele Jahre waren mindestens notwendig, damit dieses Naturdenkmal gebildet werden konnte. Stelle dazu die Größe vor Ort fest und verwende die Angaben im Listing.

 

Quellenagabe: Wikipedia

 

Additional Hints (No hints available.)